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Ausstellungen in SiWi
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Ausstellungen in SiWi

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Detlef Schweiger: "Crossover IV – Lavur Malerei"

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bis 29. August 2026 / Art-Galerie Siegen

Mit der Ausstellung Crossover IV präsentiert die Art Galerie eine konzentrierte Übersicht über das aktuelle Werk von Detlef Schweiger. Im Zentrum stehen die charakteristischen Tusche-Lavuren, die das Spektrum seiner bisherigen künstlerischen Praxis erweitern.

Schweiger hat sich auf die anspruchsvolle Technik der Lavur spezialisiert – ein Verfahren, bei dem stark verdünnte Tusche in wässrigen Schichten aufgetragen wird. In seiner Maltechnik wird die schwarze Tusche in sehr dünnflüssiger Konsistenz mit dem Pinsel in die wässrigen Bildelemente eingebracht und in einem zeitaufwendigen Prozess zu komplexen Strukturen geformt. Anders als in der klassischen Aquarell- oder Tuschemalerei vermeidet er gezielt das Ineinanderlaufen der Formen. Stattdessen entstehen klar abgegrenzte, sich überlagernde Elemente, die miteinander korrespondieren, ohne sich vollständig zu überdecken.

Seine Lavuren sind das Ergebnis eines langen künstlerischen Entwicklungsprozesses. Über Jahre hinweg hat Schweiger seine Technik verfeinert und zu einer eigenständigen Bildsprache geführt. Während frühe Arbeiten noch durch materialbetonte Ansätze geprägt waren, zeichnen sich die aktuellen Werke durch Transparenz, Leichtigkeit und eine präzise gesteuerte Bildorganisation aus. Die Überlagerungen der einzelnen Bildelemente erzeugen eine visuelle Tiefe, die zwischen Fläche und Illusion oszilliert und den Arbeiten eine besondere Brillanz verleiht.

Die Entscheidung für Schwarz-Weiß ist dabei zentral. Farbe als psychophysischer Reiz tritt zugunsten einer konzentrierten Wahrnehmung von Struktur, Rhythmus und Form zurück. Die Arbeiten fordern eine aktive Betrachtung: Aus der Distanz entfalten sie ihre räumliche Wirkung, aus der Nähe offenbaren sich feine Differenzierungen der einzelnen Tuschestrukturen und deren subtile Übergänge.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit einem Vorwort von Holger Wendland. Zudem wird eine Vorzugsausgabe mit einem Original-Lineament-Holzschnitt von Detlef Schweiger und Kay Busch (Auflage: 66 Exemplare) angeboten.

Die Ausstellung lädt dazu ein, Kunst als offenen Wahrnehmungsprozess zu begreifen – als ein Wechselspiel zwischen künstlerischer Setzung und individueller Imagination.

Detlef Schweiger (*1958, Düsseldorf) zählt zu den profilierten deutschen Crossover-Künstlern der Gegenwart. Nach Kindheit und Jugend in Dresden studierte er von 1979 bis 1984 Kunsterziehung, Gestaltungstheorie, Malerei und Grafik an der Humboldt-Universität zu Berlin. Seit 1986 lebt und arbeitet er als freischaffender Künstler im Künstlerhaus Dresden-Loschwitz.

Schweigers Werk verbindet Malerei, Grafik, Installation, Lichtkunst, Klang, Video und Performance zu einer interdisziplinären Bildsprache. International bekannt wurde er insbesondere durch seine hochkomplexen Tusche-Lavuren sowie Lichtinstallationen aus recycelten CDs und DVDs, die mit Reflexion, Transparenz und räumlicher Wahrnehmung arbeiten. Seit 1986 leitet er das Klang-Video-Performance-Kollektiv SARDH, seit 2000 ist er künstlerischer Leiter des intermedialen Festivals Morphonic Lab in Dresden. Zu seinen prägenden Projekten zählt zudem die multimediale Installation The Wall Inside Berlin (1990).

Seine Arbeiten wurden in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland präsentiert und befinden sich in öffentlichen wie privaten Sammlungen. Für sein künstlerisches Schaffen erhielt Schweiger 2015 den Dresdner Kunst- und Wissenschaftspreis. Darüber hinaus engagierte er sich über viele Jahre in Jurys und Gremien des Künstlerbundes Dresden, der Stiftung Kunstfonds Bonn sowie der Stiftung Sozialwerk VG Bild-Kunst und prägte damit auch die Entwicklung der zeitgenössischen Kunst in Sachsen nachhaltig.

Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 10 bis 18 Uhr und Samstag 10 bis 16 Uhr

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Mona Rothenpieler: "Tierbilder"

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bis 30. August 2026 / Waldlandhaus Hohenroth

Mona Rothenpieler wurde 1965 in Erndtebrück geboren und ist seit jeher tief mit der Natur und der Tierwelt verbunden. Diese lebenslange Tierliebe spiegelt sich konsequent in ihrem künstlerischen Schaffen wider. Schon in der Kindheit begann sie mit Blei- und Buntstift zu zeichnen; Anfang der 2000er-Jahre entdeckte sie schließlich die Acrylmalerei auf Leinwand für sich. Seit 2014 ist sie Mitglied der Wittgensteiner Kunstgesellschaft.

Im Mittelpunkt ihrer Arbeiten stehen Tiere, die sie vor allem in großformatigen, realistischen Darstellungen eindrucksvoll in Szene setzt. Ergänzt wird dieses Werk durch kleinere Arbeiten, etwa auf Holzscheiben, sowie durch humorvolle Motive: Kaninchen mit Fliegerbrille, Sonnenbrille oder Kopfhörern verleihen den Bildern eine spielerische Leichtigkeit und einen augenzwinkernden Charakter.

Öffnungszeiten: Freitag, Samstag, Sonntag und an Feiertagen 14 bis 18 Uhr




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Steffanie Schlabach: "Malerei und Fotografie – von Landschaften bis Nürburgring"

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bis 31. August 2026 / Rathaus Erndtebrück

Steffanie Schlabach beschäftigt sich seit ihrer Kindheit mit Kunst und Kreativität. Bereits früh besuchte sie eine Kunstschule, in der sie verschiedene Techniken und Stilrichtungen erlernte. Nach einer längeren Pause, in der andere Lebensbereiche im Vordergrund standen, fand sie vor etwa drei Jahren zur Malerei zurück.

Heute arbeitet sie mit unterschiedlichen Materialien und Ausdrucksformen, darunter Acrylfarben, Pastellkreide und Aquarell. Ihre Werke sind geprägt von einem hohen Anspruch an sich selbst und dem Wunsch, kreative Ideen sichtbar zu machen.

Neben der Malerei ist auch die Fotografie ein zentraler Bestandteil ihres Schaffens. Besonders Landschafts- und Naturaufnahmen sowie Motive rund um den Nürburgring stehen im Fokus. Durch gezielte Bildbearbeitung gelingt es ihr, besondere Stimmungen einzufangen und hervorzuheben.

„Ich bin gerne kreativ, weil es mir Freude macht, entspannt und zugleich fordert. Beim Malen und Fotografieren sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt – alles ist möglich“, beschreibt die Künstlerin ihre Motivation.

Die Ausstellung lädt Besucherinnen und Besucher dazu ein, unterschiedliche Perspektiven auf Natur, Bewegung und Kreativität zu entdecken.

Die Werke sind bis zum 31. August 2026 im Rathaus zu sehen.




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"Tiere erzählen" - Ausstellung von Dr. Marlies Obier

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bis 4. September 2026 / Römergalerie Burbach

Die sehr erfolgreiche Ausstellung „Tiere erzählen“ wird in der Römergalerie und ihren Räumen mit einem neuen Fokus präsentiert.

Tiere stehen im Mittelpunkt vieler Erzählungen der Literatur seit Jahrhunderten. Weltberühmt geworden sind Figuren wie Bambi, die Bremer Stadtmusikanten, Flush und Akka von Kebnekajse. Ihre Autor*innen gaben den Tieren eine Stimme und verbanden damit die Hoffnung, dass der Mensch lernt, den Tieren mit Achtung zu begegnen.

Öffnungszeiten: Montag, Samstag und Sonntag 15.00 bis 17.00 Uhr, Mittwoch, Donnerstag und Freitag 12.00 bis 17.00 Uhr

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Fotoausstellung "Zukunftsbilder 2045 – Eine Reise in die Welt von morgen"

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bis 4. September 2026 / Foyer des Kreishauses in Siegen

Wie könnten unsere Städte in der Zukunft aussehen? Die Fotoausstellung „Zukunftsbilder 2045 – Eine Reise in die Welt von morgen“ entwirft eine positive Zukunftsvision: naturnahe, lebenswerte und fortschrittliche Städte. Die aufwendig und ohne künstliche Intelligenz gestalteten Panoramen zeigen, wie Städte in Deutschland, der Schweiz und Österreich in Zukunft aussehen könnten.

Ergänzt wird die Ausstellung durch einen reich bebilderten Katalog. Darin schildert eine Reportage den Weg zum Erreichen der Klimaziele bis zum Jahr 2045 und entwirft ein anschauliches Bild davon, wie ein nachhaltiges Leben in der Zukunft aussehen könnte.

Die Ausstellung kann Montag bis Donnerstag von 7.30 Uhr bis 17 Uhr und Freitag bis 15 besichtigt werden.

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Malgruppe Flotter Pinsel: "Aus dem Rahmen gefallen"

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bis 13. September 2026 / Technikmuseum Freudenberg

Als seien sie den Bildern an den Wänden entsprungen, präsentieren sich unterschiedlichste Skulpturen im großen Saal. Oder ist es umgekehrt? Waren die Skulpturen Inspiration für die Gemälde? Was allen dreidimensionalen Figuren gemeinsam ist: sie sind fantasievoll aus den einfachen Werkstoff Pappmaché gestaltet, farbenfroh bemalt, und sie korrespondieren mit einem zweidimensionalen Gemälde im Raum.

Des weiteren werden Werke gezeigt, die das klassische Thema "Vier Jahreszeiten" auf eine besondere Weise beleuchten, sowie künstlerisch gestaltete Initiale. Lassen Sie sich überraschen!

Die Ausstellung ist jeden Mittwochnachmittag und sonntags während der Öffnungszeiten des Museums zu besichtigen.

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Offener Fototreff Hilchenbach: "Unsere Lieblingsfotos"

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bis 15. September 2026 / Rathaus Hilchenbach

Als Projekt des Förderprogramms „Dritte Orte“ gibt es seit diesem Jahr im kmd den Offenen Fototreff (OFT). Hier treffen sich interessierte Hobbyfotografinnen und Fotografen mit einem Monatsthema und zum gegenseitigen Austausch. In diesen Treffen kamen von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern im Laufe der Zeit sehr viele unterschiedliche Motive zu verschiedenen Interessensgebieten zusammen. Die Fotografien zeigen zum Beispiel Szenen aus der Natur, Reise- und Tierfotografie sowie Porträtaufnahmen.

Aus dieser Gruppe werden nun die besten Bilder im Rathaus Hilchenbach zum Thema „Unsere Lieblingsfotos“ ausgestellt.

Für die Ausstellung wurden von jedem Akteur drei Lieblingsfotos ausgewählt. Diese bunte Mischung von unterschiedlichen Motiven kann nun in der ersten und zweiten Etage des Hilchenbacher Rathauses während der normalen Öffnungszeiten des Rathauses besichtigt werden.

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Anne Freudenberger: "Guck mal KUNST"

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bis 20. September 2026 / 4Fachwerk-Mittendrin-Museum Freudenberg

Nach vier Jahrzehnten im Unterricht öffnen sich für Anne Freudenberger aus Siegen neue zeitliche Freiräume. Die Pädagogin nutzt diese Phase, um sich mit Begeisterung, Intuition und wachsender Professionalität der Malerei zuzuwenden.

Aus dem anfänglichen Interesse wird bald deutlich mehr als ein Hobby. Anne Freudenberger entwickelt eine immer professionellere Herangehensweise und eine eigenständige künstlerische Ausdruckskraft. Sie experimentiert mit Farben, Materialien und Strukturen; in ihren Werken verdichtet sich ein kreativer Impuls, den sie selbst so beschreibt: „Meine Stimmung überträgt sich auf meine Bilder.“

Mit der Zeit wendet sie sich zunehmend abstrakten Kompositionen zu. Deren Wirkung steigert sie häufig durch Materialmix-Collagen, die den Bildern Tiefe, Bewegung und eine besondere haptische Qualität verleihen.

Eine wichtige Rolle spielt in ihrem Prozess das Experiment mit ungewohnten Materialien. „Gerne verwende ich Marmormehl, das zunächst willkürlich aufgetragen wird. Dann bewirkt die Trocknung in der Sonne eine überraschende Umformung in eine scheinbar explodierende Ornamentik, die ich anschließend mit Farben ausgestalte“, erläutert Anne Freudenberger eine ihrer Vorgehensweisen.

Neben Acrylfarben und Kreide setzt sie auch Gold- und Silberpulver ein. Sogar Blattgold trägt zur Ausdrucksvielfalt ihrer Arbeiten bei und verleiht einzelnen Bildpartien eine besondere Leuchtkraft.

Als Inspirationsquellen dienen ihr unter anderem Fotos, Zeitungsausschnitte, Stoffe, Pappmaschee und Naturmaterialien. Daraus entstehen überraschende, teils großformatige Werke mit vielschichtigen Oberflächen und spannungsvollen Kompositionen.

In einer ihrer Bildserien wird ihre Liebe zum Meer besonders deutlich. „Wir haben 40 Jahre gesegelt. Die maritime Begeisterung habe ich gerne künstlerisch umgesetzt“, sagt Anne Freudenberger.

Zu farbigen Motiven gesellen sich echte Segeltuch-Applikationen und Kordeln. Gemeinsam erzeugen sie einen Gesamteindruck, der die Sehnsucht nach rauschenden Wellen spürbar macht. Ein Werk greift diese Bildidee besonders eindrucksvoll auf: Hier nutzt die Künstlerin die Struktur getrockneter Baumrinde, um eine Strandsituation und eine vom Wind bewegte Flut zu einer ausdrucksstarken Küstenlandschaft zu formen.

Öffnung: Mittwoch, Samstag, Sonntag jeweils von 14 bis 17 Uhr.

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Sabine Schnell: "Abstrakte Malerei"

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bis 20. September 2026 / Foyer der Stadtbibliothek Kreuztal

Sabine Schnell ist Kreuztalerin und widmet sich seit 2012 mit großer Leidenschaft der abstrakten Malerei.

Farben, Strukturen und Formen sind für sie eine Möglichkeit, Eindrücke und Stimmungen sichtbar zu machen. Ihre Bilder entstehen intuitiv – Schicht für Schicht entwickelt sich auf der Leinwand ein Werk, das oft erst während des kreativen Prozesses seine eigene Richtung findet.

Inspiriert von der Natur entstehen aus kräftigen Farbkompositionen, markanten Linien und vielschichtigen Strukturen ausdrucksstarke Werke mit besonderer Tiefe und plastischer Wirkung. Die Bilder laden dazu ein, immer wieder neue Details zu entdecken und Raum für eigene Gedanken und Interpretationen zu finden.

Es freut Sabine Schnell besonders, wenn ihre Kunst Menschen berührt und sie über ihre Werke miteinander ins Gespräch kommen. Ihre Bilder haben bereits bei Ausstellungen viel Anklang gefunden und befinden sich heute in zahlreichen privaten Sammlungen.

Weitere Werke und mehr Informationen zu Sabine Schnell sind auf www.sabineschnell.de zu finden.

Die Ausstellung kann zu den Öffnungszeiten der Stadtbibliothek besucht werden.

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Bündnis gegen Depression Olpe-Siegen-Wittgenstein: "Inklusion exklusiv - kreativ"

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31. August bis 24. September 2026 / KrönchenCenter Siegen

Kunst verbindet, schafft Begegnung und kann Mut machen. Unter diesem Gedanken lädt das Bündnis gegen Depression Olpe-Siegen-Wittgenstein zu einer Aussstellung im KrönchenCenter der Stadt Siegen ein. Im Rahmen der Mut-Mach-Wochen werden dort Werke unter dem Titel „Inklusion exklusiv – kreativ“ von Künstlerinnen und Künstlern mit und ohne Psychiatrieerfahrung präsentiert.

Die Ausstellung möchte zeigen, wie vielfältig künstlerischer Ausdruck sein kann und zugleich einen Raum für Begegnung, Austausch und Offenheit schaffen. Neben den beteiligten Künstlerinnen und Künstlern aus den jeweiligen Einrichtungen der gemeindepsychiatrischen Versorgung bringen sich auch die Kinderklinik und Privatpersonen mit eigenen Werken und Beiträgen ein.

Die Vernissage steht ganz im Zeichen der Botschaft: Psychische Erkrankungen gehören in die Mitte der Gesellschaft – und jeder Mensch hat seine ganz eigene Geschichte, Perspektive und Stärke. Kunst kann dabei eine Brücke sein: Sie macht Gedanken und Gefühle sichtbar, eröffnet neue Blickwinkel und lädt dazu ein, miteinander ins Gespräch zu kommen.

Alle Interessierten sind eingeladen, die Ausstellung zu entdecken, mit den Beteiligten ins Gespräch zu kommen und gemeinsam ein Zeichen für mehr Verständnis, Offenheit und Solidarität im Umgang mit psychischer Gesundheit zu setzen.

Die Ausstellung kann montags bis freitags von 7 bis 20 Uhr und samstags von 8 bis 14 Uhr besucht werden.

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Cory Arcangel: "End User"

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bis 27. September 2026 / Museum für Gegenwartskunst Siegen

Cory Arcangel (*1978, Buffalo, NY (US), lebt und arbeitet in Stavanger (NO)) hat für die fünfte Ausgabe der „MGKWalls“ eine Serie neuer Arbeiten entwickelt. Die ortsspezifische Ausstellungsreihe stellt zwei prominente Wände des Museums in den Mittelpunkt einer Jahrespräsentation: die Eingangswand im Foyer des Museums sowie die große LED-Wand an der Außenfassade, die die Architektur des Museums programmatisch zur Stadt hin öffnet und seit der Eröffnung ein markantes Erkennungsmerkmal des Hauses ist.

Cory Arcangel ist Künstler, Komponist, Kurator und Unternehmer. Seit Ende der 1990er Jahre beschäftigt er sich mit den Möglichkeiten auf digitalen Technologien basierter Kunst. In seinen Arbeiten setzt er sich mit Netzkunst, Internet- und Popkultur, experimenteller Musik sowie der Unterhaltungsindustrie auseinander. Arcangel wurde für seinen ganz eigenen künstlerischen Zugriff auf alte und neue digitale Technologien bekannt. Dabei sind die jeweiligen Medien immer Thema und Gegenstand zugleich. Mit einem fast archäologischen Ansatz untersucht er ihre Strukturen und „hackt” die visuelle Sprache von Software, Videospielen, sozialen Medien und maschinellem Lernen.

Zu sehen Dienstag bis Sonntag 11 bis 18 Uhr / Donnerstag bis 20 Uhr




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Nina Beier, David Hammons, Zoe Leonard: "Das soziale Leben der Dinge"

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bis 27. September 2026 / Museum für Gegenwartskunst Siegen

Die Ausstellung im Museum für Gegenwartskunst Siegen stellt die Werke von Nina Beier (* 1975, lebt in Kopenhagen), David Hammons (* 1943, lebt in New York) und Zoe Leonard (* 1961, lebt in New York) in einen überraschenden, generationsübergreifenden Dialog. In ihren Installationen, Skulpturen, Fotografien und Videos nehmen die drei Künstler*innen Gegenstände des Alltags, wie Matratzen, Waschbecken, Kaffeebecher oder Wächterlöwen zum Ausgangspunkt ihrer Arbeiten. Trotz ihrer unterschiedlichen kulturellen Hintergründe und künstlerischen Ansätze teilen sie das gemeinsame Interesse, durch die Gegenüberstellung ausgewählter Objekte soziale Erfahrungen und kulturelle Deutungsmuster sichtbar zu machen.

Die Ausstellung „Das soziale Leben der Dinge“ zeigt in zehn Räumen zahlreiche Schlüsselwerke von den 1990er Jahren bis heute. Nina Beier arbeitet meist mit gesammelten Objekten und setzt sich mit Fragen von Wert, Herkunft, Reproduktion und Bedeutungsverschiebung auseinander. Ihre Skulpturen und Installationen thematisieren globale Produktions- und Zirkulationsprozesse durch unerwartete Kombinationen. David Hammons zählt zu den einflussreichsten Künstlern unserer Zeit. Mit scheinbar belanglosen Materialien und urbanen Fundstücken schafft er poetische und subversive Objekte, die sich mit afroamerikanischer Identität, gesellschaftlichen Machtverhältnissen und dem Kunstsystem auseinandersetzen. Zoe Leonards Werk reicht von der Erkundung natürlicher Landschaften und des urbanen Raums bis hin zu Fragen von Geschlecht, Migration und globalem Warenaustausch. Durch Wiederholungen und subtile Perspektivwechsel macht die Künstlerin auf die besonderen Eigenschaften offensichtlich vertrauter Bilder oder Objekte aufmerksam.

Alle drei Künstler*innen setzen sich direkt mit den materiellen, visuellen und sozialen Wirklichkeiten der Welt auseinander. Sie interessieren sich für Objekte, die bereits mit Beziehungen, Hierarchien und Widersprüchen aufgeladen sind. Ihre Werke verkörpern diese auf eine Weise, die den Gegenstand selbst zu einem Ort der Spannung zwischen symbolischer Bedeutung, Material und Raum macht. Ausgehend von Dingen des menschlichen Lebens schaffen Beier, Hammons und Leonard einen Moment der Wiedererkennung und erzeugen zugleich produktive Verunsicherung, die scheinbar Bekanntes neu sehen lässt.

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 11 bis 18 Uhr / Donnerstag bis 20 Uhr




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"Friedrich Wilhelm Bäcker – Visionen einer Vergangenheit"

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bis 27. September 2026 / Siegerlandmuseum Siegen

Erstmals wird das Werk des bislang weitgehend unbekannten Siegerländer Fotopioniers Friedrich Wilhelm Bäcker (1858-1940) präsentiert. Wie eine Zeitkapsel öffnen seine Bilder den Blick auf das Siegerland der 1910er Jahre – von Porträts über künstlerische Naturaufnahmen bis hin zu Szenen an der Schnittstelle zwischen Landidyll und industrieller Moderne.

Wer war Bäcker und welche Geschichten erzählen seine Bilder? Diesen Fragen geht die Ausstellung nach und eröffnet auch neue Perspektiven: Generative KI lädt an ausgewählten Exponaten dazu ein, die Grenze von Realität und Interpretation spielerisch zu hinterfragen.

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10 bis 17 Uhr

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"der Legende nach"

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bis 27. September 2026 / Museum für Gegenwartskunst Siegen

Die Ausstellung der Legende nach zeigt Werke aus den beiden Sammlungen des Museum für Gegenwartskunst Siegen zusammen mit ausgewählten zeitgenössischen Positionen. Ansatzpunkt ist die Auseinandersetzung mit verschiedenen Formen der Notation. Im Allgemeinen ist eine Notation ein aus Zeichen und Symbolen zusammengesetztes System. Es kann benennen, beschreiben und darstellen, als Werkzeug für Übertragungen oder Träger von Information dienen.

Eindeutigkeit, Lesbarkeit und damit Funktionalität einer Notation setzen die Strukturierung der Inhalte und den Gebrauch vereinbarter Zeichen voraus, die allerdings nie ganz neutral oder repräsentativ sind. Im Hinblick auf diese Begrenzungen stellt sich die Frage, inwiefern Abläufe, Gesten und Ideen überhaupt dokumentiert und reproduziert werden können. Was bedeutet es, etwas als wiederholbar zu betrachten, und welche Chancen oder Hindernisse beinhaltet eine solche Annahme? In der Legende nach wird dieser Unbestimmtheit Raum gegeben: Beabsichtigte oder ungeplante Fehler und vermeintliche Verluste in einer Übersetzung werden als Möglichkeit verstanden. Sie markieren die Grenzen der Systeme und erproben das Potenzial von konstruktiver Veränderung.

In der Ausstellung werden Arbeiten zusammengebracht, die sich mit formalen und strukturellen Systemen auseinandersetzen, sich diese aneignen oder sie aktiv unterlaufen und eigene Handschriften oder Vokabulare entwickeln. Die Künstler*innen leiten Aufführungen an, manipulieren Reproduktionen oder berühren Fragen von Dokumentation auf technischer Ebene. Andere versuchen, Bewegungen und Eindrücke greifbar zu machen, und eröffnen neue Perspektiven durch Überführungen bekannter Objekte in zunächst wenig verwandt erscheinende Materialien oder Formate. Insofern wird die Notation in der Legende nach als konzeptueller Filter eingesetzt: um über nichtlineare Prozesse der Produktion und Interpretation nachzudenken und weniger offensichtliche Bezüge zwischen Arbeiten verschiedener Medien, Kontexte und Zeiten sichtbar zu machen.

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 11 bis 18 Uhr, Donnerstag 11 bis 20 Uhr




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Gerhard Knappstein: "Küsten und Landschaften in Südeuropa"

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4. bis 30. September 2026 / Rathaus Netphen

Gerhard Knappstein nimmt die Besucherinnen und Besucher mit auf eine Reise zu verschiedenen Küsten und Landschaften in Südeuropa. Er zeigt in seiner Ausstellung schöne Natur- und Landschaftsfotos von Korsika, Amalfiküste, Algarve, Madeira und Cote d'Azur.

Inseln und Küsten haben den großen Vorteil, dass man das Meer und die Berge gleichermaßen erleben kann. Sie begeistern mit ihren grandiosen Aussichtsbergen und -punkten alle Natur- und Wanderfreunde.

Die Fotografien geben einen wunderbaren Eindruck von der abwechslungsreichen und atemberaubenden Schönheit der Inseln und Küsten. Es sind mediterrane Landschaften, Strände, Buchten und Felsformationen zu sehen.

Interessierte können die Ausstellung im Rathaus Netphen (neuer Teil) zu den üblichen Öffnungszeiten besichtigen.

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Junge Kunst Burbach: "Grenzenlos"

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11. September bis 2. Oktober 2026 / Römergalerie Burbach 2026

Die Kunstausstellung „Grenzenlos“ zeigt Kunstwerke von Burbacher Kindern und Jugendlichen. Die Werke wurden auf verschiedene Weisen gestaltet und öffnen Türen zu neuen Perspektiven und Kreativität. Sie werfen Fragen nach Freiheit, Identität und Zusammenhalt auf. Jeder Beitrag erzählt eine eigene Geschichte darüber, wie Grenzen in Kopf, Raum und Zeit entstehen – und wie sie überwunden werden können. Die jungen Künstlerinnen und Künstler zeigen mutig, dass Grenzen oft nur Momentaufnahmen sind, die sich durch Mut, Austausch und Empathie verschieben lassen. Die Ausstellung lädt Besucherinnen und Besucher ein, sich auf unterschiedliche Blickwinkel einzulassen, neue Wege zu erkunden und gemeinsam zu entdecken, wie grenzenloses Denken unsere Welt bunter, gerechter und lebendiger macht.

Die Ausstellung kann mittwochs von 12 bis 17 Uhr, donnerstags von 8 bis 17 Uhr, freitags von 12 bis 17 Uhr sowie samstags uns sonntags von 15 bis 17 Uhr besichtigt werden.

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"Wirtschaftswunder Charlottenhütte"

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29. September bis 16. Oktober 2026 / Berufskolleg Technik Siegen

200 Jahre Berufskolleg Technik des Kreises Siegen-Wittgenstein - Von der Sonntagsschule zur modernen Bildungsinstitution: Das wird gefeiert - unter Anderem mit dieser Ausstellung!

Die Charlottenhütte war eine Eisenhütte mit Hochöfen im Siegerland, die im Jahr 1856 von den Geschwistern Kreutz gegründet wurde. Bis in die 1950er und 60er Jahre entwickelte sie sich zu einem der wichtigsten Unternehmen im Siegerland. Die Ausstellung zeigt Bilder und Exponate aus der Geschichte und Entwicklung dieses bedeutenden Unternehmens und möchte vorrangig die Blütezeit der 50er und 60er Jahre hervorheben, welche für das wirtschaftliche und industrielle Wachstum Siegens essenziell war.

Zu sehen montags bis freitags zwischen 7:30 und 15 Uhr.

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Julian Irlinger: "Verplant"

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21. August bis 18. Oktober 2026 / Städtische Galerie Haus Seel Siegen

Ein Telefon klingelt ins Leere. In einem Architektur- und Stadtplanungsbüro schlafen Angestellte über ihren Entwürfen, während draußen Kräne einem mechanischen Rhythmus folgen. Die Menschen verlieren die Kontrolle, doch die Systeme laufen unbeirrt weiter – als hätte sich die Stadt längst von ihren Planer:innen gelöst.

In "Verplant" zeigt Julian Irlinger die Animationsfilme The Curtain of Time (2025) und Chronotopia (2026) gemeinsam mit eigens gestalteten Laternen. Die als nahtlose Loops konzipierten Filme folgen keiner linearen Erzählung. Statt der Figuren bestimmen Raster, Interieurs und Architekturen das Geschehen und prägen ihre charakteristische Formensprache.

Irlingers Bildwelten modifizieren die Form und Struktur von Animations- und Instruktionsfilme der Nachkriegszeit. Klare Linien, flächige Farben und reduzierte Bewegungen standen für Fortschritt, Orientierung und gesellschaftliche Erneuerung. Zugleich wurde diese Bildsprache in Lehrfilmen, Werbung und Propaganda eingesetzt. Was leicht, spielerisch und unmittelbar verständlich erscheint, vermittelt daher immer auch eine bestimmte Vorstellung davon, wie Gesellschaft gestaltet werden soll.

In The Curtain of Time weichen die Zukunftsentwürfe der Moderne der Sehnsucht nach vertrauten, historisch rekonstruierten Stadtbildern. Im Loop des Films werden Planung, Abriss und Wiederaufbau zu einer fortwährenden Bewegung. Auch Chronotopia zeigt die Stadt nicht als abgeschlossenen Entwurf, sondern als Ort permanenter Veränderung, an dem unterschiedliche Vorstellungen von Fortschritt aufeinandertreffen.

Die für die Ausstellung gestalteten Laternen übertragen diese Auseinandersetzung in den Raum. Ihre Formen greifen unterschiedliche Gebäudetypologien auf und verweisen zugleich auf das angeleitete Laternenbasteln mit Kindern zu St. Martin. Dabei verbinden sich pädagogische Anleitung und individuelle Gestaltung mit tradierten Vorstellungen davon, wie ein Haus auszusehen hat. Auch die Laternen zeugen davon, dass vermeintlich einfache Formen und vertraute Bilder gesellschaftliche Werte vermitteln.

Julian Irlinger (*1986, Erlangen) ist ein in Berlin lebender Künstler. Er ist Teilnehmer der Manifesta 16 Ruhr (2026). Zu seinen jüngsten Einzelausstellungen zählen Portikus, Frankfurt am Main (2025), Kunstverein Schwerin (2025) und Wende Museum, Los Angeles (2022). Seine Arbeiten waren zuletzt in internationalen Ausstellungen wie Palais Populaire, Berlin (2025), und Art Basel Parcours, Basel (2023), zu sehen.

Im Rahmen der Ausstellung wird oxfordberlin ein Screeningprogramm entwickeln. Ausgehend von der eigenen Praxis beschäftigt sich das Programm mit den Verbindungen zwischen Stadtraum, Architektur und den Infrastrukturen künstlerischer Produktion und untersucht, wie bestehende Orte als Ausstellungsräume genutzt und neu gelesen werden können.

Die Ausstellung kann zu folgenden Zeiten besucht werden: Dienstag bis Sonntag von 14 bis 18 Uhr / Sonntag auch von 11 bis 13 Uhr.

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Filip Raif: "Sudetenlove"

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16. September bis 22. Oktober 2026 / Sparkasse Wittgenstein Bad Berleburg

Die Ausstellung "Sudetenlove" basiert auf der gleichnamigen Graphic Novel. Diese ist inspiriert von wahren Begebenheiten. Eine Geschichte von der ersten Liebe und zugleich von einer Region, deren Schicksal im 20. Jahrhundert durch einschneidende historische Wendungen bestimmt wurde.

"Ich habe versucht, die Geschichte hauptsächlich mit Bildern zu erzählen und so wenig Text wie möglich zu verwenden. Ich mag solche Comics. Farblich sind die einzelnen Kapitel immer etwas verschoben, wie ich es im Hinblick auf die jeweilige Handlung, Umgebung und Jahreszeit eben gerade empfand", so der Künstler und Autor Filip Raif.

Filip Raif und Dr. Serafine Lindemann, die Tochter von Herta Lindemann, die als Inspiration für die fiktive Figur Modell stand, sind zur Ausstellungseröffnung anwesend. Im Anschluss findet eine Signierstunde statt.

Vita Filip Raif

Filip Raif ist ein tschechischer Grafikdesigner und Illustrator. Er ist Absolvent der UMPRUM in Prag und hat ein einjähriges Stipendium in Florenz bei Il Bisonte–Stiftung für Kunst und Druckgrafik absolviert. Er lebt und arbeitet in Jeseník, Sudetenland, Tschechien.

Vita Dr. Serafine Lindemann

Dr. Serafine Lindemann arbeitet als freie Kuratorin und gestaltet seit über 30 Jahren Kunst und Kultur im öffentlichen Raum. Es geht ihr inhaltlich vor allem darum, auf gesellschaftlich brisante Themen wie die Endlichkeit unserer Ressourcen und auf soziale bzw. mentale Nachhaltigkeit aufmerksam zu machen.

Öffnungszeiten:

Montag bis Freitag: 8.15 bis 12.30 Uhr und 13.30 bis 16.00 Uhr / Donnerstag: 13.30 bis 18.00 Uhr

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Kunstkreis Siegerland: Tech-Art – stahlhart und federleicht

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28. August bis 23. Oktober 2026 / IHK-Galerie Siegen

Was haben glühendes Eisen, Metallsplitter, Förderschächte und federleichte Skulpturen gemeinsam? Sie alle werden zu Kunst. Nach dem erfolgreichen Auftakt mit „KKS trifft IHK“ vor zwei Jahren präsentiert der Kunstkreis Siegerland erneut eine außergewöhnliche Ausstellung in der IHK-Galerie. Unter dem Titel „Tech-Art – stahlhart und federleicht“ zeigen 18 Künstlerinnen und Künstler ihre ganz persönlichen Perspektiven auf Wirtschaft, Industrie und Geschichte unserer Region.

Ein Themenkomplex, der auf den ersten Blick kühl und technisch wirken mag, sich bei näherem Hinsehen jedoch als überraschend lebendig, poetisch und humorvoll erweist. Schließlich ist Industrie nicht nur die Heimat von Stahl, Maschinen und Produktionshallen – sie ist auch voller Geschichten, Visionen und Charaktere:

So balanciert eine federleichte Edelstahlfigur auf dem Dach einer stilisierten Fabrik, während ein monumentales, 1,80 Meter hohes Acrylgemälde einen Stahlwerker samt glühendem Eisen vor dramatisch-feurigem Hintergrund in Szene setzt. Der traditionsreiche Ludendorff-Schacht erhält seine künstlerische Würdigung in Acryl auf Holz, und manche Werke verzichten ganz auf den klassischen Farbauftrag: Hier entstehen Bilder aus Metallsplittern und Industriefragmenten.

In den beeindruckenden Acrylgemälden, Fotografien und faszinierenden Skulpturen treffen Industrie und Kreativität aufeinander, Tradition begegnet Innovation, und selbst Stahl zeigt überraschend leichte Seiten – eine Einladung, die Kunst hinter der Technik zu entdecken.

Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag 8 bis 16:30 Uhr und Freitag 8 bis 15:30 Uhr

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Rainer Olesch: "Denkräume"

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9. Oktober bis 2. November 2026 / Römergalerie Burbach

In der Ausstellung „Denkräume“ werden neue Werke und Arbeiten der letzten Jahre gezeigt. Ein Schwerpunkt werden großformatige Leinwandarbeiten mit Collage, Übermalung und Druck sein. Sie bilden durch ihre Bild- und Textcollagen im Untergrund „Denkräume“, die es zu entdecken gilt. Die kleinformatigen Assemblagen in kastenähnlichen Rahmen haben alle denselben Aufbau: Collage, Farben, Alltagsfundstücke und ausgeschnittene Zeitungsüberschriften erzeugen in der Betrachtung miteinander einen Denk-Raum. Da geht es um Inhaltliches. Konkret sind dabei aber nur die zusammengestellten Objekte – die Entschlüsselung liegt beim Betrachter.

Die Ausstellung kann während folgender Öffnungszeiten der Römergalerie besichtigt werden: Mittwoch 12 bis 17 Uhr / Donnerstag 8 bis 17 Uhr / Freitag 12 bis 17 Uhr / Samstag und Sonntag 15 bis 17 Uhr.

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Petra Gerlach: „zwischen linien und schichtungen“

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6. bis 20. November 2026 / Römergalerie Burbach

Die Bilderausstellung von Petra Gerlach bewegt sich in einem Raum jenseits von Farbe und Gegenstand. Sie präsentiert eine Werkreihe, die nicht nach dem Ausdruck, sondern nach dem Entstehen sucht.

Das intuitive Erspüren des richtigen Moments steht im Zentrum: ein Verweben von Gedanken, Materie, und monochromer Farbe, das Bildwelten öffnet – zeitlos, raumlos, offen. Die Mischtechniken wachsen aus einem absichtslosen Wollen heraus, aus einem Loslassen im Prozess – Schicht für Schicht, Linie für Linie, bis das Werk selbst entscheidet, wohin es führt. Dem gegenüber steht die Enkaustik: mit heißem Wachs lässt Petra Gerlach vielschichtige Werke in kleinem Format entstehen.

Nichts kann zurückgenommen werden. In dünnen Schichten bilden sich freskenartige Reliefs, reich an Höhen und Tiefen. In beiden Werkgruppen beschreitet Petra Gerlach Wege, um die Malerei mit neuen Materialien und Methoden weiterzudenken. Die monochromen Farbräume spannen dabei einen Bogen, zwischen Loslassen und Präzision.

Die Ausstellung kann während der Öffnungszeiten der Römergalerie besichtigt werden: Mittwoch 12 bis 17 Uhr / Donnerstag 8 bis 17 Uhr / Freitag 12 bis 17 Uhr / Samstag und Sonntag 15 bis 17 Uhr.

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Štěpánka Jislová: "Heartcore"

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14. Oktober 2026 bis 27. November 2026 / Volksbank Wittgenstein Bad Berleburg

Die Ausstellung „Heartcore“ zeigt Ausschnitte aus der gleichnamigen Graphic Novel der preisgekrönten Autorin und Künstlerin Štěpánka Jislová. In ihrer zum Teil autobiografischen Graphic Novel setzt sich die Künstlerin mit einer Vielfalt von Fragen zum Thema Lieben auseinander.

Es ist ein eindringliches, mutiges und originelles Buch über die Frage, ob und wie wir lernen können, anders zu lieben.

Aus dem Tschechischen übersetzt von Julia Miesenböck.

Štěpánka Jislová

Die junge tschechische Comiczeichnerin und Illustratorin Štěpánka Jislová (geboren 1992) lebt in Prag und gehört zu den neuen Stars in der Szene.

Seit vielen Jahren schon veröffentlicht sie ihre Comicgeschichten in tschechischen und internationalen Anthologien und wirkte an zahlreichen Graphic Novels mit.

Mit „Heartcore“ ist ihr der Durchbruch gelungen: Für dieses Buch erhielt die Künstlerin neben weiteren Auszeichnungen den Muriel-Preis in mehreren Kategorien, darunter den Hauptpreis für die beste Graphic Novel des Jahres 2023. Nun liegt „Heartcore“ auch auf Deutsch vor und wurde insgesamt bereits in vierzehn Sprachen übersetzt. Beim großen Branchentreffen im Rahmen des diesjährigen Internationalen Comicsalons in Erlangen war Štěpánka Jislová prominent vertreten.

Nach ihren Auftritten auf der Frankfurter Buchmesse kommt Štěpánka Jislová zum Berleburger Literaturpflaster „Tschechien“, um ihr Buch in Workshops, einer Ausstellung und einem Künstlerinnengespräch vorzustellen.

„Heartcore“

„Heartcore“ nimmt uns mit auf eine große und spannende Entwicklungsreise in Sachen Liebe. Kann man Liebe, richtiges Lieben erlernen? Wie findet man seinen eigenen, unverfälschten Ausdruck in Liebesbeziehungen jenseits gängiger Rollenerwartungen und Klischees?

In die Geschichte der jungen Frau, die „Heartcore“ erzählt, fließen nicht wenige eigene, auch traumatische Erlebnisse der Künstlerin ein, und es ist eine Geschichte, die nichts ausspart: von der typischen Teenager-Romanze und wilden Partys über Online-Dating, Gelegenheitssex und Einsamkeit bis hin zu den Erfahrungen von sexueller Gewalt und Missbrauch. Bild für Bild entsteht das Porträt einer jungen Frau, die den Mut findet, sich ihren Verletzungen zu stellen. Die keinen einfachen Weg wählt, sondern einen couragierten, der sie die Erfahrung machen lässt, dass Menschen sich ändern und schmerzhafte Erlebnisse hinter sich lassen können.

Die virtuosen Zeichnungen von Štěpánka Jislová in dieser Graphic Novel kommen mit zwei Grundfarben in zahlreichen Variationen, in Linien und Flächen aus: Rot und Grau. Der Ton des Buches ist trotz der auch ernsten Themen an vielen Stellen ein offener und witziger und spiegelt sicher auch den Humor wider, der zu Štěpánka Jislovás Wesen gehört.

Die Ausstellung ist während der Öffnungszeiten der Volksbank Wittgenstein zu sehen:

Montag bis Freitag von 9 bis 12.30 Uhr

Montag bis Mittwoch von 14 bis 16 Uhr

Donnerstag 14 bis 17.30 Uhr

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Guido Kettner: "Unterwegs in Namibia mit Guido Kettner"

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13. September bis 29. November 2026 / Museum Wilnsdorf

Namibia ist ein Land voller landschaftlicher Kontraste und kultureller Vielfalt. Zugleich ist seine Geschichte eng mit Deutschland verbunden. Die neue Sonderausstellung im Museum Wilnsdorf verbindet eindrucksvolle Fotografien mit einem wichtigen Kapitel deutsch-namibischer Geschichte. Vom 13. September bis 29. November 2026 zeigt Fotograf Guido Kettner beeindruckende Aufnahmen aus dem südwestafrikanischen Land.

Die Ausstellung "Unterwegs in Namibia mit Guido Kettner" macht nicht nur die Schönheit Namibias sichtbar. Sie lenkt den Blick auch auf die deutsche Kolonialgeschichte. Das heutige Namibia stand von 1884 bis 1915 als Deutsch-Südwestafrika unter deutscher Herrschaft. Diese Zeit war geprägt von Enteignung, Ausbeutung und Gewalt gegen die einheimische Bevölkerung. Besonders die Herero und die San litten unter der Kolonialherrschaft. Nach dem Ersten Weltkrieg übernahm Südafrika die Verwaltung des Landes. Erst 1990 wurde Namibia unabhängig.

Seit vielen Jahren nimmt Guido Kettner die Besucherinnen und Besucher des Museums Wilnsdorf mit auf außergewöhnliche Reisen. Seine Ausstellungen führten bereits nach Kanada, Alaska, Grönland und in die Nebelwälder Afrikas. Nun eröffnet er einen einfühlsamen Blick auf Namibia.

Seine Fotografien zeigen beeindruckende Landschaften, eine vielfältige Tierwelt und den Alltag der Menschen. Kettner begegnet seinen Motiven mit Respekt und großer Nähe. Zu sehen sind unter anderem die San, eine der ältesten Jäger- und Sammlergesellschaften der Welt, die Herero mit ihrer traditionellen Kleidung sowie die Himba, deren kunstvolle Haartracht Auskunft über Familie und sozialen Status gibt. Auch die Ovambo, die größte Volksgruppe Namibias, sind Teil der Ausstellung.

Die fotografische Reise führt durch die Kalahari mit ihren Sanddünen, in die Namib, die älteste Wüste der Welt, und in das namibische Bergland bis zum höchsten Gipfel des Landes, dem Königsstein. Die Aufnahmen machen sichtbar, was Namibia ausmacht: beeindruckende Landschaften, kulturelle Vielfalt und Menschen mit ganz unterschiedlichen Lebensgeschichten.

Ergänzt wird die Sonderausstellung durch eine zweite Ausstellung von Studierenden der Universität Siegen. Unter dem Titel „Geteilte Geschichte – die Kolonialzeit und ihre Auswirkungen in Namibia und Deutschland“ beleuchtet sie die historischen Verflechtungen und ihre Folgen bis in die Gegenwart.

Das Museum ist mittwochs bis sonntags von 14 bis 18 Uhr geöffnet.

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Anna Heupel: "Licht und Emotion"

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27. November bis 18. Dezember 2026 / Römergalerie Burbach

Was als leise Faszination für Licht und Stimmung begann, wurde für Anna Heupel zur Berufung. Heute erzählt die Fotografin aus Siegen Geschichten über Menschen, Marken und Momente – mit einem feinen Gespür für Natürlichkeit und Tiefe.

Anna Heupel versteht es, Bewegung und Stille, Nähe und Weite in Einklang zu bringen. Ihre Motive wirken unaufgeregt und echt, getragen von einem Gespür für das Wesentliche. 2011 gründete Anna ihr eigenes Fotografie-Gewerbe, zwei Jahre später folgte der Schritt in die Selbstständigkeit.

Seitdem begleitet sie Projekte weltweit, fotografiert Kampagnen für Outdoor, Tourismus und Lifestyle und inspiriert mit ihrer Arbeit eine große Community auf Social Media. Mit ihrem SPIEGEL-Bestseller „Fotografie – Inspired by Life“ (2021) teilte sie ihre Sicht auf das kreative Leben hinter der Kamera.

Für Anna ist Fotografie mehr als ein Handwerk. Sie ist eine Art, die Welt zu sehen – ein Ausdruck von Emotion, Gefühl und Licht. Anna Heupel sagt dazu: „Licht ist mein wichtigstes Gestaltungsmittel. Ich suche nicht nur nach Motiven, sondern nach Momenten, in denen Licht Emotion wird. Diese Licht- und Stimmungsästhetik zieht sich wie ein roter Faden durch all meine Arbeiten. Wo Begeisterung ist, entsteht Kreativität. Meine Liebe zu Natur, Sport und Outdoor prägt meinen Blick durch die Kamera. Als jemand, der selbst gern reist, klettert, wandert und sich gern bewegt, weiß ich, wie echte Momente draußen entstehen und wie man sie festhält.“

Die Ausstellung kann zu folgenden Zeiten in der Römergalerie besichtigt werden: Mittwoch 12 bis 17 Uhr / Donnerstag 8 bis 17 Uhr / Freitag 12 bis 17 Uhr / Samstag und Sonntag 15 bis 17 Uhr.

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Beate Osterloh und Heidrun Schliemann: "Gegensätze ziehen sich an!"

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26. Februar bis 21. März 2027 / Römergalerie Burbach

Beate Osterloh: „Meine Werke, die überwiegend Gegenständliches zeigen, entstehen in Acryl und Öl; bevorzugt male ich jedoch mit Aquarellfarben. Diese Art der Malerei erfordert umfangreiche Kenntnis im Umgang mit den Farben und dem Papier, damit gewünschte Motive umgesetzt werden können. Den Fluss der wunderschönen Aquarellfarben kann man etwas beeinflussen, aber das Ergebnis weicht doch manchmal von den Vorstellungen ab.

Da ich hohe Ansprüche an meine Malerei habe, kann es lange dauern, bis ich mit dem Ergebnis meiner Arbeit zufrieden bin. Meine Bilder habe ich einige Male in Einzel- und Gemeinschaftsausstellungen präsentiert, zuletzt in der Mitgliederausstellung

des Kunstkreises Siegerland, dem ich 2024 beigetreten bin“.

Heidrun Schliemann: Ihre persönliche Ausdruckform veränderte sich von der anfangs gegenständlichen Malerei in Öl hin zur abstrakten Kunst in Acryl. Hierin bildete sie sich kontinuierlich weiter. Seit 2022 wird sie zu zahlreichen Einzel- und Gemeinschafts-Ausstellungen eingeladen.

„Malen ist kurz das: Sehen, fühlen, machen. Das ist alles. Je kürzer der Weg, desto besser!“ (Otto Moderssohn).

Diese Aussage ist Heidrun Schliemann wichtig geworden und ist bezeichnend für ihren Stil und ihre Art zu malen. Sich auf einen Prozess einzulassen, gespannt vom jeweiligen Geschehen inspiriert zu werden und mit Intuition immer wieder neue Wege zu gehen, bedeutet für sie Faszination und Herausforderung zu gleich. Zu Beginn hat sie oft lediglich vor Augen, mit welchen Farben, Werkzeugen, Materialien und mit welchen Malgründen sie arbeiten möchte. Einmal angefangen, nimmt der Prozess seinen – auch für sie – ungeahnten Verlauf. Heidrun Schliemann liebt die Inspiration und den Austausch mit anderen Künstlern und Künstlerinnen und ist Mitglied im Kunstverein Siegen und im Kunstkreis Siegerland.

Hier die Öffnungszeiten der Römergalerie: Mittwoch 12 bis 17 Uhr / Donnerstag 8 bis 17 Uhr / Freitag 12 bis 17 Uhr / Samstag und Sonntag 15 bis 17 Uhr.

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Jochen Dietrich: "Obsolete Homes"

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28. September 2026 bis 9. April 2027 / Kulturhaus LYZ Siegen

Zu sehen sind Bilder aus zwei Werkgruppen aus den Jahren 2016-2022 und 2026, die jeweils aus übermalten Fotografien bestehen: Im Fall der Gruppe "Real Estate" bilden gefundene Fotos von den Websites portugiesischer Grundstücksmakler den Ausgangspunkt. Bei "Obsolete Homes" handelt es sich um Aufnahmen, die Dietrich in den Jahren 2016 bis 2018 an der Algarve aufgenommen hat.

Die Motive ebenso wie der Umgang mit ihnen sind im besten Sinne frag-würdig: Das Land hat elf Millionen Einwohner, aber Wohnraum für fast dreißig. Und gebaut wird weiter. Denn es geht um Träume - das Haus mit Meerblick, das Refugium im Hinterland, das smarte Home. Und alles kommt auf den Markt, so lange es noch gut geht, solange die Reichen reisen und das Meer das Haus noch nicht geholt hat. Kann man davon schöne Bilder machen? Und ist, bei allem vordergründigen Naturalismus, was wir sehen überhaupt diese Wirklichkeit? Und entspricht, was wir sehen, überhaupt dem Foto, auf das es gemalt wurde? Dazu erfährt der Betrachter nichts.

Den Anspruch, die Welt zeigen zu können, hat das Medium Fotografie längst aufgeben müssen, meinen einige. Wenn das stimmt, hat der, der fotografierend etwas dokumentieren will, ein Problem. Da kann er ebenso gut malen.

Die Ausstellung ist Montag bis Freitag von 7 bis 18 Uhr zu sehen. Zur Eröffnung am Sonntag, den 27.09.26 um 11 Uhr in der Aula Lÿz (Eingang C) werden weitere Arbeiten des Künstlers präsentiert.

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