
„Die Welt erlebt das größte Artensterben seit dem Ende der Dinosaurierzeit“. Das schreibt die Umweltschutzorganisation WWF in ihrer Jahresbilanz. Demnach stehen mehr als 40.000 Tier- und Pflanzenarten auf der roten Liste – mehr als je zuvor. Darunter finden sich z.B. Eisbären, Elefanten oder Haie. Das Artensterben findet aber auch im Kleinen statt und das direkt vor unserer Haustür. Heimische Amphibien, Schlangen und Vögel sind ebenfalls stark bedroht. Das hat Michael Düben vom NABU Siegen-Wittgenstein im Radio Siegen-Gespräch bestätigt. Gründe dafür gibt es viele. Neben dem massiven Flächenverbrauch für Straßen, Gewerbegebiete oder Neubauten läuft auch in der Landwirtschaft so manches falsch. Unter anderem wird zu häufig und zu früh gemäht. So können Bodenbrüter, die hohes Gras als Deckung brauchen, ihre Jungtiere nicht mehr aufziehen. Zudem gibt es durch das Insektensterben häufig nicht mehr genügend Nahrung für den Nachwuchs. Betroffen sind davon neben Vögeln z.B. auch Frösche.