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Ausstellungen in SiWi
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Ausstellungen in SiWi

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"Wirtschaftswunder Charlottenhütte"

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bis 16. Oktober 2026 / Berufskolleg Technik Siegen

200 Jahre Berufskolleg Technik des Kreises Siegen-Wittgenstein - Von der Sonntagsschule zur modernen Bildungsinstitution: Das wird gefeiert - unter Anderem mit dieser Ausstellung!

Die Charlottenhütte war eine Eisenhütte mit Hochöfen im Siegerland, die im Jahr 1856 von den Geschwistern Kreutz gegründet wurde. Bis in die 1950er und 60er Jahre entwickelte sie sich zu einem der wichtigsten Unternehmen im Siegerland. Die Ausstellung zeigt Bilder und Exponate aus der Geschichte und Entwicklung dieses bedeutenden Unternehmens und möchte vorrangig die Blütezeit der 50er und 60er Jahre hervorheben, welche für das wirtschaftliche und industrielle Wachstum Siegens essenziell war.

Zu sehen montags bis freitags zwischen 7:30 und 15 Uhr.

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Julian Irlinger: "Verplant"

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bis 18. Oktober 2026 / Städtische Galerie Haus Seel Siegen

Ein Telefon klingelt ins Leere. In einem Architektur- und Stadtplanungsbüro schlafen Angestellte über ihren Entwürfen, während draußen Kräne einem mechanischen Rhythmus folgen. Die Menschen verlieren die Kontrolle, doch die Systeme laufen unbeirrt weiter – als hätte sich die Stadt längst von ihren Planer:innen gelöst.

In "Verplant" zeigt Julian Irlinger die Animationsfilme The Curtain of Time (2025) und Chronotopia (2026) gemeinsam mit eigens gestalteten Laternen. Die als nahtlose Loops konzipierten Filme folgen keiner linearen Erzählung. Statt der Figuren bestimmen Raster, Interieurs und Architekturen das Geschehen und prägen ihre charakteristische Formensprache.

Irlingers Bildwelten modifizieren die Form und Struktur von Animations- und Instruktionsfilme der Nachkriegszeit. Klare Linien, flächige Farben und reduzierte Bewegungen standen für Fortschritt, Orientierung und gesellschaftliche Erneuerung. Zugleich wurde diese Bildsprache in Lehrfilmen, Werbung und Propaganda eingesetzt. Was leicht, spielerisch und unmittelbar verständlich erscheint, vermittelt daher immer auch eine bestimmte Vorstellung davon, wie Gesellschaft gestaltet werden soll.

In The Curtain of Time weichen die Zukunftsentwürfe der Moderne der Sehnsucht nach vertrauten, historisch rekonstruierten Stadtbildern. Im Loop des Films werden Planung, Abriss und Wiederaufbau zu einer fortwährenden Bewegung. Auch Chronotopia zeigt die Stadt nicht als abgeschlossenen Entwurf, sondern als Ort permanenter Veränderung, an dem unterschiedliche Vorstellungen von Fortschritt aufeinandertreffen.

Die für die Ausstellung gestalteten Laternen übertragen diese Auseinandersetzung in den Raum. Ihre Formen greifen unterschiedliche Gebäudetypologien auf und verweisen zugleich auf das angeleitete Laternenbasteln mit Kindern zu St. Martin. Dabei verbinden sich pädagogische Anleitung und individuelle Gestaltung mit tradierten Vorstellungen davon, wie ein Haus auszusehen hat. Auch die Laternen zeugen davon, dass vermeintlich einfache Formen und vertraute Bilder gesellschaftliche Werte vermitteln.

Julian Irlinger (*1986, Erlangen) ist ein in Berlin lebender Künstler. Er ist Teilnehmer der Manifesta 16 Ruhr (2026). Zu seinen jüngsten Einzelausstellungen zählen Portikus, Frankfurt am Main (2025), Kunstverein Schwerin (2025) und Wende Museum, Los Angeles (2022). Seine Arbeiten waren zuletzt in internationalen Ausstellungen wie Palais Populaire, Berlin (2025), und Art Basel Parcours, Basel (2023), zu sehen.

Im Rahmen der Ausstellung wird oxfordberlin ein Screeningprogramm entwickeln. Ausgehend von der eigenen Praxis beschäftigt sich das Programm mit den Verbindungen zwischen Stadtraum, Architektur und den Infrastrukturen künstlerischer Produktion und untersucht, wie bestehende Orte als Ausstellungsräume genutzt und neu gelesen werden können.

Die Ausstellung kann zu folgenden Zeiten besucht werden: Dienstag bis Sonntag von 14 bis 18 Uhr / Sonntag auch von 11 bis 13 Uhr.

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Filip Raif: "Sudetenlove"

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bis 22. Oktober 2026 / Sparkasse Wittgenstein Bad Berleburg

Die Ausstellung "Sudetenlove" basiert auf der gleichnamigen Graphic Novel. Diese ist inspiriert von wahren Begebenheiten. Eine Geschichte von der ersten Liebe und zugleich von einer Region, deren Schicksal im 20. Jahrhundert durch einschneidende historische Wendungen bestimmt wurde.

"Ich habe versucht, die Geschichte hauptsächlich mit Bildern zu erzählen und so wenig Text wie möglich zu verwenden. Ich mag solche Comics. Farblich sind die einzelnen Kapitel immer etwas verschoben, wie ich es im Hinblick auf die jeweilige Handlung, Umgebung und Jahreszeit eben gerade empfand", so der Künstler und Autor Filip Raif.

Filip Raif und Dr. Serafine Lindemann, die Tochter von Herta Lindemann, die als Inspiration für die fiktive Figur Modell stand, sind zur Ausstellungseröffnung anwesend. Im Anschluss findet eine Signierstunde statt.

Vita Filip Raif

Filip Raif ist ein tschechischer Grafikdesigner und Illustrator. Er ist Absolvent der UMPRUM in Prag und hat ein einjähriges Stipendium in Florenz bei Il Bisonte–Stiftung für Kunst und Druckgrafik absolviert. Er lebt und arbeitet in Jeseník, Sudetenland, Tschechien.

Vita Dr. Serafine Lindemann

Dr. Serafine Lindemann arbeitet als freie Kuratorin und gestaltet seit über 30 Jahren Kunst und Kultur im öffentlichen Raum. Es geht ihr inhaltlich vor allem darum, auf gesellschaftlich brisante Themen wie die Endlichkeit unserer Ressourcen und auf soziale bzw. mentale Nachhaltigkeit aufmerksam zu machen.

Öffnungszeiten:

Montag bis Freitag: 8.15 bis 12.30 Uhr und 13.30 bis 16.00 Uhr /

Donnerstag: 13.30 bis 18.00 Uhr

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300 Jahre Berleburger Bibel

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bis 23. Oktober 2026 / Sparkasse Wittgenstein Bad Berleburg

Vor 300 Jahren erschien der erste Band der Berleburger Bibel. An dieses außergewöhnliche Kapitel der Stadtgeschichte erinnern der Wittgensteiner Heimatverein und die Sparkasse Wittgenstein mit der Ausstellung, bis 23. Oktober 2026 im Foyer der Sparkasse Wittgenstein in Bad Berleburg zu sehen ist.

Die Berleburger Bibel war weit mehr als ein regionales Druckwerk. Zwischen 1726 und 1742 entstanden insgesamt acht umfangreiche Bände mit einer eigenen Bibelübersetzung und ausführlichen Kommentaren auf mehr als 6.000 Seiten. Ein vollständiges Exemplar mit allen Bänden bringt – je nach Ausstattung und Einband – rund 15 bis 20 Kilogramm auf die Waage.

Zahlreiche Fachleute aus dem In- und Ausland waren an dem Projekt beteiligt. Das fertige Werk fand weit über Wittgenstein und den deutschsprachigen Raum hinaus Beachtung; seine Wirkung und Verbreitung reichten bis nach Nordamerika.

Die Ausstellung zeigt alle acht Bände der Berleburger Bibel sowie zahlreiche Originale und Dokumente aus ihrer Entstehungs- und Wirkungsgeschichte. Zu sehen sind unter anderem Handschriften und Korrekturen sowie besondere Exemplare der Berleburger Bibel.

Dabei bleibt es nicht bei der Präsentation der historischen Exponate. Zahlreiche Roll-Ups mit Erläuterungen, Abbildungen und Hintergrundinformationen vermitteln die Geschichte der Berleburger Bibel, stellen die beteiligten Personen vor und erläutern die religiösen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Zusammenhänge ihrer Entstehungszeit. Auch Drucktechnik, Finanzierung und Verbreitung dieses außergewöhnlichen Buchprojektes werden thematisiert.

Begleitet wird die Ausstellung von vier Vorträgen:

Heinrich Imhof spricht am 8. Oktober über die Geschichte einer Auswandererbibel,

Dr. Johannes Burkardt am 15. Oktober über Geschichte und Inhalte der Berleburger Bibel und

Carmen Jäger am 19. Oktober über die Frage, wie die Bibel heute gelesen werden kann.

Zum Abschluss beleuchtet Dr. Ulf Lückel bei der Finissage am 22. Oktober die Rolle des Grafenhauses Sayn-Wittgenstein-Berleburg für die Berleburger Bibelbewegung.

Wie schon vor rund 300 Jahren zur Finanzierung des Bibelprojekts gibt es auch während der Ausstellung eine Lotterie. Der Hauptgewinn ist etwas ganz Besonderes: ein 300 Jahre altes Originalexemplar des ersten Bandes der Berleburger Bibel von 1726.

Darüber hinaus können Besucher gegen eine Spende einen hochwertigen Nachdruck der ersten Seite der Berleburger Bibel erwerben. Dieser wird auf einer historischen Druckerpresse hergestellt und macht die alte Drucktechnik unmittelbar erlebbar.

Der gesamte Erlös aus der Lotterie und dem Verkauf der Nachdrucke kommt dem Kinder- und Jugendhospiz Balthasar in Olpe zugute.

Die Ausstellung kann während der Öffnungszeiten der Sparkasse Wittgenstein besucht werden.

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Kunstkreis Siegerland: "Tech-Art – stahlhart und federleicht"

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bis 23. Oktober 2026 / IHK-Galerie Siegen

Was haben glühendes Eisen, Metallsplitter, Förderschächte und federleichte Skulpturen gemeinsam? Sie alle werden zu Kunst. Nach dem erfolgreichen Auftakt mit „KKS trifft IHK“ vor zwei Jahren präsentiert der Kunstkreis Siegerland erneut eine außergewöhnliche Ausstellung in der IHK-Galerie. Unter dem Titel „Tech-Art – stahlhart und federleicht“ zeigen 18 Künstlerinnen und Künstler ihre ganz persönlichen Perspektiven auf Wirtschaft, Industrie und Geschichte unserer Region.

Ein Themenkomplex, der auf den ersten Blick kühl und technisch wirken mag, sich bei näherem Hinsehen jedoch als überraschend lebendig, poetisch und humorvoll erweist. Schließlich ist Industrie nicht nur die Heimat von Stahl, Maschinen und Produktionshallen – sie ist auch voller Geschichten, Visionen und Charaktere:

So balanciert eine federleichte Edelstahlfigur auf dem Dach einer stilisierten Fabrik, während ein monumentales, 1,80 Meter hohes Acrylgemälde einen Stahlwerker samt glühendem Eisen vor dramatisch-feurigem Hintergrund in Szene setzt. Der traditionsreiche Ludendorff-Schacht erhält seine künstlerische Würdigung in Acryl auf Holz, und manche Werke verzichten ganz auf den klassischen Farbauftrag: Hier entstehen Bilder aus Metallsplittern und Industriefragmenten.

In den beeindruckenden Acrylgemälden, Fotografien und faszinierenden Skulpturen treffen Industrie und Kreativität aufeinander, Tradition begegnet Innovation, und selbst Stahl zeigt überraschend leichte Seiten – eine Einladung, die Kunst hinter der Technik zu entdecken.

Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag 8 bis 16:30 Uhr und Freitag 8 bis 15:30 Uhr

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Ausstellung des Ambulanten Hospizdienstes im Diakonischen Werk Wittgenstein

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bis 30. Oktober 2026 / Sparkasse Bad Berleburg

Manchmal sind es ganz alltägliche Gegenstände, die uns zum Grübeln bringen. Wo führt mein Weg hin und wo hört er auf? Wo ist mein Platz am Lebensende? In einem Workshop beschäftigten sich haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter*innen des Ambulanten Hospizdienst Wittgenstein mit dieser Frage und gestalteten ihren persönlichen „Platz am Ende des Lebens“ unter Begleitung der Kunsttherapeutin und Psychologin Wenke Bultmann. Aus einem einfachen Stuhl wurde etwas ganz Persönliches - Farben, Stoffe, Wolle, Steine, Naturmaterialien, Bilder und Symbole erzählten von Lebensgeschichten, Hoffnungen, Erfahrungen, Beziehungen und Haltungen. Hierbei konnten die Stühle unterschiedlicher nicht sein.

Die 22 Unikate können ab sofort in der Sparkassen-Hauptgeschäftsstelle in Bad Berleburg im Rahmen der Öffnungszeiten bewundert werden. Voraussichtlich ab November soll die Ausstellung dann in die Bad Laaspher Sparkassen-Niederlassung wandern, bevor sie zum Jahresende in die Sparkassen-Niederlassung Erndtebrück umzieht.

Der Ambulante Hospizdienst freut sich, dass durch die Kooperation mit der Sparkasse, das Ausstellungsprojekt interkommunal präsentiert werden kann und so möglichst viele Wittgensteinerinnen und Wittgensteiner erreicht werden können.

Die Ausstellung kann während der Öffnungszeiten der Sparkasse besucht werden.

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Wolfgang in der Wiesche: IRRATIONAL

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bis 31. Oktober 2026 / Art Galerie Siegen

Unter dem Titel IRRATIONAL – two brain halves communicating – and coming to a conclusion stellt Wolfgang in der Wiesche in der Art Galerie in Siegen Malerei aus. Wolfgang in der Wiesche ist ein multidisziplinärer, international arbeitender Künstler, der in den Medien Malerei, Grafik, Fotografie, Installation/ Medienkunst und Komposition/ Musik arbeitet.

IRRATIONAL geht zurück auf ein Projektvorhaben in der Wiesches aus der Corona-Zeit, das vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW gefördert wurde. Sein ursprünglicher Titel lautete: FEAR NO FEAR – IMPOSITIONeS – über das Irrationale. Die einfache These: Malerei ist irrational.

Paradox scheint, in der Zeit gesellschaftlicher Polarisierungen das Irrationale zu feiern. Das Interesse gilt der Wahrnehmung. Durch Un-Sinn ‚die Sinne schärfen‘ (nicht die Waffen!). Das Irrationale als erkenntnisstiftende Kraft zu feiern.

So theoretisch und politisch das klingt, so frei, farbig und lebendig ist das Thema im Werk in der Wiesches malerisch umgesetzt. In seinen Bildern begegnen sich Humor und Abgrund, Ordnung und Chaos, Ernsthaftigkeit und spielerischer Unsinn. Klänge und Rhythmen und musikalische Strukturen sind wesentliche Träger der Bildwelten. Diese oszillieren zwischen Figuration und Abstraktion, zwischen erzählerischen Fragmenten und offenen Bedeutungsräumen. Sie laden ein, nicht sofort verstehen zu wollen, sondern wahrzunehmen – mit den Augen, dem Körper und der Imagination.

So wird daraus eine Einladung zum Erlebnis, die produktive Kraft des Nicht-Wissens und der Mehrdeutigkeit zu entdecken. Wolfgang in der Wiesche plädiert für die Freiheit des Unberechenbaren und für eine Kunst, die ihre gesellschaftliche Wirkung gerade aus ihrer sinnlichen Widerständigkeit bezieht.

Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 10 bis 18 Uhr, Samstag 10 bis 16 Uhr u.n.V.

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Rainer Olesch: "Denkräume"

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bis 2. November 2026 / Römergalerie Burbach

In der Ausstellung „Denkräume“ werden neue Werke und Arbeiten der letzten Jahre gezeigt. Ein Schwerpunkt werden großformatige Leinwandarbeiten mit Collage, Übermalung und Druck sein. Sie bilden durch ihre Bild- und Textcollagen im Untergrund „Denkräume“, die es zu entdecken gilt. Die kleinformatigen Assemblagen in kastenähnlichen Rahmen haben alle denselben Aufbau: Collage, Farben, Alltagsfundstücke und ausgeschnittene Zeitungsüberschriften erzeugen in der Betrachtung miteinander einen Denk-Raum. Da geht es um Inhaltliches. Konkret sind dabei aber nur die zusammengestellten Objekte – die Entschlüsselung liegt beim Betrachter.

Die Ausstellung kann während folgender Öffnungszeiten der Römergalerie besichtigt werden: Mittwoch 12 bis 17 Uhr / Donnerstag 8 bis 17 Uhr / Freitag 12 bis 17 Uhr / Samstag und Sonntag 15 bis 17 Uhr.

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Catrin Elisabeth Bayer: "Intuitive Leichtigkeit"

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bis 6. November 2026 / Rathaus Kreuztal

Catrin Elisabeth Baye arbeitet inzwischen als freischaffende Künstlerin und leitet Workshops. Zuvor hat sie unter anderem Grafik, Malerei, Kunsttherapie und Grundschullehramt im Fach Kunst studiert. Eher durch Zufall ist sie zur intuitiven Malerei gekommen - ein Ansatz, der ihre sonst durch die fundierte Ausbildung eher zum Perfektionismus neigende Herangehensweise grundlegend gewandelt hat. „Nicht ein bestimmtes Motiv oder ein vorgegebenes Thema steht im Mittelpunkt, sondern einfach der Prozess – anfangen, ausprobieren und schauen, was entsteht. Dadurch habe ich unglaublich viel über mich selbst gelernt und gemerkt, wo es mir schwerfällt loszulassen, wo mein Perfektionismus sitzt und wie ich über das intuitive Malen stärker mit meiner eigenen Intuition in Verbindung komme“, erzählt Catrin Elisabeth Bayer.

Dabei entstehen fröhliche und ausdrucksstarke Bilder, die aber immer von einer gewissen Leichtigkeit zeugen. Genau das will sie mit ihrer Malerei auch an Andere weitergeben. „Ich bin fest davon überzeugt, dass Kreativität in jedem Menschen steckt und dass es wichtig ist, diese eigene Kreativität kennenzulernen, wertzuschätzen und auszuleben. Ich wünsche mir, dass meine Bilder Leichtigkeit, Vertrauen und Hoffnung ausstrahlen und Menschen motivieren und inspirieren“, sagt Bayer.

Zu sehen während der Öffnungszeiten des Rathauses.

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Britta Simone Juffa – TSCHAKKA

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bis 8. November / Foyer der Stadtbibliothek Kreuztal

Der Wunsch nach Veränderung motivierte Britta Simone Juffa vor 22 Jahren, in einer herausfordernden Lebensphase, mit der Acrylmalerei zu beginnen. Schon bald konnte sie während des Malens den Alltag vergessen, sich dem Prozess hingeben, Ruhe und Gelassenheit finden sowie Kraft und Energie tanken. Im Eigenstudium eignete die Autodidaktin sich immer mehr Wissen an, probierte vieles aus und entwickelte so ihren eigenen Malstil, ohne jedoch ihre Experimentierfreude zu verlieren.

Die gelernte Bürokauffrau, Reiki-Lehrerin und Künstlerin legt vor dem Malen lediglich das Format und die Farben fest und arbeitet dann ohne vorherigen Plan weiter. Dabei dreht sie die Leinwand mehrfach, bis sich zufällig interessante Motive ergeben, die sie mal zart, mal mit plastischer Spachteltechnik ausarbeitet. So entstehen immer wieder neue Bilder, in denen es einiges zu entdecken gibt: Formen, Figuren, Tiere, Landschaften, Fantasiegebilde, Gebäude und vieles mehr, das zu einer fantasievollen Betrachtung einlädt.

Drei Jahre nach ihren ersten Schritten auf dem Gebiet der Malerei, bot sich die Gelegenheit für eine erste Ausstellung, der viele weitere folgen sollten. Seit sechs Jahren lebt Britta Simone Juffa nun in Kreuztal und zeigt hier zum zweiten Mal in einer Einzelausstellung einige ihrer Acrylbilder. Vier ihrer Werke haben mittlerweile auch Einzug in die Kunstsammlung der Stadt Kreuztal gehalten, von denen zwei noch bis November 2026 im Rahmen der Jahresausstellung in der Gelben Villa in Dreslers Park zu sehen sind.

Die Ausstellung kann während der Öffnungszeiten der Bibliothek besucht werden.

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Bruno Obermann: "Von mir aus"

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bis 8. November 2026 / 4Fachwerk-Mittendrin-Museum Freudenberg

Der Künstler Bruno Obermann beschäftigt sich seit mehr als 40 Jahren mit der Malerei. Dabei hat er eine eigene Formen- und Zeichensprache entwickelt, die ihren Ausdruck in vorwiegend großformatigen Mischtechniken findet.

Der „Lebensraum” des Menschen, die Umgebung in der er lebt und die ihn prägt, ist dabei ein immer wiederkehrendes Thema, welches mit einem hohen Abstraktionsgrad umgesetzt wird.

Dabei wird deutlich, dass der Mensch den Elementen ausgesetzt ist und die Zivilisationsspirale eine Eigendynamik entwickelt hat, die nicht mehr aufzuhalten ist. Die Idylle ist nur vordergründig und in der Zivilisationskrise des Weltensystems zeigen sich menschliche Gefühle.

Im thematischen Vordergrund seiner Arbeiten der letzten Jahre steht immer wieder der menschliche Kopf mit seinen Sinnesorganen (Augen, Nase, Mund, Ohren und Haut), in denen sich die vielfältigen Lebenserfahrungen, die Wünsche und Sehnsüchte, aber auch die Ängste und Zweifel unwiederbringlich und eindringlich eingebrannt haben.

„Ich möchte keine Geschichten mit meinen Bildern erzählen. Vielmehr möchte ich eine atmosphärische Stimmung mit meiner Kunst schaffen, die es erst ermöglicht Geschichten entstehen zu lassen. Geschichten in meinem Kopf und im Kopf des Betrachters. Dann sind diese Geschichten ganz individuell und scheinbar unendlich.”

Öffnungszeiten des Museums: Mittwoch, Samstag und Sonntag 14 bis 17 Uhr.

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Petra Gerlach: „zwischen linien und schichtungen“

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6. bis 20. November 2026 / Römergalerie Burbach

Die Bilderausstellung von Petra Gerlach bewegt sich in einem Raum jenseits von Farbe und Gegenstand. Sie präsentiert eine Werkreihe, die nicht nach dem Ausdruck, sondern nach dem Entstehen sucht.

Das intuitive Erspüren des richtigen Moments steht im Zentrum: ein Verweben von Gedanken, Materie, und monochromer Farbe, das Bildwelten öffnet – zeitlos, raumlos, offen. Die Mischtechniken wachsen aus einem absichtslosen Wollen heraus, aus einem Loslassen im Prozess – Schicht für Schicht, Linie für Linie, bis das Werk selbst entscheidet, wohin es führt. Dem gegenüber steht die Enkaustik: mit heißem Wachs lässt Petra Gerlach vielschichtige Werke in kleinem Format entstehen.

Nichts kann zurückgenommen werden. In dünnen Schichten bilden sich freskenartige Reliefs, reich an Höhen und Tiefen. In beiden Werkgruppen beschreitet Petra Gerlach Wege, um die Malerei mit neuen Materialien und Methoden weiterzudenken. Die monochromen Farbräume spannen dabei einen Bogen, zwischen Loslassen und Präzision.

Die Ausstellung kann während der Öffnungszeiten der Römergalerie besichtigt werden: Mittwoch 12 bis 17 Uhr / Donnerstag 8 bis 17 Uhr / Freitag 12 bis 17 Uhr / Samstag und Sonntag 15 bis 17 Uhr.

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Kinderkunst im Seelbach Center: Kreativität wird belohnt!

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2. bis 27. November 2026 / Seelbach-Center

Die Chaosqueens Kinderbetreuung (Großtagespflege für Kinder von 0 - 3 Jahren) im Seelbach-Center in Siegen Seelbach lädt alle kunstbegeisterten Kinder & ihre Familien zur großen Kunstausstellung "Minimenschenkunst" ein. Junge Talente können ihre Kreativität zeigen & ihre Werke präsentieren.

Kinder im Alter von 4 - 6 Jahren, 7 - 9 Jahren & 10 - 13 Jahren sind eingeladen, ihre eigenen Kunstwerke, mit einem selbst kreierten Rahmen versehen, einzureichen, die dann im Seelbach Center ausgestellt werden. Besucher des Centers haben die Möglichkeit, die Kunstwerke zu bewundern & für ihre Favoriten abzustimmen.

Preise für die besten Talente: Der kleine Künstler / die kleine Künstlerin mit den meisten Stimmen in der jeweiligen Altersklasse erhält einen tollen Preis, der bei der feierlichen

Abschlusszeremonie am Samstag, 12.12.2026 um 15:00 im Seelbach Center in der Chaosqueens Kinderbetreuung überreicht wird.

Alle teilnehmenden Kinder bekommen eine Urkunde & ein kleines Dankeschön für ihre Teilnahme.

Kaffee & Kuchen machen an diesem Tag gewiss zusätzlich glücklich.

Teilnahmebedingungen: Das Bild auf Papier, Größe wie selbst gewünscht, Material des Rahmens ebenfalls wie selbst gewünscht. Buntstifte, Wachsmaler, Wasserfarben - egal, tobt Euch aus.

Einreichungen sind auf der RÜCKSEITE des Bildes mit Namen (Vor-& Nachname) & mit dem Alter des Kindes zu versehen und bis zum 30.10.2026 möglich. Die Kunstwerke können in der Kinderbetreuung Chaosqueens im Seelbach Center abgegeben oder per Post an: Chaosqueens Kinderbetreuung - Seelbach Center, Freudenberger Straße 544, 57072 Siegen eingesendet werden.

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Štěpánka Jislová: "Heartcore"

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bis 27. November 2026 / Volksbank Wittgenstein Bad Berleburg

Die Ausstellung „Heartcore“ zeigt Ausschnitte aus der gleichnamigen Graphic Novel der preisgekrönten Autorin und Künstlerin Štěpánka Jislová. In ihrer zum Teil autobiografischen Graphic Novel setzt sich die Künstlerin mit einer Vielfalt von Fragen zum Thema Lieben auseinander.

Es ist ein eindringliches, mutiges und originelles Buch über die Frage, ob und wie wir lernen können, anders zu lieben.

Aus dem Tschechischen übersetzt von Julia Miesenböck.

Štěpánka Jislová

Die junge tschechische Comiczeichnerin und Illustratorin Štěpánka Jislová (geboren 1992) lebt in Prag und gehört zu den neuen Stars in der Szene.

Seit vielen Jahren schon veröffentlicht sie ihre Comicgeschichten in tschechischen und internationalen Anthologien und wirkte an zahlreichen Graphic Novels mit.

Mit „Heartcore“ ist ihr der Durchbruch gelungen: Für dieses Buch erhielt die Künstlerin neben weiteren Auszeichnungen den Muriel-Preis in mehreren Kategorien, darunter den Hauptpreis für die beste Graphic Novel des Jahres 2023. Nun liegt „Heartcore“ auch auf Deutsch vor und wurde insgesamt bereits in vierzehn Sprachen übersetzt. Beim großen Branchentreffen im Rahmen des diesjährigen Internationalen Comicsalons in Erlangen war Štěpánka Jislová prominent vertreten.

Nach ihren Auftritten auf der Frankfurter Buchmesse kommt Štěpánka Jislová zum Berleburger Literaturpflaster „Tschechien“, um ihr Buch in Workshops, einer Ausstellung und einem Künstlerinnengespräch vorzustellen.

„Heartcore“

„Heartcore“ nimmt uns mit auf eine große und spannende Entwicklungsreise in Sachen Liebe. Kann man Liebe, richtiges Lieben erlernen? Wie findet man seinen eigenen, unverfälschten Ausdruck in Liebesbeziehungen jenseits gängiger Rollenerwartungen und Klischees?

In die Geschichte der jungen Frau, die „Heartcore“ erzählt, fließen nicht wenige eigene, auch traumatische Erlebnisse der Künstlerin ein, und es ist eine Geschichte, die nichts ausspart: von der typischen Teenager-Romanze und wilden Partys über Online-Dating, Gelegenheitssex und Einsamkeit bis hin zu den Erfahrungen von sexueller Gewalt und Missbrauch. Bild für Bild entsteht das Porträt einer jungen Frau, die den Mut findet, sich ihren Verletzungen zu stellen. Die keinen einfachen Weg wählt, sondern einen couragierten, der sie die Erfahrung machen lässt, dass Menschen sich ändern und schmerzhafte Erlebnisse hinter sich lassen können.

Die virtuosen Zeichnungen von Štěpánka Jislová in dieser Graphic Novel kommen mit zwei Grundfarben in zahlreichen Variationen, in Linien und Flächen aus: Rot und Grau. Der Ton des Buches ist trotz der auch ernsten Themen an vielen Stellen ein offener und witziger und spiegelt sicher auch den Humor wider, der zu Štěpánka Jislovás Wesen gehört.

Die Ausstellung ist während der Öffnungszeiten der Volksbank Wittgenstein zu sehen:

Montag bis Freitag von 9 bis 12.30 Uhr

Montag bis Mittwoch von 14 bis 16 Uhr

Donnerstag 14 bis 17.30 Uhr

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Guido Kettner: "Unterwegs in Namibia mit Guido Kettner"

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bis 29. November 2026 / Museum Wilnsdorf

Namibia ist ein Land voller landschaftlicher Kontraste und kultureller Vielfalt. Zugleich ist seine Geschichte eng mit Deutschland verbunden. Die neue Sonderausstellung im Museum Wilnsdorf verbindet eindrucksvolle Fotografien mit einem wichtigen Kapitel deutsch-namibischer Geschichte. Vom 13. September bis 29. November 2026 zeigt Fotograf Guido Kettner beeindruckende Aufnahmen aus dem südwestafrikanischen Land.

Die Ausstellung "Unterwegs in Namibia mit Guido Kettner" macht nicht nur die Schönheit Namibias sichtbar. Sie lenkt den Blick auch auf die deutsche Kolonialgeschichte. Das heutige Namibia stand von 1884 bis 1915 als Deutsch-Südwestafrika unter deutscher Herrschaft. Diese Zeit war geprägt von Enteignung, Ausbeutung und Gewalt gegen die einheimische Bevölkerung. Besonders die Herero und die San litten unter der Kolonialherrschaft. Nach dem Ersten Weltkrieg übernahm Südafrika die Verwaltung des Landes. Erst 1990 wurde Namibia unabhängig.

Seit vielen Jahren nimmt Guido Kettner die Besucherinnen und Besucher des Museums Wilnsdorf mit auf außergewöhnliche Reisen. Seine Ausstellungen führten bereits nach Kanada, Alaska, Grönland und in die Nebelwälder Afrikas. Nun eröffnet er einen einfühlsamen Blick auf Namibia.

Seine Fotografien zeigen beeindruckende Landschaften, eine vielfältige Tierwelt und den Alltag der Menschen. Kettner begegnet seinen Motiven mit Respekt und großer Nähe. Zu sehen sind unter anderem die San, eine der ältesten Jäger- und Sammlergesellschaften der Welt, die Herero mit ihrer traditionellen Kleidung sowie die Himba, deren kunstvolle Haartracht Auskunft über Familie und sozialen Status gibt. Auch die Ovambo, die größte Volksgruppe Namibias, sind Teil der Ausstellung.

Die fotografische Reise führt durch die Kalahari mit ihren Sanddünen, in die Namib, die älteste Wüste der Welt, und in das namibische Bergland bis zum höchsten Gipfel des Landes, dem Königsstein. Die Aufnahmen machen sichtbar, was Namibia ausmacht: beeindruckende Landschaften, kulturelle Vielfalt und Menschen mit ganz unterschiedlichen Lebensgeschichten.

Ergänzt wird die Sonderausstellung durch eine zweite Ausstellung von Studierenden der Universität Siegen. Unter dem Titel „Geteilte Geschichte – die Kolonialzeit und ihre Auswirkungen in Namibia und Deutschland“ beleuchtet sie die historischen Verflechtungen und ihre Folgen bis in die Gegenwart.

Das Museum ist mittwochs bis sonntags von 14 bis 18 Uhr geöffnet.

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Sehnsuchtsorte - Das Figurative Spätwerk von Emil Schumacher

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bis 6. Dezember 2026 / Südsauerlandmuseum Attendorn

Der Maler und Grafiker Emil Schumacher wurde 1912 in Hagen geboren; er verstarb 1999 auf Ibiza. Er ist einer der wichtigsten Vertreter des deutschen Informel und der Nachkriegs-Avantgarde. Nach Krieg und Faschismus hat Emil Schumacher den Neuanfang wörtlich genommen und einen radikalen Neuanfang gewagt.

Die Ausstellung beleuchtet die Bedeutung des Themas „Mensch und Tier in der Natur“ im Werk Emil Schumachers. Die sogenannte Pastorale wirft gleichzeitig auch ein neues Licht auf die ausgeprägten landschaftlichen Assoziationen in den abstrakten Werken der 1960er- und 70er-Jahre. In seinem Spätwerk der 1980er- und 90er-Jahre griff Schumacher das Thema mit ungebrochener Erfindungskraft erneut auf und schuf gegen Ende des 20. Jahrhunderts einen eigenständigen Beitrag zur Tradition der Bukolischen Dichtung in der Malerei.

Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag: 11 bis 18 Uhr, Samstag: 11 bis 15 Uhr, Sonntag: 13 bis 18 Uhr

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Thuy Tien Nguyen: "Intervall"

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31. Oktober bis 6. Dezember 2026 / Städtische Galerie Haus Seel Siegen

Wie finden wir Halt, wenn wir zwischen Orten, Sprachen und Erwartungen leben? Was bleibt von Erfahrungen, die sich in unsere Körper eingeschrieben haben? In "Intervall" beschäftigt sich Nguyen mit Erinnerung, Zugehörigkeit und dem Versuch, das eigene Gleichgewicht zu finden.

Die zwischen Vietnam und Deutschland arbeitende Künstlerin nimmt persönliche Erfahrungen zum Ausgangspunkt, um gesellschaftliche Regeln und Vorstellungen von Normalität zu untersuchen. Wie lernen wir, uns zu bewegen, zu schreiben und unseren Platz in einer Gemeinschaft zu finden? Wann bietet eine Struktur Sicherheit – und wann verlangt sie von uns, dass wir uns anpassen?

Nguyen übersetzt diese Fragen in Materialien und räumliche Situationen, die Vertrautes ungewohnt erscheinen lassen. Weiches trifft auf Starres, Feuchtigkeit auf Trockenheit; Gegenstände erscheinen verschoben, verbogen oder verwandelt. Intervall erkundet die Zwischenräume von Halt und Disziplin, Nähe und Distanz, Festhalten und Veränderung.

Thuy Tien Nguyen wurde 1993 in Hanoi geboren und lebt und arbeitet in Hanoi und Frankfurt am Main. Sie studierte an der Hanoi Academy of Theatre and Cinema und von 2018 bis 2024 an der Städelschule in Frankfurt am Main in der Klasse von Haegue Yang. Ihre Arbeiten wurden unter anderem im Museum Angewandte Kunst Frankfurt, bei Nova Contemporary in Bangkok, im Schiller-Museum Weimar, im Nassauischen Kunstverein Wiesbaden sowie auf der documenta fifteen in Kassel gezeigt.

Die Künstlerin ist Preisträgerin des Förderpreises Junge Kunst. Dieser wird alle zwei Jahre von der Stiftung der Sparkasse Siegen für Kunst und Kultur in Kooperation mit dem Kunstverein Siegen vergeben. Er unterstützt Künstler:innen am Beginn ihrer professionellen Laufbahn.

Die Ausstellung kann bis zum 6. Dezember 2026 zu folgenden Zeiten besichtigt werden:

Dienstag bis Sonntag von 14 bis 18 Uhr / Sonntag auch von 11 bis 13 Uhr.

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Anna Heupel: "Licht und Emotion"

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27. November bis 18. Dezember 2026 / Römergalerie Burbach

Was als leise Faszination für Licht und Stimmung begann, wurde für Anna Heupel zur Berufung. Heute erzählt die Fotografin aus Siegen Geschichten über Menschen, Marken und Momente – mit einem feinen Gespür für Natürlichkeit und Tiefe.

Anna Heupel versteht es, Bewegung und Stille, Nähe und Weite in Einklang zu bringen. Ihre Motive wirken unaufgeregt und echt, getragen von einem Gespür für das Wesentliche. 2011 gründete Anna ihr eigenes Fotografie-Gewerbe, zwei Jahre später folgte der Schritt in die Selbstständigkeit.

Seitdem begleitet sie Projekte weltweit, fotografiert Kampagnen für Outdoor, Tourismus und Lifestyle und inspiriert mit ihrer Arbeit eine große Community auf Social Media. Mit ihrem SPIEGEL-Bestseller „Fotografie – Inspired by Life“ (2021) teilte sie ihre Sicht auf das kreative Leben hinter der Kamera.

Für Anna ist Fotografie mehr als ein Handwerk. Sie ist eine Art, die Welt zu sehen – ein Ausdruck von Emotion, Gefühl und Licht. Anna Heupel sagt dazu: „Licht ist mein wichtigstes Gestaltungsmittel. Ich suche nicht nur nach Motiven, sondern nach Momenten, in denen Licht Emotion wird. Diese Licht- und Stimmungsästhetik zieht sich wie ein roter Faden durch all meine Arbeiten. Wo Begeisterung ist, entsteht Kreativität. Meine Liebe zu Natur, Sport und Outdoor prägt meinen Blick durch die Kamera. Als jemand, der selbst gern reist, klettert, wandert und sich gern bewegt, weiß ich, wie echte Momente draußen entstehen und wie man sie festhält.“

Die Ausstellung kann zu folgenden Zeiten in der Römergalerie besichtigt werden: Mittwoch 12 bis 17 Uhr / Donnerstag 8 bis 17 Uhr / Freitag 12 bis 17 Uhr / Samstag und Sonntag 15 bis 17 Uhr.

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Galina Schander und Irina Weisgerber: "Farben des Lebens - Blumen und Natur"

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bis 31. Januar 2027 / Rathaus Erndtebrück

Galina Schander stammt aus Sibirien und hat ihre Leidenschaft für die Kunst von ihrem Vater und Großvater geerbt. Ihre künstlerische Vielfalt zeigt sich in den unterschiedlichen Motiven ihrer Arbeiten. Neben Kirchen und Tempeln gehören auch Landschaften, Menschen und Blumen zu ihren bevorzugten Themen. Dabei arbeitet sie unter anderem mit Acryl- und Ölfarben.

Auch Irina Weisgerber präsentiert eine Auswahl ihrer Werke. Die in Usbekistan geborene Künstlerin lebt heute in Osnabrück und widmet sich bereits seit ihrer Schulzeit der Kunst. Zu ihren bevorzugten Techniken gehören Zeichnungen mit Blei- und Buntstiften, Pastellkreide sowie Ölfarben, darunter finden sich unter anderem Portraits.

Hier die Öffnungszeiten des Rathauses:

Montag, Dienstag, Donnerstag: 8 bis 12.30 Uhr und 14 bis 16 Uhr

Mittwoch und Freitag: 8 bis 12.30 Uhr

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Beate Osterloh und Heidrun Schliemann: "Gegensätze ziehen sich an!"

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26. Februar bis 21. März 2027 / Römergalerie Burbach

Beate Osterloh: „Meine Werke, die überwiegend Gegenständliches zeigen, entstehen in Acryl und Öl; bevorzugt male ich jedoch mit Aquarellfarben. Diese Art der Malerei erfordert umfangreiche Kenntnis im Umgang mit den Farben und dem Papier, damit gewünschte Motive umgesetzt werden können. Den Fluss der wunderschönen Aquarellfarben kann man etwas beeinflussen, aber das Ergebnis weicht doch manchmal von den Vorstellungen ab.

Da ich hohe Ansprüche an meine Malerei habe, kann es lange dauern, bis ich mit dem Ergebnis meiner Arbeit zufrieden bin. Meine Bilder habe ich einige Male in Einzel- und Gemeinschaftsausstellungen präsentiert, zuletzt in der Mitgliederausstellung

des Kunstkreises Siegerland, dem ich 2024 beigetreten bin“.

Heidrun Schliemann: Ihre persönliche Ausdruckform veränderte sich von der anfangs gegenständlichen Malerei in Öl hin zur abstrakten Kunst in Acryl. Hierin bildete sie sich kontinuierlich weiter. Seit 2022 wird sie zu zahlreichen Einzel- und Gemeinschafts-Ausstellungen eingeladen.

„Malen ist kurz das: Sehen, fühlen, machen. Das ist alles. Je kürzer der Weg, desto besser!“ (Otto Moderssohn).

Diese Aussage ist Heidrun Schliemann wichtig geworden und ist bezeichnend für ihren Stil und ihre Art zu malen. Sich auf einen Prozess einzulassen, gespannt vom jeweiligen Geschehen inspiriert zu werden und mit Intuition immer wieder neue Wege zu gehen, bedeutet für sie Faszination und Herausforderung zu gleich. Zu Beginn hat sie oft lediglich vor Augen, mit welchen Farben, Werkzeugen, Materialien und mit welchen Malgründen sie arbeiten möchte. Einmal angefangen, nimmt der Prozess seinen – auch für sie – ungeahnten Verlauf. Heidrun Schliemann liebt die Inspiration und den Austausch mit anderen Künstlern und Künstlerinnen und ist Mitglied im Kunstverein Siegen und im Kunstkreis Siegerland.

Hier die Öffnungszeiten der Römergalerie: Mittwoch 12 bis 17 Uhr / Donnerstag 8 bis 17 Uhr / Freitag 12 bis 17 Uhr / Samstag und Sonntag 15 bis 17 Uhr.

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Jochen Dietrich: "Obsolete Homes"

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bis 9. April 2027 / Kulturhaus LYZ Siegen

Zu sehen sind Bilder aus zwei Werkgruppen aus den Jahren 2016-2022 und 2026, die jeweils aus übermalten Fotografien bestehen: Im Fall der Gruppe "Real Estate" bilden gefundene Fotos von den Websites portugiesischer Grundstücksmakler den Ausgangspunkt. Bei "Obsolete Homes" handelt es sich um Aufnahmen, die Dietrich in den Jahren 2016 bis 2018 an der Algarve aufgenommen hat.

Die Motive ebenso wie der Umgang mit ihnen sind im besten Sinne frag-würdig: Das Land hat elf Millionen Einwohner, aber Wohnraum für fast dreißig. Und gebaut wird weiter. Denn es geht um Träume - das Haus mit Meerblick, das Refugium im Hinterland, das smarte Home. Und alles kommt auf den Markt, so lange es noch gut geht, solange die Reichen reisen und das Meer das Haus noch nicht geholt hat. Kann man davon schöne Bilder machen? Und ist, bei allem vordergründigen Naturalismus, was wir sehen überhaupt diese Wirklichkeit? Und entspricht, was wir sehen, überhaupt dem Foto, auf das es gemalt wurde? Dazu erfährt der Betrachter nichts.

Den Anspruch, die Welt zeigen zu können, hat das Medium Fotografie längst aufgeben müssen, meinen einige. Wenn das stimmt, hat der, der fotografierend etwas dokumentieren will, ein Problem. Da kann er ebenso gut malen.

Die Ausstellung ist Montag bis Freitag von 7 bis 18 Uhr zu sehen.

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