
Schlange stehen vor der Apotheke: seit dem frühen Dienstagmorgen werden Siegen-Wittgensteiner über 60 Jahre sowie Risikopatienten kostenlos mit Schutzmasken versorgt. Wie erwartet, haben sich viele gleich zu Beginn der Aktion ihre drei Masken abholen wollen. „Wir sind so gut wie möglich vorbereitet und haben heute bereits viele Patienten versorgen können“, sagt Dr. Christof Werner, Apotheker in Hilchenbach sowie Vorsitzender der Bezirksgruppe Siegen-Wittgenstein im Apothekerverband Westfalen-Lippe (AVWL). Es sei aber nicht möglich, an alle Berechtigten gleich am ersten Tag Masken abzugeben, bittet er um etwas Geduld und Verständnis. Die benötigten Masken würden vielerorts erst nach und nach in die Apotheken geliefert. „Die Aktion ist eine logistische Meisterleistung der Apotheken vor Ort“, so Werner. Nachdem der Bundesgesundheitsminister in der vergangenen Woche den ersten Verordnungsentwurf vorgelegt hatte, haben die Apotheken innerhalb kürzester Zeit die Masken organisieren müssen. Matthias Köhler ist Inhaber der Stadt-Apotheke in Bad Laasphe. Auch bei ihm war der Andrang heute bereits sehr groß. Wer die Schutzmasken abholen möchte, der muss bei ihm den Personalausweis vorlegen, ein Datenblatt ausfüllen und per Unterschrift versichern, dass er noch nicht anderswo Masken abgeholt hat. Seine Masken hat Köhler gestern persönlich in Siegen abgeholt. Das Geld für die Masken soll er aus dem „Nacht- und Notdienst-Fond“ zurückbekommen.