
Das Dekanat Siegen ruft zum Gebet für ein Ende der Kriegshandlungen Russlands gegen die Ukraine auf. „Wir versichern Ihren Landsleuten hier und in der Heimat unsere Gebete“, schreibt Siegens Dechant Karl-Hans Köhle an seinen ukrainischen Mitbruder, Pfarrer Andriy Radyk. Radyk ist Seelsorger der ukrainischen Katholiken im Erzbistum Paderborn.
30 Tote und 100 Verletzte
Anlass für den Gebetsaufruf des Dekanates ist der Angriff Russlands auf ein Krankenhaus in Kiew. Der Raketenbeschuss gestern auf eine Kinderklinik und kostete nach ukrainischen Angaven mehr als 30 Menschen das Leben. Mehr als 100 Personen sollen schwer verwundet worde sein. Unter den Opfern sind Kinder, Ärzte und Eltern. Der katholische Erzbischof von Kiew, Schewtschuk, habe recht, wenn er von einem „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ spreche, so Köhle.
Gottesdienst mit Katholiken aus der Ukraine
Pfarrer Andriy Radyk feiert einmal im Monat in Siegen Gottesdienst mit der ukrainischen Gemeinde. Zuletzt hatte der Siegener Pastoralverbund seine Fronleichnamskollekten der ukrainischen Friedensgruppe Siegen für Hilfstransporte nach Charkiw zur Verfügung gestellt.