
Benfica mit gesperrtem Prestianni: «Auf alles vorbereitet»
Veröffentlicht: Dienstag, 24.02.2026 19:44
Fußball
Madrid (dpa) - Benfica Lissabon ist mit seinem vorläufig gesperrten argentinischen Profi Gianluca Prestianni nach Madrid gereist. «Wir müssen uns auf alle Szenarien vorbereiten», erklärte Co-Trainer João Tralhão bei der Pressekonferenz einen Tag vor dem Playoff-Rückspiel der Champions League bei Real an diesem Mittwoch (21.00 Uhr/DAZN).
Die Partie steht nach dem mutmaßlichen Rassismus-Vorfall im Hinspiel vor einer Woche besonderes im Fokus. Real muss einem Bericht der französischen Sportzeitung «L'Équipe» angeblich auf Torjäger Kylian Mbappé verzichten. Grund sollen anhaltende Schmerzen im linken Knie des französischen Ex-Weltmeisters sein.
Was im Hinspiel passiert ist
Lissabons Prestianni soll beim 1:0 der Königlichen deren Brasilianer Vinícius Júnior als «Affe» bezeichnet haben. Der Benfica-Profi bestreitet das, er hatte sich in der Szene das Trikot vor den Mund gezogen. Die Disziplinar- und Ethik-Kommission der UEFA sperrte Prestianni vorläufig für das Rückspiel. Dessen Club aus Lissabon legte dagegen Protest ein.
Zudem wird im Rückspiel Star-Coach José Mourinho gesperrt sein. Der 63 Jahre alte Portugiese hatte die Rote Karte gesehen. Zudem hatte er nach der Partie den Jubel von Vinícius Junior nach dessen entscheidendem Tor kritisiert. «Mourinho ist Mourinho, und als Trainer verteidigst du deinen Club und deinen Spieler», sagte Reals Torwart Thibaut Courtois.
Real-Trainer: Großartige Gelegenheit für einen Wendepunkt
«Das Einzige, was mich enttäuscht, ist, Vini's Jubel zu nutzen. Er hat nichts Falsches gemacht. Er hat gejubelt, wie es viele Gegner gegen uns getan haben. Wenn sie gegen uns ein Tor schießen, ist die Euphorie doppelt oder dreifach so groß», sagte der Belgier und betonte mit Blick auf rassistische Vorfälle in Stadien: «Wir erleben einen wichtigen Moment für den Fußball, um solche Dinge zu beenden.»
Trainer Álvaro Arbeloa pflichtete bei: «Wir haben eine großartige Gelegenheit, einen Wendepunkt im Kampf gegen Rassismus zu setzen.» Die UEFA sei immer ein Vorreiter im Kampf gegen Rassismus und habe die Chance, dies nicht nur auf einen Slogan und ein schönes Banner vor den Spielen zu beschränken. «Ich hoffe, dass sie diese Gelegenheit nutzt.»