
Mit großer Mehrheit hat der Freudenberger Rat am Abend das endgültige Aus für das geplante Gewerbe- und Industriegebiet „Wilhelmshöhe Nord“ auf dem Ischeroth beschlossen. Die SPD-Fraktion hatte den Antrag gestellt. Freudenberg will künftig auf kleinere Erschließungen setzen, die dem Bedarf der Betriebe angepasst sind. Die FDP kritisierte das „Aus“ für neue Gewerbeflächen. Die CDU warnte davor, dass Unternehmen aus Freudenberg abwandern könnten. Grünen-Fraktionschef Erik Stinner erinnerte an die jahrelange Gegenwehr eines breiten Bündnisses aus Bürgerinitiative, Naturschutzverbänden, Vereinen und Parteien. Letztlich habe man aber die meisten Planer und Befürworter des Gewerbegebiets vom Erhalt des Naturreservoirs auf dem Ischeroth überzeugt. Bürgermeisterin Nicole Reschke wies darauf hin, dass es für die Stadt Freudenberg künftig wohl nicht einfach werden dürfte, mit der Bezirksregierung Arnsberg Verhandlungen über die Ausweisung neuer Wohn- oder Gewerbeflächen zu führen.