
Beschäftigte der Arbeiterwohlfahrt in Siegen haben am frühen Dienstagmorgen ein Zeichen für einen starken Tarifvertrag gesetzt. Mit ihrer Aktion vor der AWO-Geschäftsstelle an der Koblenzer Straße wollen sie vor der kommenden Verhandlungsrunde den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen. Am Zaun vor der Geschäftsstelle ist eine Foto-Kette angebracht worden. Rund 60 Mitarbeiter haben sich fotografieren lassen, auf weiteren Bildern sind Zitate von AWO-Beschäftigten zu lesen. Sie wünschen sich mehr Wertschätzung und Respekt, eine faire Bezahlung. Andere beklagen „Überlastung ohne Ende“. Seit Ende Februar verhandelt die Gewerkschaft verdi über den Tarifvertrag der AWO in NRW. Jasin Nafati von verdi in Siegen sagt, soziale Berufe würden immer noch nicht angemessen bezahlt deshalb fordert die Gewerkschaft Verbesserungen – beispielsweise durch einen Mindestbetrag von 75 Euro. „Die Anschlusslücke zum öffentlichen Dienst ist zu groß,“ sagte Jasin Nafati im Radio-Siegen-Interview.