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Die A 45 bei Lüdenscheid wird noch für Jahre gesperrt bleiben
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Die A 45 bei Lüdenscheid wird noch für Jahre gesperrt bleiben

Die marode Rahmedetalbrücke der Sauerlandlinie wird nie wieder für den Verkehr freigegeben. Das Bauwerk ist derart stark beschädigt, dass sich eine Sanierung nicht lohnt, sagt die Autobahn GmbH. 

Veröffentlicht: Freitag, 07.01.2022 12:26

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Die Konsequenz: Die A 45 bei Lüdenscheid wird für mehrere Jahre bis zum Bau einer neuen Brücke komplett gesperrt bleiben. Das hat die Autobahn GmbH bei einer Pressekonferenz bekannt gegeben. Die Sauerlandlinie ist eine Hauptschlagader für die Wirtschaftsregion Südwestfalen und damit auch für Siegen-Wittgenstein.

Der ursprüngliche Plan war, die Brücke innerhalb von drei bis vier Monaten soweit fit zu machen, dass sie zumindest von Fahrzeugen bis zu einem Gesamtgewicht bis 3,5 Tonnen wieder befahren werden könnte. Lkw sollten mittels einer Schranke von einer Weiterfahrt abgehalten werden. In den vergangenen Wochen wurden aber weitere Schäden an der Brücke entdeckt, sodass die Autobahn GmbH nun die Reißleine ziehen musste.

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Neue Schäden entdeckt

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Bei einer eingehenden Untersuchung nach der Sperrung wurden weitere Schäden entdeckt. Neben den schon bekannten Verformungen an einem tragenden Stahlteil habe man Risse an Längsträgern und erhebliche Korrosionsschäden entdeckt, heißt es von der Autobahn GmbH.

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Nicht einmal Prüfungen mehr möglich

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Die Schäden seien so gravierend, dass nicht einmal weitere Untersuchungen an der Brücke möglich sind. Ein Messfahrzeug oder ein Bautrupp könnten schon ernsthaft in Gefahr sein. Ohne Belastung der Brücke bestehe aber keine Einsturzgefahr.

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Neubau muss her

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Wegen der Schäden muss die Brücke komplett neu gebaut werden. Das kann dauern. "Wenn wir in fünf Jahren eine neue Brücke stehen haben, haben wir schon Rekordzeit geschafft", sagt Elfriede Sauerwein-Braksiek, die Leiterin der Niederlassung Westfalen der Autobahn GmbH. Alle Zuständigen bis hin zu Bundesverkehrsminister Wissing würden an einer Beschleunigung des Neubaus arbeiten, sagt sie weiter.

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