
LKW um LKW wird sogenanntes „Käferholz“ aus den Wäldern in Siegen-Wittgenstein abgefahren. Ein Bergrücken nach dem anderen ist plötzlich kahl und nicht mehr wiederzuerkennen - so wie auf unserem Foto der "Bernstein" in Niedernetphen. Der Borkenkäfer setzt auch in diesem Jahr sein zerstörerisches Werk in unseren Fichtenbeständen fort. Das Frühjahr war kalt und nass – doch Anfang Juni schwärmte der Schädling dann explosionsartig aus und bohrte sich wieder durch die Rinde tausender Nadelbäume. Mittlerweile, so bedauert Manfred Gertz, der Leiter des Regionalforstamts Siegen-Wittgenstein, befällt der Schädling nicht mehr ausschließlich Fichten. Auch Lärchen und die Douglasie würden befallen. Manfred Gertz hat den Eindruck, dass sich die Fichte mittlerweile gar nicht mehr gegen den Borkenkäfer wehrt. Das könnte sie, indem sie viel Harz produziert und den Schädling damit erstickt. In diesem Jahr rechnet Gertz nur mit zwei statt drei Borkenkäfer-Populationen - plus Geschwisterbruten.