
„Die Politik hat hier mit ihren Vorgaben komplett an der Realität der Kinder vorbeigeplant“. Das sagt das Personal der AWO-Kitas und Großtagespflegestellen in Siegen-Wittgenstein und Olpe über die Corona-Einschränkungen. Die 63 Mitarbeiter haben sich zusammen getan und einen Brief an NRW-Familienminister Joachim Stamp geschrieben. Zielführende pädagogische Arbeit sei kaum möglich, heißt es. Die Mitarbeiter berichten von Fällen, in denen in einer Gruppe nur ein Kind sei, in der anderen aber fünf. Das eine Kind müsse den anderen dann beim Spielen zuschauen. Die Regeln würden auch ad absurdum geführt, wenn Geschwisterkinder in der Kita getrennt werden müssen, zuhause aber wieder zusammen sind, heißt es weiter. Die AWO-Mitarbeiter fordern, die Entscheidungen über die Regeln den regionalen Jugendämtern zu übertragen, die die Lage besser einschätzen könnten.