
Attendorn-Prozess: Prozess erneut unterbrochen nach Suizidversuch der Angeklagten
Am Landgericht Siegen wurde der Strafprozess um ein jahrelang abgeschottetes Mädchen erneut unterbrochen. Die angeklagte Mutter soll versucht haben, sich das Leben zu nehmen.
Veröffentlicht: Donnerstag, 15.01.2026 11:00
Update, Donnerstag, 15.1.2026, 12:00 Uhr: Der Strafprozess wurde erneut verschoben. Die Richterin teilte nach einer längeren Unterbrechung mit, dass am Wohnhaus der angeklagten Mutter ein Feuerwehreinsatz läuft. Offenbar hat sie versucht, sich das Leben zu nehmen. Sie sei in einem "lebensbedrohlichen Zustand". Den mitangeklagten Großeltern gehe es den Umständen entsprechend gut. Der Prozess soll jetzt erst am 04. Februar fortgesetzt werden.
Update, Donnerstag, 15.1.2026, 10:55 Uhr: Der Strafprozess am Landgericht Siegen um ein jahrelang verstecktes Mädchen aus Attendorn konnte heute nicht wie geplant fortgesetzt werden. Die drei Angeklagten sind nicht erschienen. Angeklagt sind die Mutter des Mädchens und die Großeltern.
Im Jahr 2022 war ein damals achtjähriges Mädchen von der Polizei aus einem Haus in Attendorn befreit worden. Ihre Mutter soll es jahrelang völlig von der Außenwelt abgeschottet haben. Ihre Mutter und die Großeltern sind jetzt angeklagt. Der Strafprozess am Landgericht Siegen soll heute (Donnerstag, 15.1.2026) fortgesetzt werden. Laut einer Gerichtssprecherin soll zum Auftakt die Anklageschrift verlesen werden. Danach bekommen die Angeklagten die Möglichkeit, sich zu den Vorwürfen zu äußern. Ob der mitangeklagte Großvater erscheint, ist noch unklar.
Für den heutigen Termin sind außerdem drei weitere Zeugen geladen, die nicht aus dem familiären Umfeld stammen. Die ursprünglich für Montag geplante Aussage des Vaters und der Großmutter väterlicherseits musste wetterbedingt verschoben werden. Diese Vernehmungen sollen nun am 9. Februar nachgeholt werden.