
Gemeinschaftsausstellung zum Thema „Beyond the surface – an emotional Journey“
28. Februar und 1. März 2026 / Atelier Haus 13 Freudenberg
Die Künstlerin und Musikerin Julia Nickmann, geboren und aufgewachsen in Freudenberg, hat in dem historischen Fachwerkhaus nicht nur ihr Atelier, sondern gemeinsam mit der Fotografin Kiria Bottenberg einen Ort der Begegnung und Kreativität geschaffen. Nun öffnet das Haus 13 wieder seine Türen – diesmal für eine gemeinschaftliche Kunstausstellung.
Unter dem Titel „Beyond the Surface – an emotional Journey“ (Was ruht unter der Oberfläche – eine emotionale Reise) präsentieren am 28. Februar und 1. März 2026 insgesamt sieben Kunstschaffende ihre Werke. Die Ausstellung vereint Arbeiten aus den Bereichen Malerei, Plastik/Skulptur und Fotografie und erstreckt sich über drei Etagen des denkmalgeschützten Fachwerkhauses – ein besonderes Ambiente direkt am Alten Flecken.
Beteiligt sind die Künstlerinnen Angela Gerzen, Anna Tost, Eileen Meiswinkel, Marco Reiffenrath, Eduard Rangnau, Axel Ollenschläger sowie die Gastgeberin Julia Nickmann. Gemeinsam laden sie die Besucherinnen ein, sich auf eine emotionale Reise jenseits der sichtbaren Oberfläche einzulassen und unterschiedliche künstlerische Perspektiven zu entdecken.
Die Ausstellung lädt dazu ein, das neue Jahr mit Farbe, Kreativität und Austausch zu beginnen. Besucher*innen erwartet eine gemütliche Atmosphäre, intensive Kunstbegegnungen und die Möglichkeit, mit den Kunstschaffenden ins Gespräch zu kommen.
Weitere Informationen zum Atelier, den teilnehmenden Künstler*innen und zur Organisatorin Julia Nickmann finden Sie unter:
Während der Öffnungszeiten (an beiden Tagen von 14 bis 16 Uhr) stehen die Künstler*innen für Gespräche über ihre Arbeiten zur Verfügung.
Nina Niederhausen: "Unnoticed"
bis 1. März 2026 / 4Fachwerk Mittendrin Museum Freudenberg
„Unnoticed“ wählte Nina Niederhausen als Titel, den englischsprachiger Begriff für „unbeachtet, unbemerkt oder unbeobachtet“. Ein Widerspruch zur ihrer tatsächlichen visuell-künstlerischen Leistung? In ihren Werken zeigt sie mit großer Präzision Gegenständliches, Objekte, die an denen viele Menschen vermutlich zunächst achtlos vorübergehen.
So rückt Nina Niederhausen mit Ihren Motiven Dinge in den Mittelpunkt, die im Alltag oft übersehen werden. Ihren Blick richtet sie dabei auf rostiges Eisen, verwittertes Holz, Gemäuer, Stofffetzen oder Metallstrukturen. Den spezifischen Details schenkt sie Beachtung, bringt deren Eigenart auf Papier oder Leinwand, zeigt den besonderen Charakter. „Ich versuche, Eindrücke und Gegenstände, die mir ins Auge fallen, sozusagen zu konservieren.“ Gegenstände werden durch die Arbeit von Nina Niederhausen nicht nur wiederentdeckt, sondern erhalten geradezu eine wirkungsvolle Aufwertung.
Die Liebe zur Kreativität begleitet Nina Niederhausen ein Leben lang: „Ich male und zeichne, seitdem ich einen Stift in der Hand halten kann,“ erzählt die junge Künstlerin, Jahrgang 19679, die in Hamm an der Sieg aufgewachsen ist und jetzt in Brachbach lebt und arbeitet.
Die Ausstellung „Unnotices – Was wir nicht sehen – und doch vor Augen haben“ wird bis zum 1. März 2026 gezeigt.
Das Museum ist mittwochs, samstags und sonntags von 14:00 Uhr bis 17:00 Uhr geöffnet. Sonderführungen können abgesprochen werden.
Susanne Krüger: "Orte und Ortschaften - Malerei und Webkunst"
bis 1. März 2026 / Foyer der Stadtbibliothek Kreuztal
Susanne Krüger, 1961 in Siegen geboren, ist u. a. Mitglied des Kunstkreises Siegen. Neben der Tusche- und Bleistiftzeichnung sind ihre bevorzugten Maltechniken die Aquarell-, Acryl-, Gouache- und Ölmalerei. In ihren Bildern herrscht immer das Gegenständliche vor, das in Anlehnung an die natürliche Form gestaltet wird. Neben der schon ins Fotorealistische gehenden Malweise finden sich aber auch surrealistische bis expressionistische Züge. Zum Teil werden aber auch unterschiedliche Malweisen in einem Bild kombiniert. Gearbeitet wird meistens mit den feinsten Pinseln oder Federn. Die Bilder entstehen oft über mehrere Wochen, da sie sehr arbeitsintensiv sind. Die Themen, die Susanne Krüger in ihrer Malerei verarbeitet, sind oft Träume von der Harmonie zwischen Mensch und Natur, von der gemeinsamen Nutzung unseres Planeten, also vom Miteinander anstelle des Gegeneinanders. Für die Ausstellung im Foyer der Bibliothek in Kreuztal entstanden Bilder, welche Orte der Kindheit, Sehnsuchtsorte und magische Orte darstellen.
Das künstlerische Schaffen der gebürtigen Bulgarin Tzveta Grebe, ebenfalls Mitglied des Kunstkreises Siegen und des Siegener Kunstvereins, besteht aus Malerei, Seidenmalerei, Weben und Wandmalerei (auch im öffentlichen Raum). Sie präsentiert Wandbilder, die in alter klassischer Webtechnik angefertigt werden. Die Ausstellung „Orte und Ortschaften“ zeigt die Erinnerungen, Erlebnisse und die emotionalen Stationen ihres Lebens. Die Fotos, die sie benutzt, verwandeln sich in einzigartige gewebte Bilder. Verarbeitet werden feinste bis gröbste Materialien, wie Garn, Baumwolle, Wolle, Seide, Stoffbänder, Seil und Schnur.
Die Werke der beiden Künstlerinnen dürften tatsächlich vielen Menschen bekannt sein, denn beide haben in der Vergangenheit mehrfach auch Stromkästen oder Fassaden im Raum Siegen gestaltet, die bis heute im öffentlichen Raum zu sehen sind.
Öffnungszeiten: Di., Mi. und Fr.: 10:00 bis 18:30 Uhr | Do.: 09:00 bis 18:30 Uhr | So.: 14:00 bis 18:00 Uhr
Era Freidzon: "Chut adom - 100 rote Bändchen"
bis 8. März 2026 / Städtische Galerie Haus Seel Siegen
Die Ausstellung der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Siegerland im Erdgeschoss der Galerie zeigt einen Ausschnitt aus dem Leben der Kinder in der Jüdischen Gemeinde Dortmund und macht jüdischen Alltag sichtbar. Die Dortmunder Künstlerin Era Freidzon fotografierte Kinderhände bei den unterschiedlichsten Aktivitäten.
Die Aufnahmen sind jeweils schwarzweiß – bis auf ein rotes Element: das Chut adom. Diese roten Bändchen, auch „Kabbala-Bändchen“ genannt, sind Glücksbringer und Schutzzeichen gegen den „bösen Blick“. Wenn die Eltern sie ihren Kindern ums linke Handgelenk knüpfen, segnen sie sie. Für Era Freidzon sind die Fotografien ein visuelles Gebet für das individuelle Glück und eine bessere Zukunft für alle Kinder – und dafür, dass jüdisches Leben in Deutschland, trotz allen Widrigkeiten, stattfindet und Zukunft hat.
Die Ausstellung ist ein Beitrag zur Eröffnung der „Christlich-Jüdischen Zusammenarbeit 2026 – 5786/87“ unter der Schirmherrschaft des Landrats des Kreises Siegen-Wittgenstein, Andreas Müller.
Geöffnet ist die Ausstellung Dienstag bis Samstag von 14 bis 18 Uhr, Sonn- und Feiertags von 11 bis 13 Uhr und 14 bis 18 Uhr.
Marcel van Beek: "Planetary Boundaries"
bis 12. März 2026 / KlimaWelten Hilchenbach
Die Ausstellung nimmt den Betrachter mit auf eine visuell beeindruckende Reise durch die kritischen Nachhaltigkeitsgrenzen, denen unser Planet durch menschliches Handeln ausgesetzt ist. Van Beek setzt sich künstlerisch mit den wichtigsten ökologischen Belastungsgrenzen auseinander wie - Artenvielfalt, Landnutzung, fossile Ressourcen und Umweltverschmutzung - und beleuchtet auf subtile, doch eindringliche Weise die Herausforderungen, die unsere Gesellschaft bewältigen muss, um die planetaren Grenzen nicht dauerhaft zu überschreiten.
Die Verbindung von Fine Art Photography mit moderner Konzeptfotografie schafft visuelle Metaphern, die Schönheit und Bedrohung zugleich sichtbar machen. Van Beeks Kunstwerke rufen nicht nur die Dimensionen der ökologischen Krise ins Bewusstsein, sondern schaffen auch Räume für Reflektion.
Zu sehen während der regulären Öffnungszeiten der KlimaWelten.
Wanderausstellung des Deutschen Bundestags
9. bis 13. März 2026 / Gymnasium Stift Keppel Hilchenbach
Die Wanderausstellung will die Öffentlichkeit in den Wahlkreisen über das Parlament und seine Mitglieder informieren. Bürgerinnen und Bürger haben Gelegenheit, mit ihren Bundestagsabgeordneten aus dem Wahlkreis in Kontakt zu treten und aus erster Hand Aufgaben und Arbeitsweise des Parlaments kennenzulernen.
Gruppenbesuche, insbesondere von Schulklassen, können vereinbart werden.
Freiberufliche Honorarkräfte stehen im Auftrag des Bundestages für die Informations- und Wissensvermittlung der Besucher und für moderierte Diskussionsrunden zur Verfügung.
Die Wanderausstellung besteht aus 16 großen Schautafeln mit acht Monitoren, einem Multifunktionskubus und einem sog. Touch-Tisch. Über das eigene Smartphone der Besucher stehen ein Multi-Media-Guide sowie Augmented Reality Anwendungen (Besuch des Plenarsaales) zur Verfügung. Auf einer der digitalisierten Schautafeln werden die Bundestagsabgeordneten des Wahlkreises mit Foto vorgestellt.
Zudem gibt es Quizspiele und eine „Fotowand“ für Selfie-Bilder mit Bundestagshintergrund. Informationsmaterialien und Souvenirs können kostenlos mitgenommen werden.
Öffnungszeiten: Montag 12 bis 20 Uhr / Dienstag bis Donnerstag 8 bis 16 Uhr / Freitag 8 bis 13 Uhr
Bruno Obermann: "Dazwischen der Zweifel"
bis 13. März 2026 / Sparkassen-Galerie Olpe
Ergänzend zur Ausstellung wird im Rahmen der Vernissage ein Künstlergespräch geführt: Axel Müller vom Kunstkabinett Hespert spricht mit dem Künstler Bruno Obermann über die ausgestellten Arbeiten und deren Entstehung. Darüber hinaus begleitet Guido Simon die Vernissage mit einer musikalischen Interpretation am Saxophon, die in einen dialogischen Bezug zu den gezeigten Bildern tritt. Der Kunsthistoriker Dr. Helmut Orpel aus Mannheim analysiert Obermanns Kunst wie folgt: Obermanns Malerei bewegt sich in einem Feld zwischen Figuration und Informel. Auf den ersten Eindruck wirken diese Arbeiten figurativ. In vielen meint man Köpfe zu erkennen. Der Kopf ist für ihn wie eine Metapher, ein Spiegelbild. Aber der Kopf im Werk von Obermann existiert gleichsam in Innen und in Außensicht. Er ist Form, in sich abgeschlossen. Gleichzeitig aber auch Unform, offen. Ort der Gedanken, Träume, Fantasien, denn bei näherer Betrachtung scheinen sich diese Figuren in Landschaften aufzulösen. Bildräume entstehen, die sich in die Tiefe hinein fortentwickeln. Bewegung im Bild darzustellen, ist Obermann erklärtermaßen ein Anliegen. Konkret bedeutet dies die Auflösung der Statik, wie sie einer allzu klar definierten Zeichnung von Natur aus anhaftet. Insofern dominiert bei Obermanns Malerei das Kolorit, das freie Spiel der Kräfte, das sich aus der Wechselbeziehung von Farbe, stofflicher Substanz und Form ergibt. Die Malerei entwickelt sich sowohl in der Fläche als auch aus der Tiefe heraus. Was sich dem ersten Blick offenbart, erscheint dabei als die Spitze des Eisbergs. Lasierend aufgetragene Farbschichten überlagern sich, allerdings oft nicht deckungsgleich wie bei den alten Meistern. Bewusst werden Partien offengelassen. Auch malt der Maler nicht auf traditionelle Weise vor der Staffelei. Er legt die Leinwände flach auf den Boden, um so auch den Fluss der Farbe besser beeinflussen zu können. Dadurch wird der prozesshafte Charakter jener Werke konstituiert: Bilder erscheinen hier gewissermaßen wie Augenblicksaufnahmen des Malvorgangs und stehen im Spannungsverhältnis zwischen Werden und Vergehen. Mit seinen Arbeiten huldigt Obermann einer Ästhetik der Metamorphosen.
Besichtigungen möglich zu den normalen Öffnungszeiten
Giorgio Morandi: "Resonanzen"
bis 22. März 2026 / Museum für Gegenwartskunst Siegen
Die retrospektive Ausstellung „Giorgio Morandi. Resonanzen“ im Museum für Gegenwartskunst Siegen geht der besonderen Position Morandis in der Kunst der letzten 80 Jahre nach. Sie zeigt mehr als 60 Werke des Malers vom Frühwerk der 1920er bis in die 1960er Jahre. Dabei setzt die Präsentation bei der umfassenden Morandi-Werkgruppe der Sammlung Lambrecht-Schadeberg an und erweitert diese mit Leihgaben aus deutschen und europäischen Sammlungen. Zugleich macht sich die Ausstellung das Prinzip Morandis zu eigen und setzt die Werke in Dialog mit älteren und jüngeren Werken anderer Künstler*innen, darunter Joseph Albers, Anna & Bernhard Blume, Gustave Caillebotte, Tacita Dean, Walter Dexel, Peter Dreher, Lucian Freud, Candida Höfer, On Kawara, Sol Lewitt, Edouard Manet, Claude Monet, Franziska Reinbothe oder Willem de Rooij.
Mit insgesamt über 80 Werken wird die Ausstellung selbst die Resonanzen zwischen einzelnen Motiven und Bildern erzeugen, indem sie Bezüge zwischen Ähnlichem sichtbar macht und Unterschiedliches zum Sprechen bringt.
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 11 bis 18 Uhr, Donnerstag bis 20 Uhr
Ivonne Orth: "Innensicht"
6. bis 27. März 2026 / Römergalerie Burbach
Ivonne Orths abstrakten Arbeiten sind Ausdruck ihrer inneren Welt und spiegeln die tiefen Emotionen und Gedanken wider, die sie begleiten.
Seit 2021 widmet sie sich intensiv der Malerei und hat in dieser Zeit nicht nur ihre Technik verfeinert, sondern auch ein eigenes Atelier geschaffen, in dem sie ihre kreativen Prozesse ausleben kann.
„In meinen Arbeiten kombiniere ich verschiedenste Materialien wie Spachtelmasse, Alufolie, Metallplättchen, Kunstharz sowie Acryl- und Ölfarben. Diese Vielfalt ermöglicht es mir, mit Texturen, Farben und Formen zu experimentieren und einzigartige Werke zu schaffen, die eine besondere Tiefe und Spannung in sich tragen. Der Entstehungsprozess eines Bildes fasziniert mich immer wieder aufs Neue – es ist eine Reise, die von der Idee bis zur letzten Berührung des Pinsels reicht und bei jedem Werk eine andere Dimension der Kreativität freisetzt“.
Neben verschiedenen eigenen Ausstellungen hatte sie auch die Möglichkeit, mit der Kunstgruppe „Kunstgemisch“ zusammenzuarbeiten und ihre Werke in einem breiteren Kontext zu präsentieren. „Besonders stolz bin ich auf meine Teilnahme an der ARTE in Wiesbaden, wo ich meine Kunst einem internationalen Publikum zeigen konnte“.
Die Ausstellung „Innensicht“ ist bis zum 27.03.26 in der Römergalerie zu sehen.
Öffnungszeiten der Römergalerie:
Montag 15.00 bis 17.00 Uhr
Mittwoch 12.00 bis 17.00 Uhr
Donnerstag 12.00 bis 17.00 Uhr
Freitag 12.00 bis 17.00 Uhr
Samstag 15.00 bis 17.00 Uhr
Sonntag 15.00 bis 17.00 Uhr
Susanne Krüger: "Vom Rosenkavalier, leuchtenden Pfoten, Flügeln und Blättern"
bis 4. April 2026 / Art Galerie Siegen
Ab dem 22. Februar 2026 präsentiert die Art Galerie die Wilnsdorfer Künstlerin Susanne Krüger und eröffnet damit einen vielschichtigen Blick in ein Œuvre, das sich durch farbintensive Landschafts- und Tierdarstellungen auszeichnet. Ihre Arbeiten entfalten sich in blühenden Szenarien, poetischen Tierwelten und symbolischen Begegnungen zwischen Mensch und Natur. Mit feinem Gespür überträgt Krüger jene Schönheit und Achtsamkeit für die kleinen Wunder in ihre eigene Bildsprache.
Motivisch dominieren vor allem Pferde, Vögel, Reptilien, Wölfe und Fabelwesen, harmonisch eingebettet in florale Geflechte, die eine innere Ruhe ausstrahlen und dabei immer wieder die Aufforderung tragen, Natur bewusst wahrzunehmen. Krügers abstrahierende Bildsprache vereint dabei klare Kanten, geschwungene Linien und kräftige Farben, ausgeführt in unterschiedlichen Medien: von leuchtenden Öl- und Acrylbildern, die eine besondere Licht- und Farbigkeit zeigen, über Tusche und Bleistiftzeichnungen, deren Kontrastreichtum und detaillierte Ausführung zur intensiven Auseinandersetzung einladen, bis hin zu stimmungsvollen Aquarellen und Mischtechniken.
Dass Krüger vor allem die subjektive Wahrnehmung und den gefühlvollen Moment in ihren Werken bevorzugt, wird durch die bewusste Entscheidung deutlich, die Naturdarstellungen zu abstrahieren. Diese Verbindung zeigt sich in den intensiven Farben und der Darstellung ihrer Tierwelt, die auf expressionistische Einflüsse verweisen; insbesondere erinnern ihre Pferdedarstellungen in leuchtendem Blau, Rosa und Gelb an das Werk von Franz Marc. Ergänzend lassen sich postimpressionistische Strömungen erkennen, da die Priorisierung der individuellen Bildwelt Affinitäten zu Künstlern wie Henri Rousseau aufzeigt, dessen Malerei ebenfalls eine persönliche Sichtweise über die naturalistische Darstellung stellte.
So entfaltet sich in Susanne Krügers farbenfrohem Œuvre eine zeitgenössische Position, die die emotionale Freiheit des Postimpressionismus mit der Leuchtkraft des Expressionismus verbindet und den Blick für die stillen Botschaften der Natur schärft.
Die Ausstellung kann Dienstag bis Freitag von 10 bis 18 und Samstag von 10 bis 16 Uhr besichtigt werden.
Sonderausstellung "Geschichte im Miniaturformat"
bis 12. April 2026 / Museum Wilnsdorf
Die historischen Puppenstuben der Sammlung Surberg bilden bürgerliches Leben aus drei Jahrhunderten ab.
Woher kommen eigentlich Puppenstuben? Nicht immer waren sie Spielzeug, auch als Statussymbole wurden sie genutzt.
Im Zusammenspiel aus künstlerischer Freiheit und detailreicher Genauigkeit führen rund 15 Kunstwerke der Sammlung Surberg-Röhr in Miniaturperspektive durch Steinzeit bis hin ins 20. Jahrhundert.
Im Kaufhaus, Leuchtturm, Ritterburg und vielem mehr lohnt sich das Eintauchen in die Szenen. Durch kleine Fenster schauen, Schilder lesen, einen Hund auf der Couch beobachten, grandiose Kunstwerke auf kleinen Staffeleien bestaunen. An einigen Stellen können die Szenerien auch noch verändert werden: Besucher erkunden das Leben bei Tag und Nacht.
Die Originalpuppenstuben aus den dreißiger und fünfziger Jahren zeigen eindrucksvoll, wie selbstgemachtes Spielzeug mit Liebe zum Detail aussieht.
Spielerisch entdecken und ausprobieren ist angesagt: Mit einem Puppenhaus und Marktstand können Kleine und große Besucher gesehene Szenen direkt nachspielen. Angehende Innenausstatter planen im Magnetspiel auch die Hauseinrichtung und gestalten Räume selbst.
Mit Aktionstag „Spielzeug“ am 22.02.2026!
Der Eintritt ins Haus samt Sonderausstellung kostet 5 Euro für Erwachsene, ermäßigt 4 Euro, für Familien 13 Euro.
Universität Siegen Department Architektur zu Gast beim Kunstverein Siegen
bis 19. April 2026 / Städtische Galerie Haus Seel Siegen
Das Projekt begreift Raum als offenen Möglichkeitsbereich für künstlerische, architektonische und gesellschaftliche Transformationen. In Kooperation mit der Universität Siegen und eingeladenen Künstlerinnen und Künstlern entsteht ein prozessorientiertes Format, das Ausstellung, Lehre und Stadtraum verbindet. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie urbane Räume durch kollektive Praxis und ästhetische Forschung neu aktiviert und verhandelbar werden können.
Die Ausstellung ist bis zum 08.03. zunächst als Teil-Präsentation im Untergeschoss der Galerie zu sehen und wird ab dem 10.03. um die Fläche im Erdgeschoss erweitert.
Geöffnet ist die Ausstellung Dienstag bis Samstag von 14 bis 18 Uhr, Sonn- und Feiertags von 11 bis 13 Uhr und 14 bis 18 Uhr.
Sandy Seifferth: "Beauty of Life"
2. März bis 24. April / Rathausfoyer Kreuztal
Sandy Seifferth hat während der Corona-Pandemie zur Kunst gefunden, als sie einen entspannenden Ausgleich gesucht hat: „Mithilfe von Kunst ist es mir möglich, in einen Flow zu kommen und so wirklich zu entspannen. Es ist wie eine Meditation für mich. Kreativ zu sein macht mich glücklich“, sagt die 34-Jährige. Über das Ausprobieren verschiedener Techniken und Materialien hat sie schnell ihren eigenen Stil entwickelt und arbeitet heute vorwiegend in Kohle und Acryl. Ihre Motive laden zum Schwelgen ein: In einem Mix aus Realismus und fantasievollen Elementen steht der Mensch und die Naturverbundenheit im Vordergrund. Insbesondere das Thema Freiheit wird in ihren lebendigen Bildern spürbar. „Kunst, die von Herzen kommt und dies auch spürbar macht, ist das Fundament meiner Arbeit“, so Sandy Seifferth.
An der Kunst schätzt die Krombacherin aber auch den verbindenden Charakter: „Auch die Betrachtung von Kunst anderer Künstler empfinde ich als sehr bereichernd. Es ist spannend zu sehen, wie jemand etwas darstellt, welche Techniken oder Farben verwendet werden. Kunst ist etwas, über das man gut ins Gespräch kommen kann, das uns Dinge aus anderen Perspektiven zeigt und aus dem wir oftmals etwas lernen können.“
Besichtigungen möglich zu den normalen Öffnungszeiten
Ulrich Schmidt: "Neues Leben - Totholz"
6. März bis 26. April 2026 / Waldlandhaus Hohenroth
Ein Stück Holz wird wieder lebendig und schön.
Nass und vermodert liegt es oftmals unbeachtet und verborgen im Wald. Doch aufgehoben und achtsam bearbeitet entsteht etwas Neues, etwas Lebendiges.
Einzigartiges ist geboren und bietet dem Betrachter ein großartiges Kunststück. Jetzt wieder lebendig, ansprechend. Aus eigenem Blickwinkel betrachtend, tritt die neue Form zutage. In seiner besonderen Ausstrahlung lädt es zum Anschauen – zum Berühren ein. So ist Totholz auch ein neuer Anfang, ein Weiterleben von zeitloser Ästhetik.
Wald – du bist so wertvoll, du bist und bleibst großartig!
Öffnungszeiten: Freitag, Samstag, Sonntag und an Feiertagen 14 bis 18 Uhr
Dr. Jana Mikota, Prof. Dr. Daniel Stein und Dr. Jens Aspelmeier: "Holocaust in Bildern erzählen"
bis 30. April 2026 / Aktives Museum Südwestfalen Siegen
Derzeit ist eine Ausstellung zu Bilderbüchern und Graphic Novels über den Holocaust im Aktiven Museum Südwestfalen zu sehen. Erarbeitet und erstellt wurde sie an der Universität Siegen.
Sie sind Teil der modernen Erinnerungskultur: Comics, Graphic Novels und Bilderbücher, die vom Holocaust handeln. Sie ermöglichen einen anderen Blick, weil sie die individuellen Geschichten von Opfern erzählen und dabei die Kraft, aber auch die Distanz der Bilder nutzen. Im Aktiven Museum Südwestfalen können Besucherinnen und Besucher derzeit verschiedene dieser Bücher und deren Entstehungsgeschichten kennenlernen. Die Ausstellung wurde von Dr. Jana Mikota, Prof. Dr. Daniel Stein und Dr. Jens Aspelmeier erstellt. Sie ist Teil des Verbundprojekts zur Holocaust-Erziehung, das im vergangenen Wintersemester an der Universität Siegen begann. Beteiligt sind das Germanistische Seminar sowie das Seminar für Anglistik/Amerikanistik und das Aktive Museum Südwestfalen.
Allein beim schnellen Blick über die Ausstellungsplakate mit beispielhaften Szenen prägen sich Bilder ein: hier zart gezeichnete Silhouetten von Menschen mit dem gelben Stern, dort plakative Motive wie die Katze mit Hitlerbärtchen vorm Hakenkreuz. Dr. Jens Aspelmeier, Direktor des Zentrums für schulpraktische Lehrerausbildung Siegen und Vorstandsmitglied des Aktiven Museums, spürt die Irritation beim Anblick des Comics „Maus“. „Das gehört dazu und ist vom Autor gewollt.“ Art Spiegelmann veröffentlichte in den 1980er Jahren mit „Maus“ einen der ersten Holocaust-Comics und löste eine kontroverse Diskussion über die Angemessenheit der Darstellung aus. Mittlerweile ist das Buch ein Klassiker.
Geöffnet ist die Ausstellung dienstags und donnerstags von 15 bis 18 Uhr und - nach Anmeldung - sonntags 15 bis 18 Uhr.
Ausstellung "25 Jahre, 25 Werke. Die Sammlungen des MGKSiegen"
bis 14. Juni 2026 / Museum für Gegenwartskunst Siegen
Das Museum für Gegenwartskunst Siegen wurde am 6. Mai 2001 erstmalig für das Publikum geöffnet. Anlässlich dieses Jubiläums präsentiert das MGKSiegen mit der Ausstellung „25 Jahre, 25 Werke“ die Entwicklung des Museums anhand von 25 ausgewählten Arbeiten. Die Werke sind beispielhaft für die Bedeutung und die künstlerischen Schwerpunkte innerhalb der beiden Sammlungen – der Sammlung Lambrecht-Schadeberg mit den Rubenspreisträger*innen der Stadt Siegen und der Sammlung Gegenwartskunst. Sie spiegeln die Ausstellungsgeschichte wider, offenbaren regionale Anknüpfungspunkte und verdeutlichen das große private und öffentliche Engagement, das seit 25 Jahren hinter dem internationalen Kunstmuseum steht.
Öffnungszeiten: Dienstag, Mittwoch, Freitag, Samstag, Sonntag 11 bis 18 Uhr, Donnerstag 11 bis 20 Uhr
Kunstverein Siegen: "Der Paravent ist ein Objekt des Dazwischen"
24. April bis 21. Juni 2026 / Städtische Galerie Haus Seel Siegen
Der Paravent als Objekt des Dazwischen dient als Ausgangspunkt für eine Ausstellung über Übergänge, Beweglichkeit und räumliche Beziehungen. Gezeigt werden Arbeiten, die mit Durchlässigkeit, temporären Strukturen und veränderlichen Raumkonstellationen im Innen- wie Außenraum arbeiten. Ausgehend von einem erweiterten Raumverständnis wird Stadt als lebendiger, sozialer Raum erfahrbar, der sich durch Wahrnehmung, Bewegung und Begegnung neu formt und als offenes Feld der Aushandlung erlebbar wird.
Geöffnet ist die Ausstellung Dienstag bis Samstag von 14 bis 18 Uhr, Sonn- und Feiertags von 11 bis 13 Uhr und 14 bis 18 Uhr.
Marlies Obier: "Unter dem Schatten der Bäume"
1. Mai bis 28. Juni 2026 / Waldlandhaus Hohenroth
Die Bedeutung der Wälder und Bäume wächst weiter mit jedem Jahr des Klimawandels. Neben ihrem Schutz des Wassers, der Luft, der Erde und der Artenvielfalt tritt auch ihr Blätterdach als Schutz vor Sonne und Hitze als weitere Erfahrung ein. Die Ausstellung führt in die Welt der Wälder und ihres lebenspendenden Schattens mit Texten von Naturforscher*innen aus Jahrhunderten: Maria Sibylla Merian, Georg Forster, Alexander von Humboldt und Amalie Dietrich.
Öffnungszeiten: Freitag, Samstag, Sonntag und an Feiertagen 14 bis 18 Uhr
Arbeitsgemeinschaft Siegerländer Künstlerinnen und Künstler (ASK): Hommage Künstler:Innen im Dialog
25. Juni bis 19. Juli 2026 / Städtische Galerie Haus Seel Siegen
Die ASK-Mitglieder treten in einen kreativen Dialog mit Arbeiten jener ASKMitglieder, deren Werk aufgrund von Tod oder Abschluss der individuellen Arbeitsbiografie als abgeschlossen gilt: Aki E. Benemann, Margret Judt († 2025), Kai-Uwe Körner († 2023), Helmut Riekel und Helga Seekamp.
Geöffnet ist die Ausstellung Dienstag bis Samstag von 14 bis 18 Uhr, Sonn- und Feiertags von 11 bis 13 Uhr und 14 bis 18 Uhr.
Ausstellung von Mona Rothenpieler
3. Juli bis 30. August 2026 / Waldlandhaus Hohenroth
Mona Rothenpieler wurde 1965 in Erndtebrück geboren und ist seit jeher tief mit der Natur und der Tierwelt verbunden. Diese lebenslange Tierliebe spiegelt sich konsequent in ihrem künstlerischen Schaffen wider. Schon in der Kindheit begann sie mit Blei- und Buntstift zu zeichnen; Anfang der 2000er-Jahre entdeckte sie schließlich die Acrylmalerei auf Leinwand für sich. Seit 2014 ist sie Mitglied der Wittgensteiner Kunstgesellschaft.
Im Mittelpunkt ihrer Arbeiten stehen Tiere, die sie vor allem in großformatigen, realistischen Darstellungen eindrucksvoll in Szene setzt. Ergänzt wird dieses Werk durch kleinere Arbeiten, etwa auf Holzscheiben, sowie durch humorvolle Motive: Kaninchen mit Fliegerbrille, Sonnenbrille oder Kopfhörern verleihen den Bildern eine spielerische Leichtigkeit und einen augenzwinkernden Charakter.
Öffnungszeiten: Freitag, Samstag, Sonntag und an Feiertagen 14 bis 18 Uhr
Cory Arcangel: "End User"
bis 27. September 2026 / Museum für Gegenwartskunst Siegen
Cory Arcangel (*1978, Buffalo, NY (US), lebt und arbeitet in Stavanger (NO)) hat für die fünfte Ausgabe der „MGKWalls“ eine Serie neuer Arbeiten entwickelt. Die ortsspezifische Ausstellungsreihe stellt zwei prominente Wände des Museums in den Mittelpunkt einer Jahrespräsentation: die Eingangswand im Foyer des Museums sowie die große LED-Wand an der Außenfassade, die die Architektur des Museums programmatisch zur Stadt hin öffnet und seit der Eröffnung ein markantes Erkennungsmerkmal des Hauses ist.
Cory Arcangel ist Künstler, Komponist, Kurator und Unternehmer. Seit Ende der 1990er Jahre beschäftigt er sich mit den Möglichkeiten auf digitalen Technologien basierter Kunst. In seinen Arbeiten setzt er sich mit Netzkunst, Internet- und Popkultur, experimenteller Musik sowie der Unterhaltungsindustrie auseinander. Arcangel wurde für seinen ganz eigenen künstlerischen Zugriff auf alte und neue digitale Technologien bekannt. Dabei sind die jeweiligen Medien immer Thema und Gegenstand zugleich. Mit einem fast archäologischen Ansatz untersucht er ihre Strukturen und „hackt” die visuelle Sprache von Software, Videospielen, sozialen Medien und maschinellem Lernen.
Zu sehen Dienstag bis Sonntag 11 bis 18 Uhr / Donnerstag bis 20 Uhr
Informelle Malerei von Rainer Seifert
27. Februar bis 15. Mai / IHK-Siegen
Rainer Seifert lebt mit und inmitten seiner Kunst. Sein Atelier hat sich der leidenschaftliche Autodidakt in seiner Wohnung im heimatlichen Leverkusen eingerichtet. Hier entstehen seine unverkennbaren abstrakten Farbgebilde – jedes ein Original. Rainer Seifert setzt dabei mehrere Farben auf einen hoch biegsamen Metallspachtel, einen sogenannten Japanspachtel, auf. „Die Farbwahl ist Intuition“ sagt Seifert und setzt den Spachtel auf das Papier. Es folgen schnelle Handbewegungen, den Rest überlässt er der Dynamik des Farbflusses. „Die Geschwindigkeit ist das Geheimnis“, betont Seifert.
Die Werke, die in der IHK ausgestellt sind, eröffnen einen intensiven Blick auf das Zusammenspiel von Farbe und Dynamik und lassen den Betrachter einen wahren Farbrausch erleben. Denn durch Seiferts Arbeitstechniken vermischen sich die kräftigen Grundfarben Rot, Gelb und Blau zu einer Vielzahl von höchst unterschiedlichen Farbgebungen. Mal dominieren leuchtendes Blau und Gelb, mal dämpfen dunkle Töne die leuchtenden Grundfarben.
Für seine großformatigen Werke verwendet Seifert Malgründe wie MDF Platten, vielen bekannt aus dem Innenausbau für Wohnungen. Diese bearbeitet Seifert mit Werkzeugen wie Hammer und Stemmeisen, setzt Farben auf die bearbeiteten Platten, um sie dann verteilend zu einem Kunstwerk zu entwickeln. Eine weitere Spezialität von Seifert ist der Einsatz von Feinblechen, die er bemalt, um dann mit Pinsel und Spritzpistolen die abschließenden Farb- und Formgebungen hin zum fertigen Kunstwerk zu vollbringen. Hieraus entstehen in der Folge hochwertige Kunstdrucke als Kleineditionen. Eines gilt für alle seine Werke: „Der Zufall führt Regie“, er verbessert nichts, im Gegenteil: "Unerwartetes freut mich!"
Geboren 1965 in Leverkusen, blickt Rainer Seifert auf ein abwechslungsreiches Berufsleben jenseits der Kunst zurück: Ausbildung im Verwaltungsfach, Abschlüsse als Betriebswirt VWA Essen und Wirtschaftsförderer VWA Freiburg, Ausbildereignung der IHK Ruhr und Fachwirt IHK für die Tagungs-, Kongress- und Messewirtschaft der Internationalen Congress Akademie Karlsruhe. 1984 sieht er im Rahmen seiner ersten Ausbildung im Museum Schloss Morsbroich die Ausstellung des Hagener Malers Emil Schumacher – das Schlüsselerlebnis für seine Kunstleidenschaft, zunächst als Sammler und seit 2014 für die eigene künstlerische Auseinandersetzung mit Farbe und Form. Der Lithograph Manfred Hügelow, den Seifert um Einschätzung seiner ersten „Experimente“ bittet, ermuntert Seifert, seinen künstlerischen Weg weiterzugehen. Und so bereichern Rainer Seiferts Werke seit 2017 in Einzel- und Gemeinschaftsausstellungen die Kunstszene der Region und darüber hinaus.
Öffnungszeiten der Ausstellung: Montag bis Donnerstag: 8 bis 16:30 Uhr, Freitag: 8 bis 15:30 Uhr