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Demonstration in Duisburg
© Radio Siegen (Archivfoto)
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Demonstration in Duisburg

Veröffentlicht: Dienstag, 03.12.2019 14:49

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Bei den Stahlarbeitern von ThyssenKrupp wächst die Wut. Vor einer Aufsichtsratssitzung der Stahlsparte des angeschlagenen Industriekonzerns machten sie heute ihrem Unmut lautstark Luft und forderten den Erhalt ihrer Arbeitsplätze. ThyssenKrupp will bis zu 2000 der insgesamt 27 000 Arbeitsplätze beim Stahl abbauen. Ein Tarifvertrag, der betriebsbedingte Kündigungen ausschließt, läuft Ende des Jahres aus. Nach Angaben der IG Metall waren 6000 Mitarbeiter vor das Verwaltungsgebäude von ThyssenKrupp Steel in Duisburg gezogen – darunter auch 300 aus dem Siegerland. Redner von IG Metall und Betriebsrat warfen dem Management vor, jahrelang notwendige Investitionen unterlassen zu haben. „Der Stahlbereich ist durch fehlende Investitionen der letzten Jahre regelrecht ausgehungert“, sagte der frühere IG-Metall-Vorsitzende Detlef Wetzel, der stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender bei ThyssenKrupp Steel ist. Zu der Kundgebung waren Thyssenkrupp-Beschäftigte aus ganz Nordrhein-Westfalen nach Duisburg gekommen. Michael Faust war aus dem Siegerland angereist, wo er in der Bandbeschichtungsanlage von ThyssenKrupp arbeitet. „Die Stimmung unter den Kollegen ist schlecht“, berichtete er. „Vom Vorstand gibt es keine klaren Aussagen zur Zukunft“. (dpa)

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