
Entscheidung über Siegener Hallenbäder rückt näher
Die Siegener Kommunalpolitik diskutiert weiter über die Hallenbäder in Siegen. Gibt es künftig nur noch ein zentrales Hallenbad in Weidenau oder bleibt auch das Eiserfelder Bad erhalten? Gutachter empfehlen der Stadt das Zentralbad, CDU und nun auch SPD sehen das anders.
Veröffentlicht: Dienstag, 21.03.2023 14:17
Wird es in Siegen künftig nur noch ein zentrales Hallenbad in Weidenau geben oder hat auch das Bad in Eiserfeld noch eine Chance? Über diese Frage wird aktuell heftig diskutiert. Die CDU hatte sich bereits für eine Zwei-Bäder-Lösung ausgesprochen, nun zieht die SPD nach. In ihrer Fraktionssitzung gestern Abend hat sie sich entschieden: “Wir sprechen uns klar für eine Lösung mit zwei Bäderstandorten in Weidenau und Eiserfeld aus”, heißt es von der Fraktion. Dabei spielt u.a. das Thema Schulschwimmen eine Rolle. Es sei in zwei Bädern besser umzusetzen. Das sieht auch die Bürgerinitiative so, die das Bad in Eiserfeld unbedingt erhalten möchte. Gutachter empfehlen der Stadt dagegen, es zugunsten eines neuen Zentralbads in Weidenau zu schließen. Anfang Mai soll im Rat eine endgültige Entscheidung fallen. Heute in einer Woche spricht der Sportausschuss über das Thema.
Teuer wird es so oder so: Das Zentralbad kostet brutto rund 58 Millionen Euro fällig. Die Zwei-Bäder-Lösung schlägt mit 62 Millionen zu Buche. Das ist auch der SPD bewusst. "Dies wird den Haushalt der Stadt Siegen enorm belasten, das muss allen klar sein", so SPD-Vorsitzender Detlef Rujanski. Gerade als familien- und vereinsfreundliche Stadt müsse man sich aber zwei Standorte für die Hallenbäder leisten.