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Auswirkungen erwartet
© Radio Siegen (Archivfoto)
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Auswirkungen erwartet

Der Handel mit den USA könnte unter einem US-Präsidenten Trump schwieriger werden - das würde auch die Wirtschaft im IHK-Bezirk Siegen spüren.

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Amerika hat sich entschieden: Donald Trump steht vor der Rückkehr ins Weiße Haus. Trump hat sich zum Wahlsieger erklärt. Welche Folgen könnte dieses Wahlergebnis auf die gewerbliche Wirtschaft in den Kreisen Siegen-Wittgenstein und Olpe haben? Das wollte Radio Siegen von der Industrie- und Handelskammer Siegen wissen.

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Viele Niederlassungen in den USA

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Die Antwort der Kammer: 1. Die gewerbliche Wirtschaft in den Kreisen Siegen-Wittgenstein und Olpe ist in starkem Maße mit den USA verflochten: Die meisten Niederlassungen heimischer Betriebe im Ausland stehen in den USA (gefolgt von China und Polen). Auch bei den Auslandsvertretungen von Unternehmen im Kammerbezirk liegen die USA vorne. Bei den Produktionsstätten, die heimische Firmen im Ausland betreiben, gehören die USA immerhin zu den Top 3. In den vergangenen zwei, drei Jahren konnten wir bei hiesigen Unternehmen eine gestiegene Nachfrage nach Internationalisierung Richtung USA verzeichnen.

 

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Abwarten und beobachten

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2. Gleichwohl ist die Prognose zu möglichen Folgen der US-Präsidentschaftswahl äußerst schwierig: Ankündigungen im Wahlkampf werden nicht zwangsläufig 1:1 umgesetzt. Daher schätzen wir die Lage so ein, dass viele Unternehmen in der Region zunächst abwarten und genau beobachten werden, welche wirtschaftspolitisch relevanten Weichenstellungen eine Administration Trump tatsächlich vornimmt. 

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Wird es Steuersenkungen geben?

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3. Steuersenkungen, wie sie im Wahlkampf angekündigt wurden, würden die Anreize verstärken, dort zu investieren – möglicherweise zu Lasten auch deutscher Standorte. Gleichzeitig könnte in den USA so mehr Wachstum generiert werden, was auch die Auftragsbücher hiesiger Unternehmen füllen könnte. 

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USA größter Absatzmarkt

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4. Angekündigte Generalzölle würden sich generell nachteilig auf den hiesigen Export auswirken. Die USA sind größter Absatzmarkt des heimischen Wirtschaftsraumes. Sie würden zudem einen Anreiz für weitere Standortverlagerungen in die USA setzen. Die bereits dort vertretenen Unternehmen aus der Region würden begünstigt. 

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Unsere Region ist stark im Export

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5. Generell erwarten wir eine Festigung des Trends zum Protektionismus, der dem Freihandel entgegensteht, von dem auch hiesige Unternehmen profitieren: Der Exportanteil im Bereich des verarbeitenden Gewerbes liegt in den Kreisen Siegen-Wittgenstein und Olpe mit 41 % immerhin überdurchschnittlich hoch.

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