
Familie Muradi aus Aue-Wingeshausen kann jetzt doch in Deutschland bleiben. Das hat die Kreisverwaltung auf Radio Siegen-Nachfrage bestätigt. Ein Sprecher sagte uns, die Härtefallkommission des NRW-Landtags habe nach mehrwöchigen Beratungen entschieden, dass die Familie trotz fehlender Papiere bleiben könne. Familienvater Elvin Muradi, seine Frau und die beiden Kinder bekommen jetzt den elektronischen Aufenthaltstitel eAT. Dieser erlaubt es Elvin und seiner Frau etwa, eine Ausbildung zu machen. Der Entscheidung heute vorausgegangen war ein Hin und Her zwischen der Kreis-Ausländerbehörde und dem Dorfverein Aue-Wingeshausen, der sich für die Familie einsetzt. Familie Muradi war mehrfach aufgefordert worden, Deutschland zu verlassen. Im Februar war Mutter Sevine Muradi sogar in der Ausländerbehörde kurzzeitig festgenommen worden.