
Dieser brutale Raubüberfall hatte Schlagzeilen gemacht: im Februar 2020 waren zwei Männer in Lennestadt nachts ins Haus einer Rentnerin eingedrungen. Mit brutalen Methoden zwangen sie die Frau zur Herausgabe von Geld und Schmuck. Das Verbrechen war auch von der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY ungelöst“ aufgegriffen worden. Seit heute steht ein 58-jähriger Franzose vor dem Landgericht in Siegen. Ihm wird unteranderem schwerer Raub und Freiheitsberaubung vorgeworfen. Zusammen mit einem noch unbekannten Mittäter soll er die damals 82-jährige Frau ausgeraubt, bedroht und gefesselt haben. Sie Bargeld, Schmuck und Taschen im Wert von rund 76 000 Euro erbeutet haben – davon fehlt bislang jede Spur. Er sei vor seiner Verhaftung nie in Deutschland gewesen – das behauptete die Verteidigung über den angeklagten Franzosen. Dennoch passt die DNA am Tatort des Raubs zu dem 58-jährigen. Das erklärte der Verteidiger so: Dem Mann sei in Frankreich von zwei Männern eine Tasche mit Arbeitskleidung gestohlen worden. Identifizieren konnte das Opfer den Angeklagten nicht. In der Tatnacht sei es zu dunkel gewesen. Mit einem Urteil wird nächste Woche Mittwoch gerechnet.