
“Die Wunden werden heilen, aber die Narben werden bleiben”. Dieser Satz fiel gestern im Rahmen einer riesigen Pressekonferenz im Freudenberger Rathaus. In wenigen Tagen jährt sich der Tod der 12-jährigen Luise. Sie war im letzten März im Wald bei Freudenberg von zwei Freundinnen erstochen worden. Freudenbergs Bürgermeisterin Nicole Reschke gedachte Luise und ihrer Familie, übte aber auch scharfe Kritik an einigen Medien. Vor einem Jahr waren sogar Kinder in Freudenberg von Journalisten um ihre Meinung gebeten worden. Reschkes Fazit: Der Fall Luise hat Freudenberg verändert.
Inhaltlich Neues gab es gestern kaum. Einen Gedenkort für Luise wird es nicht geben. Pastsor Thomas Ijewski meinte dazu: “Wir werden die Erinnerung an Luise nicht in Stein meißeln, sondern im Herzen tragen”. Landrat Andreas Müller verteidigte auf der Pressekonferenz als Chef der Kreispolizeibehörde gleich mehrfach die Grenze der Strafmündigkeit in Deutschland. Sie liegt bei 14 Jahren und hatte dazu geführt, dass den Täterinnen nicht der Prozess gemacht werden konnte.
