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Corona kostet den Kreis mehrere Millionen
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Corona kostet den Kreis mehrere Millionen

Der Kreis Siegen-Wittgenstein rechnet für das laufende Jahr mit einer Neuverschuldung in Höhe von rund 7,5 Millionen Euro. Aber es sind auch Investitionen geplant. 59,2 Millionen Euro - trotz Corona-Krise ein Rekord bei den Investitionen für dieses Jahr, so Landrat Andreas Müller. 

Veröffentlicht: Freitag, 19.02.2021 16:37

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Der Kreis Siegen-Wittgenstein rechnet für das laufende Jahr mit einer Neuverschuldung in Höhe von rund 7,5 Millionen Euro. Das haben Landrat Andreas Müller und Kreiskämmerer Thomas Damm heute Vormittag mitgeteilt. Insgesamt plant die Kreisverwaltung mit Ausgaben in Höhe von rund 476 Millionen Euro. Ein Großteil davon, nämlich rund 70 Prozent, entfällt naturgemäß auf Sozialleistungen. Aber es sind auch Investitionen geplant. 59,2 Millionen Euro - trotz Corona-Krise ein Rekord bei den Investitionen für dieses Jahr, so Landrat Andreas Müller. Den größten Posten belegt mit rund 21,5 Millionen Euro der weitere Breitbandausbau. Wenn alles nach Plan läuft, soll hier bereits in der zweiten Jahreshälfte mit weiteren Arbeiten begonnen werden. Weitere 27 Millionen Euro sollen in den Aus-, Neu- und Anbau von Kreisstraßen, Rettungswachen und der Fludersbacher Deponie fließen. Weitere Investitionsschwerpunkte: Das 1000-Dächer-Programm und bauliche Weiterentwicklungen der Berufskollegs.

Wegen Corona rechnet der Kreis in diesem Jahr aber auch mit finanziellen Einbußen in Höhe von rund acht Millionen Euro. Nach jetzigem Stand könne dieser Schaden aber bereits im Jahr 2024 wieder ausgeglichen sein. In den Kommunen sieht die Situation schlechter aus. Deshalb hatte die Bürgermeisterkonferenz gefordert, die Kreisumlage um vier Prozentpunkt zu senken. Doch daraus scheint nichts zu werden. Noch ist das letzte Wort in dieser Angelegenheit zwar nicht gesprochen - der Kreistag muss dem Haushalt in genau einem Monat erst noch zustimmen -, trotzdem sieht es danach aus, als ob die Kreisumlage weiterhin bei 36,3 Prozent liegen wird. Bei der Umlage handelt es sich um den Geldbetrag, den die Kommunen jährlich an den Kreis überweisen müssen. Eine Senkung um vier Prozentpunkt sei illusorisch, so Kreiskämmerer Damm. Denn dadurch würde sich das Defizit des Kreises um 7,5 Millionen Euro verdoppeln. Außerdem, so Damm weiter, würden sich jedes Jahr die gesetzlichen Pflichtausgaben im Sozialbereich für den Kreis erhöhen.

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