
Großeinsatz über zwölf Stunden für die Feuerwehr am Samstag in der „Wallachei“ in Bad Laasphe. Rund 100 Kräfte aus ganz Wittgenstein rückten an die „Bienhecke“ aus. In der Galvanik bei EJOT hatte sich morgens eine chemische Reaktion ereignet. In der Umgebung roch es streng nach Chlor. Bei Arbeiten mit einem Behälter für Industriechemikalien war aus ungeklärter Ursache Chlorgas entstanden. Die Feuerwehr verschloss den Behälter, um eine weitere Ausbreitung des stechend riechenden Gases zu verhindern.
Der Chemikalienbehälter drohte zu bersten, da der Stoff darin immer weiter reagierte. Einsatzkräfte mit schweren Chemikalienanzügen versuchten, die knapp 1000 Liter der Flüssigkeit in verschiedene Behälter aufzuteilen und mit einer anderen Chemikalie zu neutralisieren. Das misslang. Die Flüssigkeit wurde dann immer weiter verdünnt, bevor sie von einem Spezialunternehmen abtransportiert wurde.
Ein EJOT-Mitarbeiter wurde mit Verdacht auf Chlorgasvergiftung in ein Krankenhaus gebracht. Für die Bevölkerung habe keine Gefahr bestanden, versicherten Feuerwehr-Einsatzleiter Dirk Höbener und EJOT-Sprecher Andreas Wolf im Gespräch mit Radio Siegen. Das Unternehmen EJOT dankte der Freiwilligen Feuerwehr aus Bad Laasphe und dem ABC-Zug Wittgenstein für die Unterstützung und eine vorbildliche Einsatzbereitschaft, die von Umsicht und Professionalität geprägt war.