
Die Corona-Krise setzt der Stadt Siegen ziemlich zu. Das ist gestern Abend im Rat deutlich geworden. Kämmerer Wolfgang Cavelius gab einen Überblick über die finanziellen Folgen für die Stadt: Eigentlich war für 2020 ein Haushaltsdefizit von 6,8 Millionen Euro geplant, Cavelius rechnet mittlerweile mit einem Minus im zweistelligen Millionenbereich. Besonders groß werden die Verluste bei den Steuereinnahmen sein. Bei der Gewerbesteuer steht jetzt schon ein Loch von 12 Millionen Euro im Vergleich zum letzten Jahr. Auch bei der Einkommens- und Umsatzsteuer wird es hohe Verluste geben. Trotzdem möchte die Stadt den Gastronomen und Einzelhändlern durch die Krise helfen. Der Rat hat daher beschlossen, dass bis September keine Gebühren für Außengastronomie und Warenauslagen anfallen. Die Ratssitzung fand unter strengen Hygienevorschriften in der Siegerlandhalle statt.