
Wegen angeblich gefälschter Verkäufe muss sich ein Mann aus Freudenberg aktuell vor dem Amtsgericht in Siegen verantworten. Er soll Möbel und Tablets an fremde Kunden verkauft haben. Diese sollten zahlen, wussten aber nichts von der Bestellung und haben auch keine Ware bekommen. Heute vor Gericht sollten eigentlich mehrere Zeugen gehört werden. Doch dazu kam es nicht. Das Problem: die Zeugen waren nicht auffindbar, im Ausland oder nicht gekommen. Sie sollen jetzt erneut ausfindig gemacht werden. Der Angeklagte bestreitet die Taten, durch die ein Schaden von rund 84 000 Euro entstanden sein soll. Ein weiteres Problem: Teile der Möbel und Tablets sind wohl trotzdem verschickt worden – wohin genau, das will der Angeklagte nicht wissen. Und auch die Banken, über die einige der Zahlungen abgewickelt wurden, hatten sich auf Nachfrage des Gerichts nicht gemeldet. Es gibt also noch viele offene Fragen. Konsequenz: der Prozess wird ausgesetzt und soll neu aufgerollt werden.