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Ein Klassenraum weniger in Kreuztal
© Bernd Müller (Archivfoto)
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Ein Klassenraum weniger in Kreuztal

Der Stadtrat in Kreuztal hat über Einsparungen beim Großprojekt Bürgerforum und der Erweiterung des Schulzentrums entschieden. Ein geplanter Klassenraum wird nun gestrichen, um die Kosten der Stadtverwaltung zu senken.

Veröffentlicht: Freitag, 24.04.2026 03:16

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Im Bereich des Bürgerforums werden hingegen vorerst keine Sparmaßnahmen umgesetzt.

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Knappes Votum für Rotstift

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Der Rat der Stadt Kreuztal hat sich am Donnerstagabend (23.04.) für eine Einsparung am Schulzentrum ausgesprochen. Konkret geht es um einen zusätzlichen Klassenraum auf der vierten Ebene. Die SPD-Fraktion wollte diesen Raum erhalten, um die Kapazitäten der Schule voll auszuschöpfen. Letztlich stimmte die Mehrheit jedoch für den Vorschlag der Verwaltung, den Raum zu streichen. Mit 20 zu 18 Stimmen fiel das Ergebnis dabei denkbar knapp aus. Durch diesen Schritt spart die Stadt nach eigener Aussage rund 150.000 Euro ein.

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Kostenexplosion

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Die Suche nach Einsparungen hat eine längere Vorgeschichte im Kreuztaler Rathaus. Bereits im Januar 2026 sorgte das Projekt für eine mehr als fünfstündige Marathonsitzung im Rat. Damals wurde bekannt, dass die geschätzten Kosten um neun Millionen Euro gestiegen waren. Insgesamt belaufen sich die Kosten für das Bauvorhaben nun auf über 26 Millionen Euro. Die CDU hatte damals sogar einen Bürgerentscheid gefordert, was jedoch abgelehnt wurde. Seitdem steht das Projekt unter einem besonderen Fokus beim Kosten-Controlling.

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Vorteile und Fördergelder

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Der Verzicht auf den Klassenraum bringt laut Verwaltung auch technische Vorteile mit sich. So muss keine komplizierte Gebäudetrennfuge überbaut werden, was spätere Risiken am Bau minimiert. Trotz der Streichung bleibt das beschlossene Raumprogramm vollständig erfüllt. Auch für die Zukunft bleibt die Planung flexibel, da später bis zu drei weitere Räume angebaut werden könnten. Andere Sparvorschläge, wie der Verzicht auf neue Bodenbeläge, wurden vom Rat abgelehnt. Damit möchte die Stadt sicherstellen, dass wichtige Fördergelder vom Land nicht gefährdet werden.

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