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Die Füße von Robert Muradyan in Fesseln
© privat
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Familie Muradyan aus Bad Berleburg droht Abschiebung

Wieder ist im Kreishaus jemand bei einem Termin bei der Ausländerbehörde festgenommen worden, um abgeschoben zu werden. Familie Muradyan aus Bad Berleburg war heute zu einem Routine-Termin dort. Plötzlich klickten bei Vater Robert Hand- und Fußfesseln.

Veröffentlicht: Donnerstag, 31.03.2022 14:01

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+++ Update: Abschiebung angesetzt +++

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Gerade hat uns Andreas Benkendorf noch einmal angerufen. Ein Richter habe die Abschiebung der gesamten Familie für den 7. April angesetzt. Man werde nun mithilfe einer Anwältin alle Möglichkeiten prüfen, das noch zu verhindern. Vater Robert Muradyan werde nun in eine zentrale Einrichtung zur Abschiebehaft gebracht.

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Ursprüngliche Nachricht:

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Die Familie könnte jetzt nach Armenien abgeschoben werden, von wo aus sie vor 17 Jahren nach Russland geflohen waren. Vor zwei Jahren reisten sie dann von dort aus in Deutschland ein, für eine medizinische Behandlung. Vor zwei Monaten sei dann der Asylantrag endgültig abgelehnt worden, schreibt uns die Kreisverwaltung.

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Familie gut integriert

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Robert Muradyan arbeitet im Hotel „Alte Schule“ in Bad Berleburg. Inhaber Andreas Benkendorf setzt sich nun für ein Bleiberecht der Familie ein. Er sei der fleißigste Mitarbeiter, den er je hatte. Der werde dem Team nun weggenommen. Auch Mutter Marine habe einen Job im Hotel in Aussicht. Die Kinder gehen zur Schule und in den Kindergarten.

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Chance auf Bleibe hätte bestanden

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Laut Kreisverwaltung hätten die beiden längst ein Bleiberecht erwirken können. Dazu hätten sie zurück nach Armenien ausreisen müssen, um dann dort ein Visum für Arbeit und Einreise zu beantragen. Das sei leider nicht passiert, schreibt ein Behördensprecher.

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