
Das Siegener Traditionsunternehmen Flender Rohr hat erneut Insolvenz angemeldet. Schon 2015 musste die Firma Insolvenz beantragen. Am Standort Siegen werden Stahlrohre und Profile gefertigt, die u.a. in der Gasindustrie und bei Fernwärme eingesetzt werden. Das Unternehmen nennt mehrere Gründe für die Insolvenz. Durch die Schutzzölle von US-Präsident Donald Trump konnte der Markt in Nordamerika nicht weiter ausgebaut werden. Dazu kamen laut Flender Rohr neue Wettbewerber aus Osteuropa und Preisunterschiede beim Vormaterial. Schon 2018 hatte die Firma Aufträge verloren. Die Stahlkrise führte dann im aktuellen Geschäftsjahr zu einem Zusammenbruch der Nachfrage. Im Moment sind bei Flender Rohr 147 Mitarbeiter angestellt. Der Fokus liege nun darauf, zügig einen Investor zu finden und neue Märkte zu erschließen, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens.