Anzeige
Wie steht Politik in Siegen zu Karstadt-Plänen?
© Otto Quast Fertigbau GmbH
Teilen:

Wie steht Politik in Siegen zu Karstadt-Plänen?

Die Stadt Siegen plant den Umzug der Stadtbibliothek in das ehemalige Karstadt-Gebäude. Während viele Fraktionen das Projekt begrüßen, gibt es Kritik an den hohen Kosten.

Veröffentlicht:

Anzeige

Am Mittwoch (23.09) berät der Haupt- und Finanzausschuss erstmals offiziell über das neue Großprojekt.

Anzeige

Pläne der Stadt

Anzeige

Die Stadtverwaltung will die Bibliothek auf zwei Etagen im leerstehenden Karstadt-Gebäude unterbringen. Das Ziel ist eine moderne Einrichtung mit rund 5.000 Quadratmetern Fläche für Bildung und Begegnung. Damit soll der jahrelange Leerstand in der Siegener Oberstadt endlich beendet werden.

Anzeige

Breite Zustimmung

Anzeige

CDU, SPD, Grüne, Linke und Volt signalisieren im Gespräch mit Radio Siegen ihre grundsätzliche Unterstützung für das Vorhaben. Sie sehen darin eine große Chance, die Attraktivität der Innenstadt nachhaltig zu steigern. Eine moderne Bibliothek könne als „Dritter Ort“ deutlich mehr Menschen anlocken als der aktuelle Standort.

„Die Alternative wäre weiterer jahrelanger Leerstand, den wir uns für die Oberstadt nicht leisten können.“ - Marc Klein, Fraktionsvorsitzender CDU Siegen

„Das Gebäude dauerhaft leer stehen zu lassen, ist für uns jedenfalls keine Option.“ - Samuel Wittenburg, Fraktionsvorsitzender Volt-Fraktion

Anzeige

Kritik an Finanzen

Anzeige

Trotz der breiten Zustimmung gibt es deutliche Bedenken hinsichtlich der Finanzierung und der aktuellen Haushaltssperre. Die AfD kritisiert das Projekt als zu teuer und bezweifelt die erhoffte Sogwirkung für die Oberstadt. Auch die FDP hält sich aufgrund der schwierigen finanziellen Lage der Stadt noch bedeckt.

„Die Überlegungen der Stadt das Gebäude auf 2 Etagen mit einer Bibliothek zu nutzen, sind überstürzt, zu teuer und wird die erforderliche Frequenz nicht bringen.“ - Roland Steffe, Fraktionsvorsitzender AfD

Anzeige

Blick in die Zukunft

Anzeige

Nach der Beratung im Ausschuss soll der Stadtrat am 30. September einen Grundsatzbeschluss fassen. Ziel ist es, Verhandlungen über einen langfristigen Mietvertrag mit einer Laufzeit von 30 Jahren aufzunehmen. Erste konkrete Ergebnisse zu den Verträgen werden für das Frühjahr 2027 erwartet.

Anzeige
Anzeige
Anzeige