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Ehemaliger Jugendtrainer aus Wilnsdorf doppelt angeklagt
© Bernd Müller
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Ehemaliger Jugendtrainer aus Wilnsdorf doppelt angeklagt

Verbreitung pornographischer Inhalte von Minderjährigen und versuchte Vergewaltigung - u.a. deshalb ist ein ehemaliger Fußball-Jugendtrainer vor dem Siegener Amtsgericht angeklagt.

Veröffentlicht: Mittwoch, 11.03.2026 15:25

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Ein heute 27-jähriger Mann musste sich am Mittwoch (11.03.) für zwei Taten vor dem Siegener Amtsgericht verantworten. Eine Tat räumt er sofort ein - der geladene Zeuge muss gar nicht erst aussagen. Die zweite Tat bestreitet er vehement. Es folgt eine stundenlange Verhandlung, die nächste Woche fortgesetzt wird.

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Nacktbilder auf Snapchat

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Im Februar 2022 soll der damalige Jugendtrainer eines Wilnsdorfer Fußballvereins mit einem 16-jährigen Spieler per Snapchat gechattet haben. Dabei soll es laut Anklage der Staatsanwaltschaft zur Verbreitung pornographischer Inhalte von Minderjährigen gekommen sein. Das räumt der Angeklagte ohne Kommentar sofort ein.

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Erzwungener "3er"

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Ein Jahr später, im November 2023, habe sich der Angeklagte dann mit drei Freunden zum Fußballschauen getroffen. Im Anschluss seien die vier in einen Siegener Nachtclub gegangen.

Dort ist dann die damalige Liebesbekanntschaft des Angeklagten dazugestoßen. Laut verlesener Chats habe der Angeklagte mit einem seiner Spieler den Plan eines ""Dreiers" geschnürt.

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Überraschung im Bett

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Nach einer alkoholreichen Partynacht wollten die vier Männer und die junge Frau in der Wohnung des Angeklagten in Netphen-Salchendorf übernachten. Der Plan des Trainers und eines Kumpels sah jedoch mehr als eine Übernachtung vor: Laut den Chats wollten sie zusammen mit der jungen Frau schlafen. Diese habe davon nichts gewusst und sei erschrocken gewesen, als im Bett plötzlich zwei Männer gelegen haben, so die junge Frau.

Dort soll es neben Küssen auch zu intimen Berührungen gekommen sein. Die Frau fühlte sich nach eigenen Angaben überrumpelt und wollte keinen Sex - sie begann zu weinen. Im Laufe der Nacht flüchtete sie aus der Wohnung und rief die Polizei.

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"Er meinte das nicht böse"

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Der Polizei gegenüber gab die junge Frau an, dass der Angeklagte ihr sicher nichts böses wollte - sie sich aber trotzdem unwohl gefühlt habe. Der 27-jährige streitet eine versuchte Vergewaltigung vehement ab.

Radio Siegen Reporter Max Schepp war als Reporter im Gericht.

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Max Schepp
Vergewaltigung "dreiste Lüge"
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