
Erleichterung bei einem Siegener Vater: er muss nun seinen Führerschein doch nicht abgeben. Das hat das Oberlandesgericht Hamm entschieden. Was war passiert? Mitte Januar hatte der 32jährige Siegener seine akut krank gewordene kleine Tochter mit dem eigenen Auto zur DRK-Kinderklinik gefahren. Auf der Eiserfelder Straße wurde er an einem Starenkasten geblitzt – mit Tempo 82 bei erlaubten 50 Stundenkilometern. Gegen den Bußgeldbescheid der Kreisverwaltung wehrte sich der Autofahrer. Vom Amtsgericht Siegen wurde der 32jährige im Mai zu 260 Euro Strafe und einem Monat Fahrverbot verurteilt. Der Anwalt des Siegeners legte Beschwerde gegen das Urteil ein. Mit Erfolg: Das Oberlandesgericht Hamm hat das Urteil zum Teil aufgehoben. Laut Pressesprecher Jörg Feldmann bleibt es bei dem Bußgeld, doch es gibt kein Fahrverbot mehr. Der 32jährige sei aus „väterlicher Sorge“ zu schnell gefahren, nicht aus „grobem Lichtsinn“.