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Burbach-Prozess: Beamte sagen aus
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Burbach-Prozess: Beamte sagen aus

Im "Burbach-Prozess" haben heute mehrere Polizeibeamte ausgesagt. Nächste Woche wird der Prozess fortgesetzt.

Veröffentlicht: Montag, 27.07.2020 13:50

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Vor sechs Jahren sollen Bewohner der Flüchtlingsunterkunft in Burbach von Sicherheitsleuten geschlagen und gedemütigt worden sein. Zehn Männer müssen sich dafür im so genannten „Burbach-Prozess“ vor der Ersten Großen Strafkammer des Siegener Landgerichts verantworten. Die Kammer hat heute mehrere Polizeibeamte als Zeugen befragt. Es ging auch um die Ermittlungen unmittelbar nach Bekanntwerden der Misshandlungsvorwürfe. Ein Beamter sagte heute aus, die Polizei sei durch die Unterkunft gegangen, habe Bewohner gefragt, wer etwas von Gewalt in der Flüchtlingsunterkunft mitbekommen habe. Dann hätten sich Personen gemeldet und ihre Erlebnisse geschildert. Einer soll ausgesagt haben, er habe von einem Wachmann im Fernsehraum eine Backpfeife bekommen, weil er dort geraucht hatte. Ein anderer soll in den Wachcontainer geschleppt und dort geschlagen worden sein. Wieder ein anderer berichtete von einem Zwischenfall bei der Essensausgabe, der zu Streit mit den Wachleuten geführt habe. Die angeblichen Täter wurden auf Fotos wiedererkannt und z.B. „der Hurensohn mit Tätowierungen“ genannt. Der Prozess wird nächste Woche Mittwoch fortgesetzt.

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