
Erndtebrücker Haushalt nicht so gut wie es scheint
Der Gemeinde Erndtebrück geht es gut. Sie hat trotz Corona im letzten Jahr gut 1,6 Millionen Euro mehr eingenommen als erwartet. Auch in diesem Jahr sei schon viel mehr in die Gemeindekasse geflossen als veranschlagt, so Kämmerer Thomas Müsse gestern Abend im Erndtebrücker Rat.
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Aktuell sprudelt die Gewerbesteuer und auch die gestiegenen Hebesätze für kommunale Steuern schlagen zu Buche. Trotzdem warnt Kämmerer Thomas Müsse, die Zahlen würden täuschen. Auf Erndtebrück kämen finanziell harte Zeiten zu. Laut dem Kämmerer werde 2023 ein Schicksalsjahr für die Gemeinde, denn nach zehn Jahren in der Haushaltssicherung müsse Ende des nächsten Jahres mindestens eine schwarze Null stehen. Das werde angesichts explodierender Energiepreise, der Inflation, einer steil steigenden Kreisumlage und unwägbarer Wirtschaftsentwicklung schwer. Sollte die Gemeinde ihr Ziel nicht erreichen, regiert in Erndtebrück das Land NRW und nicht mehr der Rat.