
Fieber- und schmerzstillende Säfte sind knapp
Wer in einer Apotheke einen fieber- und schmerzstillenden Saft für sein Kind kaufen möchte, hat dabei im Moment oft kein Glück. Lieferengpässe und stark gestiegener Bedarf führen dazu, dass die Medikamente auch bei uns aktuell kaum zu bekommen sind.
Veröffentlicht: Mittwoch, 27.07.2022 03:40
Wer ein krankes Kind zuhause hat, ist oft auf sie angewiesen: Fieber- und schmerzstillende Säfte. In vielen Apotheken auch in Siegen-Wittgenstein sieht es damit aber gerade sehr schlecht aus. Die Säfte mit den Wirkstoffen Paracetamol und mittlerweile auch Ibuprofen sind im Moment kaum zu bekommen. Das hat zwei Gründe: Zum einen gibt es Lieferengpässe, zum anderen ist der Bedarf stark gestiegen. Das liege an den fallenden Corona-Maßnahmen, haben uns mehrere Apotheken bestätigt. So würden auch die anderen Krankheiten wieder eher verbreitet. Das gerade die Säfte fehlen ist problematisch, denn Kinder können oder dürfen Arznei oft nicht in Tablettenform schlucken oder brauchen eine andere Wirkstärke. Andrea Wohlert besitzt Apotheken in Erndtebrück und Bad Laasphe. Sie sagte im Gespräch mit Radio Siegen, dass man sich nach Alternativen umsehen müsse. Die können z.B. in fiebersenkenden Zäpfchen bestehen. Was das Angebot der Säfte angeht, erwartet das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte frühestens im Herbst eine Besserung. Der Hauptproduzent Ratiopharm selbst wagt derzeit keine Prognose. Man arbeite mit Hochdruck daran, die Produktion auszubauen, heißt es von Ratiopharm.