Demo gegen Rechts in Siegen

© Simon Volkmann

Das antifaschistische Bündnis „Siegen gegen Rechts“ hat am Freitagabend zu einem Demonstrationszug durch Siegen mit einer Kundgebung aufgerufen. Hintergrund ist die Neueröffnung eines Parteibüros der rechtsextremistischen Partei „Der III. Weg“ in der Siegener Schlachthausstraße. Auf dem Parkplatz der Siegerlandhalle hatten sich rund 1000 Demonstranten versammelt. Dabei wurde selbstverständlich auch auf die Einhaltung der Corona-Schutzbestimmungen geachtet. Ein Mund- und Nasenschutz musste getragen werden und die Veranstalter hatten mit Kreide Markierungen auf den Boden gemalt, um den Mindestabstand sicherzustellen. Gegen 17.30 Uhr versammelten sich die Teilnehmer des Aktionsbündnisses „Siegen gegen Rechts“ auf dem Parkplatz der Siegerlandhalle. Mit rund einstündiger Verspätung setzte sich dann auch ein Demonstrationszug in Gang. Weil weit mehr als die ursprünglich geplanten 400 Teilnehmer dabei waren, musste die Polizei die Strecke des Zugs aus Sicherheitsgründen über die Koblenzer Straße leiten. Dabei wurde eine Fensterscheibe durch einen Flaschenwurf der Demonstranten beschädigt. Insgesamt zog die Polizei aber ein positives Fazit: Die Versammlung verlief friedlich. Die Eröffnung des Parteibüros hatte bereits in den letzten Tagen für viel Furore gesorgt. Unter anderem hatten Landrat Andreas Müller und Siegens Bürgermeister Steffen Mues in einem gemeinsamen offenen Brief betont, dass für der „Der III. Weg“ in Siegen kein Platz ist.

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