
Brauereien in Siegen-Wittgenstein kämpfen mit Corona und Ukraine-Krieg
Erst weniger Kunden wegen Corona, jetzt gestiegene Preise wegen des Ukraine-Kriegs. Viele Branchen rutschen seit zwei Jahren von einer Krise in die nächste. Davon betroffen sind auch die Brauereien in Siegen-Wittgenstein.
Veröffentlicht: Freitag, 22.04.2022 05:39
„Die Ukraine ist die Kornkammer Europas“, sagt uns Dr. Axel Haas, Geschäftsführender Gesellschafter der Erzquell-Brauereien. Jetzt, wo dort Krieg herrsche, würde der Weizen als Zutat teurer. Aber auch die Verpackungspreise würden steigen, sagt er. Ähnlich verhält es sich mit den gestiegenen Energiepreisen. Die Energie brauche man zum Würze Kochen.
Auch eine Sprecherin der Krombacher-Brauerei sagte uns: Es gibt viele Faktoren, die Planungen gerade unmöglich machen. Man habe gerade erst die Preise erhöht. Auch hier wieder das Thema Energie: Während des Brauprozesses muss die Würze des Biers in großen Kesseln gekocht werden. Die werden meist mit Gas beheizt. Das ist gerade ein Problem, denn Gas wird teurer. Wenn Russland den Gashahn ganz zudreht, könnte bald auch der Zapfhahn trockenliegen. Die Krombacher-Brauerei sucht nach eigenen Angaben schon nach alternativen Heizmethoden.