
Weil er nicht aufgetaucht ist vor Gericht, wurde der Mann in Abwesenheit verurteilt.
Keine Vorstrafen
Für diese Straftat könnte man theoretisch bis zu zwölf Monate ins Gefängnis kommen. In diesem Fall entschied sich die Richterin für eine Geldstrafe, weil der Mann keine Vorstrafen hat. Er muss jetzt 4.800 Euro zahlen - verteilt auf 120 Tage.
Als falscher Anwalt ausgegeben
Laut Staatsanwaltschaft hatte sich der Mann vor Gericht als Anwalt ausgegeben, obwohl er seine Zulassung verloren hatte. Die wurde ihm entzogen, weil er keine Berufshaftpflichtversicherung abgeschlossen hatte. Die ist aber Pflicht für Anwältinnen und Anwälte in Deutschland. Als er dann irgendwann vor Gericht mal einen Fehler gemacht hatte und die Geschädigten kein Geld von einer Versicherung bekommen konnten, flog das Ganze auf.
Wer ist der Mann?
Wer der Mann ist, wo er herkommt und wie alt er ist - das alles bleibt zumindest für die Öffentlichkeit geheim. Die Begründung der Richterin auf Nachfrage: Weil der Mann nicht vor Gericht erschienen ist, kann er keine Angaben zu seiner Person machen. Diese liegen dem Gericht zwar vor, die Richterin darf sie aber nicht einfach so weitergeben.