
In der Diskussion um angeblich negative Folgen von Impfungen bezieht nun auch die Diakonie in Südwestfalen Stellung. Ein Oberarzt des St. Marien-Krankenhauses in Siegen hatte am Montag auf einer Demo von schweren Komplikationen nach Corona-Impfungen gesprochen. Dem hat das St-Marien-Krankenhaus deutlich widersprochen und dem widerspricht nun auch die Diakonie. Der Arzt hatte behauptet, seit zwei Jahren gebe es viele Lungenembolien, die er auf die Corona-Impfungen zurückführe. Dem widerspricht die Marien Gesellschaft. Man habe sich die Patientendaten seit 2018 angesehen und keine signifikante Häufung von Lungenembolien festgestellt – auch nicht seit dem Start der Impfkampagne. Das bestätigt auch die Diakonie. Die Ausführungen des Oberarztes seien wissenschaftlich medizinisch nicht haltbar, so Dr. Josef Rosenbauer. Er ist Geschäftsführer der Diakonie und des Siegener Jung-Stilling-Krankenhauses. Man habe sich intensiv mit dem Thema beschäftigt und keine Anhaltspunkte für Auffälligkeiten gefunden. Das Impfen sei im Kampf gegen die Pandemie zu wichtig, um es mit haltlosen Behauptungen in Misskredit zu bringen, so Rosenbauer.