
Bis zu 220 Millionen Euro - so viel könnte eine dritte Trinkwassertalsperre für Siegen-Wittgenstein kosten. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung, die gestern Abend im Kreis- Umweltausschuss vorgestellt wurde. Nötig ist sie demnach u.a., weil sich der Trinkwasserverbrauch im Kreis schon seit einigen Jahren erhöht. Gleichzeitig wird das bestehende Angebot abnehmen, sodass sich bis zum Jahr 2030 die Bedarfslücke auf rund zwei Millionen Kubikmetern erhöhen wird. Die Talsperren Obernau und Breitenbach würden dann nicht mehr ausreichen. Wo genau eine dritte Talsperre entstehen könnte, ist noch unklar. Am ehesten eignet sich laut Untersuchung das „Truftetal“ bei Berghausen. Hier sei am meisten Platz und der Eingriff in die Natur am geringsten - im Vergleich zum „Elberndorftal“ zwischen Erndtebrück und Hilchenbach, das ebenfalls untersucht wurde. Darüber, wie es jetzt weitergeht, will die Kreispolitik im Sommer entscheiden.