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Der Lachs soll zurück ins Siegerland
© Max Schepp
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Der Lachs soll zurück ins Siegerland

Die Wehranlage in der Kaan Marienborner Weiß wird noch dieses Jahr abgerissen. Die etwa drei Meter hohe Betonkante im Flussbett verhindert unter anderem, dass Fische flussaufwärts schwimmen können. 

Veröffentlicht: Mittwoch, 13.04.2022 14:14

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Eine Fischrampe im Flussbett der Weiß ermöglicht es unter anderem dem Lachs bald wieder den Weg ins Siegerland zu finden. Bisher fließt das Wasser der Weiß an der Lother-Irle Straße in Kaan Marienborn durch eine alte Wehranlage. Die Wehr ist eine ca. drei Meter hohe Betonkante, an der das Wasser wie an einem Wasserfall runterfällt. Was sich nach idyllischem Wasserplätschern anhört, klingt in Wahrheit weniger schön. Die Betonmauern der Wehranlage sind von grünem Moos überzogen und im Flussbett sammeln sich Abfälle. Durch die Wehr leidet die Wasserqualität und Fische können nicht in beide Richtungen des Flusses schwimmen. Aufgrund der hohen Betonkante sind die Fische unterhalb der Wehr gefangen und können nur bergabwärts schwimmen. Der Zustand soll sich jetzt ändern. Die Wehranlage wird abgerissen und stattdessen eine 100 Meter lange Rampe gebaut. Die Rampe bekommt eine minimale Steigung, mit der der Höhenunterschied überwunden werden kann. Gleichzeitig ist die Steigung flach genug, damit die Fische den Fluss hochschwimmen können.

Während der Bauarbeiten wird das Flusswasser mit einem Wasserheber in eine Stahlleitung geschleust. Durch die Leitung wird das Wasser an der Baustelle vorbeigeleitet, sodass die Arbeiter die Wehr ungefährdet abreißen und die Rampe bauen können. An einer Stelle weiter unten wird das Wasser wieder zurück in die Weiß geleitet. Der Verlauf des Flusses wird in dem Zuge angepasst: Die Weiß wird ab der Wehranlage demnächst in leichten „Schlangenlinien“ bis zur Weiß-Brücke fließen. Am Flussufer werden Pflanzen wir Röhricht gepflanzt, um die Flussregion an der Lother-Irle Straße wieder ansehnlich zu machen.

Das Bauprojekt wird ca. 1,2 Millionen Euro kosten. Einen Großteil des Betrages übernimmt das Land NRW. Dazu beteiligt sich die Fischereigenossenschaft Siegen mit zehntausend Euro an den Baumaßnahmen. Das Projekt soll bereits im diesjährigen Oktober fertiggestellt sein.

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