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Antrag beim Kreis gestellt
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Antrag beim Kreis gestellt

Ein bayerisches Unternehmen möchte auf Borkenkäfer-Kahlflächen bei Aue-Wingeshausen einen Windpark mit fünf Windenergieanlagen errichten.

Veröffentlicht: Donnerstag, 28.07.2022 13:36

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Das Erneuerbare Energien-Unternehmen BayWa r.e. plant bei Bad Berleburg den Bau eines Windparks mit fünf Windenergieanlagen (WEA). Einen entsprechenden Antrag auf Vorbescheid nach Bundes-Immissionsschutzgesetz hat das Unternehmen kürzlich beim Kreis Siegen-Wittgenstein gestellt. Das Unternehmen ist eine Tochtergesellschaft des bayerischen BayWa-Konzerns. Es handelt sich laut BayWa r.e. um Windkraftanlagen mit einer Gesamthöhe von 250 Metern und einer Leistung von voraussichtlich 33 Megawatt. Mit einem prognostizierten Ertrag von 75.000 MWh im Jahr könnten 22 000 Zwei-Personenhaushalte mit Strom versorgt werden. Die Waldgenossenschaft Wingeshausen-Aue stellt die Flächen für den geplanten Windpark zur Verfügung. Die Einnahmen aus den Pachterlösen möchte die Genossenschaft einerseits zur Wiederaufforstung der umliegenden Waldflächen verwenden. Andererseits hat die Waldgenossenschaft bereits 2013 beschlossen, 25 Prozent der Pachterlöse für gemeinnützige Zwecke im Gebiet der Stadt Berleburg aufzuwenden.  

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Pachteinnahmen zur Wiederaufforstung verwenden

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Oliver Beitzel, der Vorsteher der Waldgenossenschaft Wingeshausen-Aue, kommentiert: "Unserer Genossenschaft liegt der Wald ganz besonders am Herzen. Die betreffenden Waldflächen sind durch Borkenkäfer und Trockenheit stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Mit den Pachteinnahmen aus dem Windprojekt könnten wir diese Flächen nicht nur wiederaufforsten, sondern auch anderweitige Projekte in Bad Berleburg unterstützen.“ Das Windprojekt wird in der Waldgenossenschaft von einer breiten Zustimmung vor Ort getragen. Von den 130 Anteilseignern sind 110 in Aue-Wingeshausen ansässig. BayWa r.e. plant zudem, die Bürgerinnen und Bürger von Bad Berleburg durch verschiedene Maßnahmen an dem Projekt finanziell teilhaben zu lassen. Unter anderem ist eine Beteiligung der Kommune nach § 6 im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) vorgesehen. Das Gesetz sieht vor, dass Gemeinden in einem Umkreis von 2.500 m um die Windenergieanlagen mit 0,2 Cent pro jährlich produzierter kWh finanziell an den Erlösen des Windparks beteiligt werden. Auf Grundlage der jetzigen Projektplanung ergibt sich hieraus eine jährliche Gemeindeabgabe an die Stadt Bad Berleburg von ca. 150 000 Euro für den gesamten Windpark. 

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Bürger sollen sich am Windpark beteiligen können

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Denkbar ist darüber hinaus, einen Teil der Windenergieanlagen an eine Bürgerenergiegesellschaft zu übertragen oder eine Beteiligung über ein sogenanntes Crowdinvesting. Bei dieser Beteiligungsform können sich Bürgerinnen und Bürger bereits mit kleinen Summen zu einem festen Zinssatz und einer bestimmten Laufzeit an dem Windpark beteiligen, ohne selbst ein unternehmerisches Risiko zu übernehmen. 

Eine Visualisierung der fünf Windenergieanlagen mittels einer Virtual-Reality-App ist ebenfalls geplant. Interessierte könnten dadurch einen ersten Eindruck von der optischen Wirkung der Windenergieanlagen im Landschaftsbild gewinnen.  

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