
Kirchengemeinden, Gemeinschaften und CVJM aus Burbach sind entsetzt: in einem Gebäude der ehemaligen Siegerlandkaserne in Burbach soll ein Bordell entstehen. Sie warnen davor – schließlich würden auf dem Areal auch Flüchtlingsfamilien mit Kindern leben. Der Kreis Siegen-Wittgenstein hat bestätigt, dass ein Antrag vorliegt, ein Gebäude des Gewerbeparks Siegerland als sogenanntes „Laufhaus“ zu nutzen. Die Zimmer sollen zur Erbringung sexueller Dienstleistungen vermietet werden. Der Kreis geht davon aus, dass eine Genehmigung wahrscheinlich nicht verhindert werden kann. Bauaufsichtsbehörden seien verpflichtet, solche Nutzungen zu genehmigen, wenn keine baurechtlichen Tatsachen entgegenstehen. Laut Bebauungsplan sind auf dem ehemaligen Kasernengelände Vergnügungsstätten nicht zulässig. Laut einem Beschluss des Bundesverwaltungsgerichts handelt es sich bei einem Bordell um einen Gewerbebetrieb und nicht um eine Vergnügungsstätte.