
Ein Nachtragshaushalt soll das finanzielle Loch in der Gemeinde jetzt ausgleichen.
Massive Mindereinnahmen
In Burbach fehlen im laufenden Jahr fast 45 Prozent der geplanten Gewerbesteuereinnahmen. Statt der veranschlagten 22 Millionen Euro rechnet die Verwaltung aktuell nur noch mit zwölf Millionen Euro. Das teilten Bürgermeister Jonas Becker und Kämmerin Kirsten Herr am Donnerstag (25.06.) im Haupt- und Finanzausschuss mit.
Gründe für das Defizit
Die globale Wirtschaftslage wirkt sich laut Verwaltung stark negativ auf die Unternehmen vor Ort aus. Betroffen seien dabei nicht nur einzelne Betriebe, sondern eine breite Palette an Firmen in der Gemeinde. Viele der in Burbach ansässigen Unternehmen agieren international und spüren weltweite Krisen deutlich.
„Der Gewerbesteuereinbruch ist nicht etwa die Folge von Mindereinnahmen nur eines oder vereinzelter Unternehmen.“ - Jonas Becker, Bürgermeister
Sparpläne im Rathaus
Um das finanzielle Loch zu stopfen, erarbeitet der zuständige Fachbereich nun bis September einen Nachtragshaushalt. Die Verwaltung prüft aktuell alle Bereiche, um Ausgaben und Aufwendungen so weit wie möglich zu reduzieren. Diese Maßnahmen sollen die Gemeinde trotz der schwierigen Lage weiterhin handlungsfähig halten.
„Dabei hatten wir schon aufgrund der unsicheren Wirtschaftslage im vergangenen Jahr bewusst konservativ gerechnet.“ - Jonas Becker, Bürgermeister
Fokus auf Prioritäten
Bürgermeister Jonas Becker kündigte an, dass künftige Investitionen einer intensiven Prüfung unterzogen werden. Es sei unwahrscheinlich, dass in Burbach weiterhin mehrere Großprojekte gleichzeitig realisiert werden können. Stattdessen wird eine längerfristige Planung notwendig, um die Gemeindeentwicklung nachhaltig zu sichern.
„Jetzt zeigt sich, dass die Vielzahl an Maßnahmen der jüngeren Vergangenheit zur positiven Gemeindeentwicklung nicht selbstverständlich waren.“ - Jonas Becker, Bürgermeister