
12 Etagen, 40 Meter hoch und fast 12.000 Quadratmeter Nutzfläche: Nach anderthalb Jahren Bauzeit ist der Anbau des Jung-Stilling-Krankenhauses in Siegen so gut wie fertig. Ab Oktober sollen die ersten Patienten hier behandelt und untergebracht werden. 45 Millionen Euro wurden in das Projekt investiert. Es ist das größte Bauprojekt am Krankenhaus seit 1966. Grund für den Bau war vor allem der starke Platzmangel. Das Jung-Stilling-Krankenhaus sei aus allen Nähten geplatzt, so der Geschäftsführer der Diakonie Südwestfalen, Dr. Josef Rosenbauer. „Wir haben außerdem noch ganz viele Zimmer ohne eigene Nasszelle“, so Rosenbauer weiter. In der Geburtshilfe z.B. seien die Badezimmer noch auf dem Flur. „Diese Situation wird mit dem Anbau endgültig behoben“. Ein weiterer großer Vorteil ist die Ausweitung der Intensivabteilung. Durch den Anbau gibt es am Jung-Stilling mehr als 50 Intensivplätze. In der Vergangenheit gab es laut Rosenbauer gerade auf der Intensivstation oft Engpässe. Ganz ohne Probleme lief der Bau nicht. Durch Lieferengpässe und Personalmangel konnte der ursprüngliche Zeitplan nicht eingehalten werden. Bauleiter Oliver Schmidt war im Gespräch mit Radio Siegen trotzdem zufrieden. „Wir sind guter Dinge, dass wir in naher Zukunft fertig sind“, so Schmidt.