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Afghanische Ortskräfte in Siegen
© Radio Siegen
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Afghanische Ortskräfte in Siegen

Ukraine-Krieg, Sanktionen gegen Russland, Inflation - bei allem, was die Menschen in Deutschland aktuell beschäftigt, ist Afghanistan ein wenig in Vergessenheit geraten. Trotzdem sind dort immer noch viele Menschen in Lebensgefahr. Einige der sogenannten Ortskräfte sind nun sicher in Siegen angekommen. Möglich gemacht hat das das Projekt "Stiching for School and Life".

Veröffentlicht: Montag, 11.07.2022 13:13

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Im letzten Sommer hat sich der Westen aus Afghanistan zurückgezogen und die Taliban haben das Land wieder unter ihre Kontrolle gebracht. Viele Afghanen, die mit den westlichen Staaten zusammengearbeitet haben, so genannte Ortskräfte, fürchten seither um ihr Leben. Vor allem für die Frauen vor Ort hat sich die Situation dramatisch verschlechtert. Zohra Soori-Nurzad aus Siegen hat mit „Stiching for School and Life“ schon vor acht Jahren ein Projekt auf die Beine gestellt, um Frauen und Kindern in Afghanistan zu helfen. Von Siegen aus hat sie seit dem letzten Sommer darum gekämpft, dass möglichst viele Menschen ihres Projekts das Land verlassen konnten. Unter anderem hat sie Email um Email an das Auswärtige Amt geschrieben. „Irgendwann haben sie Gott sei Dank unsere Stimme erhört und unsere Anträge bearbeitet“, so Soori-Nurzad gegenüber Radio Siegen.

Nun sind neun Frauen und zum Teil auch ihre Familien sicher in Siegen angekommen.

Für Zohra Soori-Nurzad ist ihre Arbeit damit aber noch nicht erledigt. Es sei erst der Anfang gemacht, für den Rest müsse man weiterkämpfen, so Soori-Nurzad. Große Sorgen macht sie sich gerade um die, von denen sie nichts mehr hört. Viele Nummern und Email-Adressen seien einfach nicht mehr erreichbar. „Da kommt nichts mehr“, sagt Zohra.

Um ihr Projekt weiterführen zu können, bittet die gebürtige Afghanin um Spenden. Die Infos dazu gibt es hier.

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