
Heimische Abgeordnete suchen nun nach Wegen, um die wichtigen Gelder für uns zu sichern.
Bedrohung für Dörfer
Die Europäische Union überlegt, ihren Förderanteil für regionale Projekte ab dem Jahr 2028 von 80 auf nur noch 40 Prozent zu senken. Für Siegen-Wittgenstein könnte das bedeuten, dass viele geplante Ideen zur Aufwertung unserer Dörfer nicht mehr finanziert werden können. Die verbleibende Lücke müssten dann das Land, die Kommunen oder die Vereine selbst füllen.
„Es ist wichtig, dass der ländliche Raum nicht abgehängt wird, nur weil Gelder an der falschen Stelle eingespart werden.“ - Anke Fuchs-Dreisbach, Landtagsabgeordnete.
129 Projekte in SiWi
In den vergangenen Jahren wurden in unserer Region insgesamt 129 Projekte mit über zwölf Millionen Euro durch LEADER unterstützt. Dazu gehören wichtige Treffpunkte für Vereine, touristische Angebote und innovative Konzepte wie mobile Digitallabore. Ohne diese finanzielle Hilfe wären viele dieser ehrenamtlichen Initiativen vermutlich nie Wirklichkeit geworden.
„Wir wissen, wie wichtig diese Fördergelder sind und können versprechen, dass LEADER in unserer Landespolitik diskutiert wird.“ - Jens Kamieth, Landtagsabgeordneter.
Politik kämpft um Geld
Vertreter der heimischen LEADER-Regionen haben sich nun mit Abgeordneten aus dem Land- und Bundestag zusammengesetzt, um über die Krise zu beraten. Die Politiker versprachen, sich in Berlin und Düsseldorf für den Erhalt der bisherigen Fördersummen einzusetzen. Es gilt zu verhindern, dass die Menschen im ländlichen Raum durch die Sparpläne den Anschluss verlieren.
„LEADER ist ein tolles Instrument, welches unfassbar viel möglich gemacht hat.“ - Benedikt Büdenbender, Bundestagsabgeordneter.