Bewährungsstrafe für Vergewaltigung einer Behinderten auf Bahnhofstoilette

Weil er sich als Polizist ausgegeben und auf der Toilette am Siegener Bahnhof eine behinderte Frau vergewaltigt hatte, ist ein 45jähriger Bad Berleburger heute zu einer 2-jährigen Haftstrafe verurteilt worden. Das Landgericht Siegen setzte die Strafe allerdings zur Bewährung aus.

© Radio Siegen (Archivfoto)

Für die Polizei ist der Mann kein Unbekannter. Er wurde in der Vergangenheit schon mehrfach wegen diverser Straftaten und Drogendelikte verurteilt. Im Mai 2017 saß der Bad Berleburger eigentlich eine Haftstrafe in Attendorn ab, hatte am Tattag aber Ausgang. Er gab vor, Polizist zu sein und kam unter dem Vorwand eine Drogenkontrolle durchführen zu wollen, zu der Frau und ihren Freund in die Toilette. Nachdem er den Freund abgetastet hatte, schickte er ihn vor die Tür und durchsuchte die im Rollstuhl sitzende Frau. Als er sie im Intimbereich anfasste und sie zum Oralverkehr aufforderte, wehrte sich die Frau und stieß ihn von sich, woraufhin der 45-jährige aufhörte. Das Urteil fiel vergleichsweise mild aus, weil er seine Lebensumstände seitdem änderte, seine Tat gestand und die Vergewaltigung von der 1. großen Strafkammer nicht als besonders schwerer Fall eingestuft wurde.

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