
Das Unternehmen Amprion darf die umstrittene Höchstspannungsleitung aus dem Ruhrgebiet durch Teile des Siegerlands bis in den Westerwald bauen. Seit Anfang Juli liegt der Planfeststellungsbeschluss dafür auf dem Tisch. Von heute bis zum 8. August kann sich nun jeder diesen Beschluss anschauen. Er liegt in den Rathäusern von Kreuztal, Siegen und Freudenberg aus. Außerdem kann man ihn im Internet durchlesen. Nach dem 8. August können Gegner des Vorhabens innerhalb eines Monats Klage einreichen. Die Stadt Kreuztal hat bereits angekündigt, das tun zu wollen. Im Siegerland gibt es seit Jahren Widerstand gegen das Projekt, u.a. ist im Kreuztaler Heestal eine Bürgerinitiative aktiv. Der Bau der Leitung geht nicht nur mit sehr hohen Masten einher, er bringt auch ein neues Umspannwerk bei Junkernhees mit sich. Genutzt haben die Proteste nichts. Die Bezirksregierung hat in dem 426 Seiten langen Beschluss geschrieben, dass sich die Planung bei „Abwägung aller Belange“ als „vernünftig“ erweise.