
Dem Wald in Siegen-Wittgenstein geht es etwas besser
In diesem Jahr hat es in Siegen-Wittgenstein mehr geregnet als in den Jahren davor. Dem Wald, der in den letzten Jahren von Trockenheit und Borkenkäfer gebeutelt war, tut das gut. Das hat Manfred Gertz, Leiter des Siegen-Wittgensteiner Forstamtes, im Radio Siegen-Interview erzählt.
Veröffentlicht: Montag, 27.12.2021 15:43
Besonders betroffen von den Schäden der letzten Jahren ist die Fichte. Zusammenhängende Bestände gebe es laut Gertz hier nur noch rund um den "Kreuztaler Kindelsberg" sowie im "Grenzgebiet Wittgenstein/Hochsauerland". Endgültig verloren sind aber auch die Kahlflächen noch nicht - für die jüngeren Baumgenerationen hat Gertz noch Hoffnungen; Voraussetzung: Es wird gut und viel regnen. Privaten Waldbesitzern rät Gertz trotzdem, in Zukunft mehr auf Mischwald zu setzen.
Neben der Fichte sind laut Gertz auch andere Baumarten in Siegen-Wittgenstein von der Trockenheit betroffen, v.a. Altbuchen, Douglasien, Buchen und Eschen. Die Eiche hingegen habe sich erstaunlich resistent gezeigt, so Gertz.
Für das nächste Jahr wünscht sich Gertz viel Regen, damit sich der Wald weiter erholen kann. Bis der Wald aber wieder so aussieht wie vor der großen Trockenheit der letzten Jahre, werde es noch rund 50-60 Jahre dauern.