
Die Stadt Bad Berleburg will vom Windkraft-Boom profitieren. Den Widerstand gegen den Ausbau der Windenergie hat die Kommune weitgehend aufgegeben. Gesetzliche Vorgaben zur Förderung erneuerbarer Energien beschränken die kommunale Planungshoheit zum Beispiel bei der Ausweisung von Windkraftflächen. Bad Berleburg will nun mitverdienen. Im Bauausschuss ging es am Abend um Summen und Investitionen. Es gibt Pläne für rund 50 Windräder auf Bad Berleburger Stadtgebiet. Pro Anlage sei mit etwa 100 000 Euro Ersatzgeld zu rechnen, hieß es. Das werde fällig, wenn Eingriffe in die Natur nicht zeitnah ausgeglichen würden. Diese Gelder könnten eingesetzt werden für die Wiederbewaldung, sogar zur Beseitigung fremder Pflanzenarten wie der Herkules-Staude oder den städtebaulichen Ausbau des Odeborn-Ufers am Markt. Bad Berleburg will noch mehr: über Bürgerbeteiligungen oder Kilowatt-Abgaben werde bereits gesprochen.