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Flüchtlingsprozess geht weiter
© Radio Siegen (Archivfoto)
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Flüchtlingsprozess geht weiter

Der "Burbach-Prozess" am Landgericht Siegen hat heute Einblick in die Ermittlungsarbeit der Polizei gegeben.

Veröffentlicht: Mittwoch, 23.09.2020 12:17

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Der sogenannte „Burbach-Prozess“ am Landgericht Siegen ermöglichte heute wieder einen Einblick in die Ermittlungsarbeit der Polizei nach Bekanntwerden der Vorfälle in der ehemaligen Notaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Burbach. Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes und Sozialbetreuer sollen von November 2013 bis September 2014 Bewohner der Unterkunft in „Problemzimmer“ eingesperrt und geschlagen haben, wenn sie gegen die Hausordnung verstoßen hatten. Im Herbst 2014 war das rausgekommen. Danach wurden viele ehemalige Bewohner als Zeugen vernommen. Die Aussagen von fünf Männern wurden heute vorgelesen. Sie selbst sind nicht auffindbar. Nach ihren Aussagen waren Security-Leute mal nett, mal gewalttätig, wenn sie Geflüchtete in die Problemzimmer brachten. Zum Beispiel, weil im Haus geraucht worden war oder Alkohol getrunken wurde. Einer, der ausgesagt hatte, die Security wäre „supernett“ zu ihm gewesen, gab auch zu Protokoll, er habe oft gesehen, dass die Männer zu anderen Bewohnern gewalttätig waren. Der Prozess geht Freitag weiter.

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