
Spritpreise von weit über zwei Euro pro Liter treffen alle Autofahrer hart. Für Branchen, in denen viel gefahren werden muss, ist die Situation aber besonders prekär. Speditionen, Bus- und Taxiunternehmen, Pflegedienste – für sie alle sind die Kosten explodiert. Uwe Steiner besitzt eine Spedition mit 20 LKW in Siegen. Er hat massive Zusatzkosten und befürchtet für die gesamte Branche harte Folgen. Wenn man nicht kostendeckend arbeiten könne, könne man den Betrieb nicht weiterführen. Durch Insolvenzen könnte es dann z.B. auch zu Problemen in der Grundversorgung kommen, da Lebensmittel nicht mehr transportiert würden. Er wünscht sich von der Regierung, dass sie für Preise sorgt, die bezahlbar sind. „So geht es nicht weiter“, sagt Steiner. Ähnlich sieht das auch Stephan Bloch von den Verkehrsbetrieben Westfalen-Süd. Bei den VWS haben sich die Ausgaben für Diesel schon verdoppelt. Im Moment werden die Tickets nicht teurer und auch der Betrieb sei vorerst gesichert, so Boch. Wenn die Spirale aber weitergehe, könne man das nicht mehr tragen.