
Knapp 120 Menschen haben sich am Mittwoch (18.02.) vor dem Kreishaus in Siegen versammelt, um gegen die geplanten zwölf Windräder rund um die Obernau-Talsperre zu demonstrieren. Die Wittgenstein-Gruppe plant den Bau dieser Anlagen, doch eine Bürgerinitiative befürchtet, dass das Trinkwasser verschmutzt werden könnte. Deshalb wurden fast 3.000 Unterschriften gesammelt und symbolisch an die Verwaltung im Kreishaus übergeben.
Entscheidung steht aus
Ob die Windräder tatsächlich genehmigt werden, ist aktuell noch offen. Die Demo-Anmelderin Corie Hahn aus Nenkersdorf zeigt sich am Mikrofon von Radio Siegen zuversichtlich und hofft auf weitere Unterstützung und noch mehr Unterschriften. Hier findet ihr den Link zu der Online-Petition.
Wie geht's weiter?
Sollte die Genehmigung erteilt werden, schließt die Bürgerinitiative eine Klage nicht aus. Am Dienstag (24.02.) um 18:00 Uhr findet im Schützenhaus in Brauersdorf eine Veranstaltung statt, zu der die Bundes- und Landtagsabgeordneten aus Siegen-Wittgenstein eingeladen wurden. Auch hier sollen die Unterschriften übergeben werden, damit sich die Politiker für eine Änderung der Gesetze stark machen.
Kreisverwaltung: "Spielraum sehr begrenzt"
Die Kreisverwaltung sieht ihre Möglichkeiten bei diesem Thema nur sehr begrenzt. Er entscheidet am Ende zwar, ob Windräder gebaut werden dürfen oder nicht, muss sich dabei aber an die aktuellen Gesetze halten. Heißt: Auch wenn die Windräder einer Bürgerinitiative nicht gefallen, muss der Kreis sie genehmigen, wenn rechtlich nichts dagegen spricht.
