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Attendorn-Prozess: Wie geht es weiter?
© Radio Siegen (Archivfoto)
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Attendorn-Prozess: Wie geht es weiter?

Nach erneuter Prozess-Vertagung um eingesperrtes Mädchen aus Attendorn: Die Mutter schwebt nicht mehr in Lebensgefahr. Weiterverhandelt wird frühestens am 04. Februar.

Veröffentlicht: Montag, 19.01.2026 12:40

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Die Mutter, die ihr Kind jahrelang in einem Haus in Attendorn versteckt haben soll, schwebt nach ihrem mutmaßlichen Suizidversuch nicht mehr in Lebensgefahr. Sie ist mittlerweile wieder bei Bewusstsein, sagt uns die Polizei auf Nachfrage von Radio Siegen. Eine Sprecherin des Siegener Landgerichtes sagt uns, dass das am weiteren Ablauf erstmal nichts ändert. Weiterverhandelt wird demnach frühestens am 04. Februar 2026 - und das auch nur dann, wenn die Mutter gesundheitlich verhandlungsfähig ist. Ob dem so sein wird, habe ein Arzt zu entscheiden.

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Verhandlung unterbrochen

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Am Donnerstag (15.01.) sollte die Verhandlung am Landgericht Siegen fortgesetzt werden. Doch die 49-jährige Angeklagte erschien nicht vor Gericht. Die Polizei fand sie in einem kritischen Zustand in ihrem Haus. Ein Rettungshubschrauber brachte sie in eine Klinik. Die Vorsitzende Richterin unterbrach den Prozesstag und verzichtete auf die Vorladung der ebenfalls angeklagten Großeltern, da auch für sie die Situation extrem belastend sei.

Habt ihr suizidale Gedanken oder habt ihr diese bei einem Angehörigen/Bekannten festgestellt? Hilfe bietet die Telefonseelsorge: Anonyme Beratung erhält man rund um die Uhr unter den kostenlosen Nummern 0800 / 111 0 111 und 0800 / 111 0 222. Auch eine Beratung über das Internet ist möglich auf der Homepage des Vereins TelefonSeelsorge® Deutschland.

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Vorwürfe und weitere Schritte

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Die Staatsanwaltschaft wirft der Mutter u.a. Misshandlung von Schutzbefohlenen und Freiheitsberaubung vor. Sie soll ihre Tochter sieben Jahre lang im Haus der Großeltern in Attendorn völlig abgeschottet haben. Auch die Großeltern sind wegen Beihilfe angeklagt. Der Prozess, der in der ersten Januar-Woche begonnen hatte, soll frühestens am 04. Februar 2026 fortgesetzt werden.

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